Was macht Budapest als Reiseziel aus?
Budapest ist eine Stadt von rund 1.7 Millionen Einwohnern, die 1873 aus den bis dahin getrennten Städten Buda, Óbuda und Pest zusammengelegt wurde. Die Donau trennt das hügelige Buda vom flachen Pest; dazu kommen rund 125 Thermalquellen, ein UNESCO-Welterbe seit 1987 und ein dichtes Netz aus Metro, Tram und Bussen.
Wer Budapest besucht, bucht meist zwei bis vier Nächte und verbindet drei Dinge: Sehenswürdigkeiten wie Burgviertel und Parlament, ein Thermalbad und die Cafés und Lokale der Innenstadt. Dieser Text konzentriert sich auf die Stadt selbst: Viertel, Wege, Tickets, Bäder und Ausflüge. Allgemeine Fragen zu Einreise, Währung und Notruf stehen auf der Seite zu Ungarn.
Die Stadt eignet sich als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Donauschleife, ist aber auch ohne Ausflüge gut für ein verlängertes Wochenende. Wer mehr Zeit hat, kombiniert sie mit dem Balaton oder mit Tokaj und Eger.
Quellen: Wikipedia
Wie ist Budapest aufgebaut und welchen Charakter hat die Stadt?
Budapest umfasst 23 Bezirke auf rund 525 km². Die Donau teilt die Stadt in Buda im Westen mit Burgberg, Gellértberg und Hügeln bis 527 m und Pest im Osten mit Boulevards, Markthalle und Ausgehvierteln. Zwei Inseln, die Margareteninsel und die Óbuda-Insel, liegen im Fluss.
Die Höhenunterschiede erklären viel vom Charakter: In Buda geht man bergauf und bergab, in Pest geradeaus. Pest ist dichter, lauter und städtischer, Buda ruhiger und grüner. Die Höhe zwischen Donau (96 m) und höchstem Punkt, dem János-Berg (527 m), merkt man vor allem beim Wandern am Stadtrand.
Die Stadt gilt nach Angaben der Wikipedia als Europas «Spa-Hauptstadt», mit über 100 Heilquellen, über 40 Museen und Galerien und einer lebendigen Barszene. Das Stadtbild stammt zu grossen Teilen aus der Zeit nach 1873 und der Millenniumsfeier von 1896: breite Boulevards, neobarocke und neugotische Grossbauten, Cafés und Jugendstil-Fassaden. Das Burgviertel wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs in vereinfachter Form wiederaufgebaut.
Die Stadt zählt nach Wikipedia rund 7 Millionen internationale Übernachtungsgäste im Jahr. In der Hochsaison sind Parlament, Burgviertel und Bäder entsprechend voll; online gebuchte Zeitfenster sparen Wartezeit.
Quellen: Wikipedia
Welche Viertel und Orte in Budapest lohnen sich?
Die wichtigsten Gebiete sind das Burgviertel und der Gellértberg in Buda sowie Parlament, Innenstadt, Andrássy-Allee und Jüdisches Viertel in Pest. Das Parlament ist 268 m lang, die Markthalle eröffnete 1897, die Andrássy-Allee ist 2.5 km lang. Die Margareteninsel und Óbuda ergänzen das Programm.
Burgviertel und Gellértberg (Buda)
Der Burgpalast steht auf der Südspitze des Burgbergs. Die Anfänge reichen in die Jahre 1247 bis 1265 zurück, als König Béla IV. die erste Königsresidenz errichten liess; im 15. Jahrhundert war sie einer der grössten gotischen Paläste des Spätmittelalters. Nach der Osmanenzeit (1541 bis 1686) und der Belagerung von 1686 entstand von 1749 bis 1769 der Barockpalast. Heute beherbergt er die Ungarische Nationalgalerie, das Budapester Historische Museum und die Nationalbibliothek Széchényi.
Neben der Matthiaskirche steht die Fischerbastei, die Frigyes Schulek zwischen 1895 und 1902 im neuromanischen Stil baute. Ihre sieben Türme stehen für die sieben magyarischen Stammesführer, die 895 das Karpatenbecken besiedelten. Teile sind kostenpflichtig, andere frei zugänglich. Vom Platz unterhalb der Burg fährt die Standseilbahn (Sikló) zum Burgpalast hinauf.
Der Gellértberg südlich der Burg trägt die Zitadelle und bietet Aussicht auf beide Stadthälften. Am Fuss liegen das Gellért-Bad und die Elisabethbrücke.
Pest: Parlament, Innenstadt und Markthalle
Das Parlamentsgebäude am Donauufer ist 268 m lang, 123 m breit und 96 m hoch; die Höhe verweist auf die Millenniumsfeier von 1896. Gebaut wurde ab 1885 nach Plänen von Imre Steindl, vollendet 1904. Das Gebäude hat 691 Räume; seit 2000 liegt die Heilige Krone Ungarns in der Kuppelhalle. Besichtigungen gibt es als geführte Touren; Details und Zeitfenster stehen auf der Parlamentsseite, die bei der Recherche nicht abrufbar war, daher ohne Preisangabe.
Die Zentrale Markthalle am Fővám tér wurde am 15. Februar 1897 eröffnet. Sie hat drei Ebenen auf rund 10’000 m²: Paprika, Wurst und Spirituosen im Erdgeschoss, Imbisse und Souvenirs im Obergeschoss, Fischhändler und Metzger im Keller. Geöffnet ist von Montag bis Samstag ab 6 Uhr, montags bis 17 Uhr, dienstags bis freitags bis 18 Uhr und samstags bis 15 Uhr; sonntags bleibt sie geschlossen (Stand Oktober 2026 laut Wikipedia, vor Ort prüfen).
Andrássy-Allee und Stadtwäldchen
Die 2.5 km lange Andrássy-Allee entstand von 1872 bis 1876 und verbindet die Innenstadt mit dem Stadtwäldchen. Zu ihr gehören die Ungarische Staatsoper, das Haus des Terrors, die Liszt-Akademie und am Ende der Heldenplatz. Darunter verläuft die Metrolinie M1. Die Allee gehört seit 2002 zum Welterbe «Budapest, einschliesslich der Donauufer, des Burgviertels und der Andrássy-Allee».
Jüdisches Viertel (VII. Bezirk)
Im VII. Bezirk (Erzsébetváros) liegt die Synagoge an der Dohány-Strasse, die 1859 geweiht wurde und rund 3’000 Sitzplätze hat. Sie gilt als grösste Synagoge Europas, mit zwei Zwiebelkuppel-Türmen von 43 m und maurisch inspiriertem Stil. Ausserdem befinden sich im Viertel die «Ruinenkneipen»: Bars in leer stehenden Altbauten, die ab den frühen 2000er-Jahren entstanden. Szimpla Kert in der Kertész-Strasse gilt als Pionier.
Margareteninsel und Óbuda
Die Margareteninsel ist 2.5 km lang und 500 m breit. Privatautos sind seit den 1980er-Jahren ausgeschlossen, nur eine Buslinie und Taxis fahren. Es gibt eine 5.35 km lange Laufstrecke, einen Japanischen Garten, einen Wasserturm von 1911 und Ruinen mittelalterlicher Klöster aus dem 13. Jahrhundert. Erreichbar ist sie mit den Trams 4 und 6 über die Margit- und die Árpád-Brücke.
Óbuda im Norden war die römisch-mittelalterliche Siedlung, die bis 1873 eigenständig war. Es ist ruhiger, mit kleineren Museen und weniger Touristen.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Budapest?
Die warme Jahreszeit dauert von Mai bis Mitte September, im Winter von November bis Anfang März ist es kalt und sonnenarm, mit Schnee und Tiefstwerten bis −10 °C zwischen Mitte Dezember und Februar. Frühling und Frühherbst gelten als Kompromiss aus Wärme und weniger Hitze; die Thermalbäder funktionieren das ganze Jahr.
Klima Budapest: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte, Monatsniederschlag
| Budapest | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 4 | 7 | 12 | 18 | 22 | 27 | 29 | 29 | 23 | 17 | 10 | 5 |
| Tiefstwert °C | -2 | -0 | 2 | 7 | 11 | 16 | 17 | 17 | 12 | 7 | 3 | -1 |
| Niederschlag mm | 39 | 40 | 41 | 35 | 65 | 70 | 66 | 63 | 57 | 51 | 44 | 43 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BUDAPEST/PESTSZENTLORINC (13 km, 139 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Der Jahresniederschlag liegt nach Wikipedia bei durchschnittlich 586 mm, mit rund 1’988 Sonnenstunden. Im späten Frühling kann es kräftige Schauer geben, im Winter fällt regelmässig Schnee. Im Sommer wird die Stadt warm bis sehr warm, was Spaziergänge in Buda mittags anstrengend macht; dann sind Bäder, Museen und Cafés eine Alternative. Wer Hitze meiden will, plant Spaziergänge auf den Vormittag oder späten Nachmittag.
- Mai bis Mitte September: warm, lange Abende, Margareteninsel und Donauufer; höchste Besucherzahlen.
- Frühling und Herbst: gut für Stadtspaziergänge; Schauer sind möglich.
- November bis Anfang März: kalt, wenig Sonne; dafür bleibt das Thermalbad im Freien auch bei Frost möglich, denn die Aussenbecken sind 27 bis 38 °C warm.
Quellen: Wikipedia
Was gilt für die Einreise nach Budapest?
Budapest liegt in Ungarn, das EU- und Schengen-Mitglied ist. Die Regeln für Schweizer, Deutsche und Österreicher sowie für andere Staatsangehörigkeiten stehen auf der Seite zu Ungarn. Am Flughafen BUD gilt wie überall im Schengen-Raum, dass man sich ausweisen können muss.
Regional ergibt sich in der Stadt nichts Abweichendes. Das Auswärtige Amt rät, sich auch innerhalb des Schengen-Raums stets auszuweisen. Bei der Anreise per Auto sind Vignette und Fahrzeugpapiere nötig, siehe Landesseite.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zum Zeitpunkt der Reise; für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, Auskunft geben die ungarischen Botschaften.
Quellen: Auswärtiges Amt · EDA
Welche Gesundheitshinweise gelten für Budapest?
Pflichtimpfungen gibt es nicht. Healthytravel.ch empfiehlt die üblichen Standardimpfungen und führt Zeckenenzephalitis (FSME), Tollwut, Hepatitis A und B als zusätzliche Optionen auf. In der Stadt ist Mückenschutz im Sommer sinnvoll, bei Ausflügen in Wald und Wiese Zeckenschutz.
Healthytravel.ch nennt als Vorbeugung Insektenschutz tagsüber und nachts, lange Kleidung und geschlossene Schuhe in bewaldeten oder grasigen Gebieten sowie das Absuchen nach Zecken. Das betrifft Ausflüge in die Hügel um Budapest, etwa auf den János-Berg oder in die Donauschleife. Das Auswärtige Amt weist auf Fälle von West-Nil-Fieber in den Sommermonaten hin.
Impfentscheide gehören in ein reisemedizinisches Gespräch, idealerweise vier Wochen vor der Abreise. Trinkwasser und Gesundheitsversorgung sind in der Stadt kein besonderes Thema der amtlichen Hinweise; Krankenversicherung und EHIC siehe Ungarn.
Quellen: healthytravel.ch · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Budapest?
Das EDA bezeichnet Reisen nach Ungarn als grundsätzlich sicher. In Budapest sind Taschendiebstahl auf Märkten, Bahnhöfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Touristenorten sowie überteuerte Rechnungen in Nachtlokalen die typischen Risiken.
Das Auswärtige Amt warnt davor, Bars und Clubs aufzusuchen, die Taxifahrer empfehlen, weil dort stark überhöhte Rechnungen drohen. Das EDA nennt ausserdem Diebstähle durch Personen, die sich als Polizisten ausgeben, und Fälle von K.-o.-Mitteln mit anschliessendem Raub. Geld wechselt man nur bei offiziellen Stellen, Bankautomaten nutzt man in Bankfilialen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem, bargeldlos zu zahlen und nur nötiges Bargeld mitzunehmen. Notruf ist 112 mit englisch- und deutschsprachiger Betreuung. Für die aktuelle Lage gelten EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA.
Quellen: EDA · Auswärtiges Amt
Wie kommt man nach Budapest und innerhalb der Stadt?
Der Flughafen Budapest Ferenc Liszt (BUD) liegt 16 km südöstlich der Innenstadt und hat die Terminals 2A und 2B; er ist Firmensitz von Wizz Air und Basis von Ryanair und fertigte 2024 17.6 Millionen Passagiere ab. Der Zug in die Stadt braucht rund 20 Minuten, die Buslinie 200E zur Metro M3 rund 23 bis 25 Minuten.
Flughafen und Bahnhöfe
Vom Flughafen führen Bahn, Bus und Taxi in die Stadt. Die Linie 200E ist rund um die Uhr unterwegs, endet tagsüber an der Metrostation Kőbánya-Kispest (M3) und nachts am Bahnhof Határ út; sie braucht keinen Aufpreis. Daneben gibt es einen BKK-Airport-Shuttlebus mit eigenem Einzelticket (2’500 HUF, Stand Oktober 2026). Als offizieller Taxipartner arbeitet Főtaxi an beiden Terminals.
Wichtige Ankunftsflughäfen im Europaverkehr sind Istanbul, London-Stansted und Frankfurt; als Hauptstrecken nennt Wikipedia diese drei. Für Langstreckenverbindungen und Umsteigeverbindungen über europäische und nahöstliche Drehkreuze nutzt man die Fluglinien-Fahrpläne; ein belegbares Nonstop-Angebot aus Nordamerika oder Lateinamerika wurde nicht geprüft.
Mit der Bahn erreicht man Budapest über drei Kopfbahnhöfe: Keleti (Osten, eröffnet 1884, mit Zügen nach Wien und München), Nyugati (Westen) und Déli (Süden). Die Metrolinien M2 und M4 treffen sich am Keleti-Bahnhof.
Metro, Tram, Bus
Das Metronetz umfasst vier Linien: M1 (gelb, 1896, 4.4 km, die älteste elektrische U-Bahn des europäischen Festlands), M2 (rot, 1970), M3 (blau, 1976, rund 16 km) und M4 (grün, 2014, fahrerlos). Die drei älteren Linien treffen sich am Deák Ferenc tér, M4 trifft M3 am Kálvin tér. Insgesamt hat das System 52 Stationen.
| Ticket | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Einzelfahrschein | 500 | 80 Minuten gültig, eine Fahrt auf einem Strassenfahrzeug; Kauf im Fahrzeug 700 |
| Zehnerblock | 4’500 | Einzelfahrscheine |
| 24-Stunden-Karte | 2’750 | unbegrenzt in der Stadt |
| 72-Stunden-Karte | 5’750 | unbegrenzt in der Stadt |
| Airport-Shuttle | 2’500 | eigenes Einzelticket |
| Fähre | 200 | Standard |
Für Nachtlinien gilt eine Gültigkeit von 120 Minuten statt 80 Minuten. Der Tarif wurde zum 1. Juni 2025 geändert. Die BudapestGO-App dient dem Ticketkauf. Die Budapest Card, laut BKK-Preisseite seit 1. Mai 2026 neu aufgesetzt, kostet zwischen 17’990 HUF (24 Stunden) und 39’990 HUF (72 Stunden Plus) und enthält Attraktionen und Museen.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · BKK Centre for Budapest Transport · BKK Centre for Budapest Transport · Wikipedia · Wikipedia
Was kostet Budapest und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Forint (HUF). Typische Fixpreise sind 500 HUF für den Einzelfahrschein und je nach Wochentag 13’200 bis 15’800 HUF für den Tageseintritt ins Széchenyi-Bad (Stand Oktober 2026). Karten werden fast überall akzeptiert, Bargeld braucht es vor allem auf Märkten.
Die Preise für Bäder, Verkehr und Eintritte sind in den jeweiligen Abschnitten genannt. Die Landesseite Ungarn erklärt Geldautomaten, dynamische Währungsumrechnung und Trinkgeld. Das Auswärtige Amt empfiehlt bargeldlose Zahlung und kleine Bargeldbestände; das EDA rät, Geld nur bei offiziellen Wechselstellen zu tauschen.
Ein günstiger Posten sind die Verkehrsmittel: Wer mehrere Fahrten am Tag plant, rechnet 24-Stunden-Karte (2’750 HUF) gegen Zehnerblock (4’500 HUF) durch. Teuer sind Nachtlokale mit unklaren Preisen; die Rechnung vor dem Bestellen klären.
Quellen: BKK Centre for Budapest Transport · Széchenyi Thermal Bath · Auswärtiges Amt · EDA
Wo übernachtet man in Budapest am besten?
Für kurze Aufenthalte bieten sich Innenstadt (V. Bezirk) und Jüdisches Viertel (VII. Bezirk) an, weil Sehenswürdigkeiten, Metro und Restaurants zu Fuss erreichbar sind. Ruhiger schläft man in Buda am Fuss des Burgbergs oder am Gellértberg.
Die Wahl hängt vom Programm ab: Wer abends in die Ruinenkneipen im VII. Bezirk will, schläft in der Nähe, nimmt aber Lärm in Kauf. Wer Ruhe sucht, wählt Buda oder die Margareteninsel, wo zwei Hotels stehen. In der Nähe von Bahnhöfen (Keleti, Nyugati) ist die Anbindung gut, die Umgebung aber unruhiger; das EDA weist auf Diebstähle an Bahnhöfen hin.
Wer das Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen besuchen will, wohnt an der Linie M1 günstig, die das Wäldchen mit der Innenstadt verbindet.
Was isst man in Budapest?
Typisch sind Gulyásleves, Pörkölt, Paprikás, Lángos und Halászlé; als Dessert gelten Dobostorte und Kürtőskalács, dazu Tokajer, Pálinka oder Unicum. Einen guten Überblick bieten die Zentrale Markthalle und die Lokale rund um die Innenstadt.
- Gulyásleves: Suppe mit Rindfleisch und Paprika, ursprünglich von Rinderhirten im Kessel (Bogrács) gekocht.
- Pörkölt und Paprikás: Schmorgerichte mit Zwiebeln und Paprika, Paprikás mit sämiger Sauce; dazu Nockerl (Nokedli).
- Lángos: frittiertes Fladenbrot mit Knoblauch, Sauerrahm und Käse, das bekannteste Strassenessen.
- Halászlé: scharfe Fischsuppe mit Süsswasserfisch.
- Túrós csusza: Eiernudeln mit Quark, herzhaft mit Speck oder süss.
- Dobostorte: Biskuitschichten mit Schokoladencreme und Karamelldecke.
Ein vegetarisches Gericht ist Főzelék, ein dickflüssiges Gemüsegericht auf Basis von Kohl, Kartoffeln, Bohnen oder Linsen. Auf der Speisekarte steht oft eine Portionsgrösse; Trinkgeld und Servicegebühr siehe Ungarn.
Quellen: Wikipedia
Welche Rolle spielen Geschichte und Bäderkultur in Budapest?
Die Stadt ist geprägt von der römischen und osmanischen Vergangenheit, vom Aufschwung nach der Vereinigung 1873 und der Millenniumsfeier 1896, und von ihrer Bäderkultur. Weltweit nur drei Hauptstädte haben Thermalquellen; Budapest hat rund 125 Quellen mit Wasser bis 58 °C.
Die Osmanen (1541 bis 1686) brachten die Badetradition, die im Rudas-Bad mit seiner Kuppel noch sichtbar ist. Die Stadt verstand sich in den 1930er-Jahren offiziell als «Stadt der Bäder». Daneben stehen Musikgeschichte (Liszt-Akademie), das Jüdische Viertel und die Schichten des 20. Jahrhunderts, die das Haus des Terrors an der Andrássy-Allee dokumentiert.
Das Denkmalensemble gehört seit 1987 zum Welterbe; 2002 kamen die Andrássy-Allee und die Metrolinie M1 hinzu.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Rudas Thermal Bath
Was kann man in Budapest unternehmen?
Zu den Höhepunkten zählen ein Bad im Széchenyi, ein Spaziergang im Burgviertel, die Besichtigung des Parlaments und ein Abend im Jüdischen Viertel. Ein Tagesausflug nach Szentendre ist mit der Vorortbahn ab Batthyány tér möglich.
Thermalbäder
Das Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen wurde am 16. Juni 1913 eröffnet und gilt als grösstes Heilbad Europas. Zwei Thermalquellen mit 74 und 77 °C speisen es, die tiefere liegt in 1’256 m Tiefe. Nach der Erweiterung von 1927 hat die Anlage drei Aussen- und fünfzehn Innenbecken; die Aussenbecken sind 27 bis 38 °C warm. Der Zugang erfolgt mit der Millenniumsbahn (M1) oder dem Trolleybus 72.
| Zeit | Tagesticket | Fast Track |
|---|---|---|
| Montag bis Donnerstag | 13’200 | 15’200 |
| Freitag und Wochenende | 14’800 | 16’800 |
| Hochsaison und Feiertage | 15’800 | 17’800 |
| Frühtarif bis 9 Uhr (Mo–Do) | 10’500 | – |
Die Öffnungszeiten lauten Montag bis Donnerstag 7 bis 20 Uhr, Freitag 7 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 20 Uhr; sie können abweichen. Tickets sind online erhältlich. Handtuch und Bademantel kosten extra, ein Verleih von Badebekleidung wird nach Angabe des Betreibers nicht angeboten.
Das Rudas-Bad liegt am Döbrentei tér in Buda; die osmanische Bäder-Kuppel stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Bad ist erst ab 14 Jahren zugänglich. Das türkische Bad ist dienstags nur für Frauen und mittwochs nur für Männer zugänglich. Es gibt eine Dachterrasse; Nachtbaden-Tickets gibt es nur online. Es ist nicht barrierefrei.
Das Gellért-Bad wurde 1918 eröffnet und besticht durch Jugendstil, Glasdach und Wellenbecken. Seit Januar 2013 sind alle Becken gemischt. Das Bad wird saniert; Öffnung und Zugang nennt der Betreiber, vor der Planung prüfen.
Weitere Erlebnisse
- Stadtspaziergang Buda: Fischerbastei, Matthiaskirche, Burgpalast.
- Donau: Schifffahrt entlang von Parlament und Burg, Fähren kosten im BKK-Tarif 200 HUF.
- Margareteninsel: Radfahren, Laufen, Musikbrunnen.
- Ruinenkneipen: abends im VII. Bezirk.
- Markthalle: Paprika, Wurst und Mittagessen.
Ausflüge in die Donauschleife
Die Donauschleife nördlich der Stadt liegt bei Visegrád, am rechten Ufer finden sich Visegrád, Szentendre und Budapest, am linken Vác, Nagymaros und Szob. Szentendre erreicht man mit der Vorortbahn HÉV Linie 5 ab Batthyány tér, die seit 1888 fährt. Die Stadt hat seit 1929 eine Künstlerkolonie, serbische Einflüsse seit 1690 und das Freilichtmuseum Skanzen (seit 1967).
Quellen: Széchenyi Thermal Bath · Széchenyi Thermal Bath · Wikipedia · Rudas Thermal Bath · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · BKK Centre for Budapest Transport
Wie reist man in Budapest nachhaltig?
Das Stadtzentrum lässt sich zu Fuss und mit Metro und Tram erschliessen, die Margareteninsel ist autofrei. Anreise per Bahn ist über die Kopfbahnhöfe Keleti, Nyugati und Déli möglich.
Nachhaltig reist, wer Wege zu Fuss oder mit dem Tram erledigt und auf die Margareteninsel mit Fahrrad oder zu Fuss geht. Vom Flughafen fährt eine Bahn in rund 20 Minuten in die Stadt. Wer kleine Läden und die Markthalle nutzt, unterstützt lokale Anbieter. In den Bädern lohnt es sich, eigene Handtücher mitzubringen; Verleih kostet extra.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Széchenyi Thermal Bath
Wie lässt sich Budapest kombinieren?
Budapest passt gut zu Wien, zum Balaton und zu Tokaj und Eger. Der Bahnhof Keleti hat Verbindungen nach Wien und München; Ausflüge in die Donauschleife brauchen einen halben Tag.
Mit der Bahn verbindet man Budapest ab Keleti mit Wien; die Fahrzeit wurde hier nicht belegt, die Betreiber nennen sie. Im Land selbst bieten sich der Balaton im Sommer und Tokaj und Eger für Wein und Wandern an. Eine Rundreise durch Ungarn ist auf der Seite zu Ungarn beschrieben.
Für wen eignet sich Budapest und für wen weniger?
Budapest eignet sich für Städtereisende, Badeliebhaber, Architekturinteressierte und Genussreisende. Weniger geeignet ist die Stadt für alle, die vor allem Natur, Strand oder Ruhe suchen, sowie für Reisende mit eingeschränkter Mobilität in Buda und manchen Bädern.
Gut passt Budapest für ein verlängertes Wochenende mit Kultur, Bad und Essen, für Paare, Gruppen und Familien mit Kindern, die Thermalbäder und Inseln mögen. Weniger passt es, wenn Hitze im Hochsommer ein Problem ist oder wer abends Ruhe will und im VII. Bezirk wohnt. Das Rudas-Bad ist nicht barrierefrei und erst ab 14 Jahren zugänglich; in Buda sind steile Strassen zu beachten.