Was bietet Krakau und wie viel Zeit braucht die Stadt?
Krakau ist mit 816’614 Einwohnern (2025) die zweitgrösste Stadt Polens. Die Altstadt rund um den Hauptmarkt ist seit 1978 UNESCO-Welterbe, dazu kommen das Viertel Kazimierz, der Wawel und zwei Tagesausflüge von Rang: Auschwitz-Birkenau und das Salzbergwerk Wieliczka. Drei Nächte reichen für die Stadt, mit beiden Ausflügen sind vier bis fünf sinnvoll.
Krakau ist keine Stadt der grossen Entfernungen. Altstadt, Wawel und Kazimierz liegen so nah beieinander, dass man sie zu Fuss erschliesst; Strassenbahn und Bus brauchen vor allem Ausflüge nach Nowa Huta, Podgórze oder zum Flughafen. Das macht die Stadt zu einem klassischen Ziel für ein verlängertes Wochenende, hält aber auch eine Woche gut aus, wenn man Ausflüge einplant.
Die Stadt verbindet drei Dinge, die sich selten an einem Ort treffen: eine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Anlage, eine lebendige Universitätsstadt (die Jagiellonen-Universität wurde 1364 gegründet) und die Nähe zu Orten, an denen sich europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts erschliesst. Wer all das in zwei Tagen abhaken will, verliert den Charakter der Stadt.
Allgemeine Einreise, Währung und Notrufe stehen auf der Landesseite Polen. Diese Seite behandelt, was nur für Krakau gilt: Wege, Tickets, Reservierungspflichten, Ausflüge und die Lage der Viertel.
Quellen: Wikipedia (en)
Wie ist Krakau geprägt?
Krakau liegt an der Weichsel (Wisła) und war über Jahrhunderte Sitz polnischer Monarchen; auf dem Wawel wurden Herrscher gekrönt und bestattet. Im Gegensatz zu vielen anderen polnischen Grossstädten blieb die Altstadt erhalten, was ihr den Ruf der Stadt mit dem geschlossensten historischen Kern des Landes einträgt.
Der Hauptmarkt (Rynek Główny) wurde 1257 nach dem Mongoleneinfall neu angelegt und misst laut Wikipedia 3.79 ha. Um die Altstadt zieht sich der Grüngürtel Planty, der an die Stelle der mittelalterlichen Befestigung trat. Von dieser Anlage steht noch die Barbakane von rund 1498, einer von nur drei erhaltenen Vorwerken dieser Art in Europa.
Neben dem mittelalterlichen Zentrum prägen zwei weitere Schichten die Stadt. Kazimierz, 1335 von König Kasimir III. gegründet, war lange ein eigenständiger Ort und ein geistiges Zentrum des polnischen Judentums. Nowa Huta, 1949 als sozialistische Planstadt am östlichen Rand angelegt, zeigt das Gegenstück: eine Stadt, die für Arbeiter des Stahlwerks entworfen wurde und heute gut 200’000 Einwohner hat.
Das Klima ist kontinental: kalte Winter, warme Sommer. Die Klimadaten stehen im Abschnitt Reisezeit.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wozu gehört Krakau verwaltungsmässig?
Krakau ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen (Małopolskie) im Süden von Polen. Die Stadt hat keinen Sonderstatus; für Einreise, Währung und Regeln gilt das Landesrecht, das auf der Landesseite beschrieben ist.
Die Woiwodschaft reicht bis an die Tatra; Wieliczka liegt direkt bei Krakau, Zakopane am Fuss der Tatra. Die Gedenkstätte Auschwitz bei Oświęcim ist von Krakau aus als Tagesausflug erreichbar. Allgemeines zum Land steht unter Polen.
Quellen: Wikipedia (en)
Welche Viertel und Orte gehören zu Krakau?
Das Zentrum bilden die Altstadt mit dem Hauptmarkt, der Wawel im Süden und Kazimierz südöstlich davon. Jenseits der Weichsel liegt Podgórze mit der Schindler-Fabrik, im Osten die Planstadt Nowa Huta. Die Altstadt ist zu Fuss in einem Tag erfasst, für die äusseren Viertel nimmt man die Strassenbahn.
Altstadt und Hauptmarkt
Der Hauptmarkt gilt als einer der grössten mittelalterlichen Plätze Europas. In der Mitte steht die Renaissance-Tuchhalle (Sukiennice), daneben der freistehende Rathausturm und die Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert. Von deren Turm erklingt stündlich das Trompetensignal Hejnał. Das Mickiewicz-Denkmal von 1898 dient Einheimischen als Treffpunkt.
Vom Marktplatz gehen schachbrettartig die Gassen der Altstadt ab. Am nördlichen Ende, am Florianstor, steht die Barbakane, ein runder Backsteinbau mit Innenhof von 24.4 m Durchmesser und sieben Türmchen; sie gehört zum Historischen Museum der Stadt.
Wawel
Der Burghügel über der Weichsel trägt das Königsschloss und die Kathedrale. Laut Wikipedia zählte der Wawel 2025 über 3.47 Millionen Besucher und ist damit das meistbesuchte Kunstmuseum Polens. Die Kathedrale war Krönungs- und Begräbnisstätte der Monarchen, später auch von Nationalhelden. Zum Rundgang gehört die Drachenhöhle (Smocza Jama) mit der Statue des Wawel-Drachen, einer Figur der Stadtlegende.
Die Tickets für die Ausstellungen werden online über das Portal des Schlosses verkauft (bileti.wawel.krakow.pl). Preise und Öffnungstage wechseln und müssen auf der Schlossseite geprüft werden; sie sind hier nicht aufgeführt.
Kazimierz
Das Viertel entstand 1335 als eigene Stadt. 1495 wurden die Juden Krakaus hier angesiedelt, und der Ort wurde zum geistigen Zentrum des polnischen Judentums. Zu den erhaltenen Synagogen gehören die Alte Synagoge und die Remuh-Synagoge, die bis heute genutzt wird. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bewohner 1941 ins Getto von Podgórze umgesiedelt.
Heute ist Kazimierz Ausgehviertel mit Cafés, Bars und dem runden Markt Plac Nowy. Das Jüdische Kulturfestival findet laut Wikipedia seit 1988 jährlich statt. Der Film «Schindlers Liste» (1993) wurde grossenteils hier gedreht.
Podgórze und die Schindler-Fabrik
Auf der anderen Weichselseite, in Zabłocie, steht die ehemalige Emailwarenfabrik von Oskar Schindler (ul. Lipowa 4). Das Museum zeigt die Ausstellung «Krakau. Die Besatzungszeit 1939–1945» und gehört zum Historischen Museum der Stadt. Die Fabrik war zuvor ein jüdisches Unternehmen und wurde im November 1939 von Schindler übernommen; dort arbeiteten 1944 rund 1’100 Menschen.
Nowa Huta
Nowa Huta ist der östlichste Stadtteil. Die Anlage von 1949 mit der Zentralen Platzanlage und den monumentalen Wohnblöcken folgt dem sozialistischen Realismus. Die Kirche Arka Pana wurde 1977 fertig, nach Jahren des Ringens um einen Kirchenbau; Bischof Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., unterstützte die Bewohner dabei. Wer die Stadt auch von ihrer kommunistischen Seite sehen will, plant einen halben Tag ein.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Zamek Królewski na Wawelu · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wann ist die beste Reisezeit für Krakau?
Krakau hat ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Für Stadtbesuch und Ausflüge eignen sich Frühling und Frühherbst am besten; im Winter schränken Kälte und schlechte Luftqualität den Aufenthalt ein, der Sommer bringt die meisten Besucher.
Klima in Krakau: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Niederschlag je Monat.
| Krakau | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 2 | 5 | 10 | 15 | 20 | 24 | 26 | 26 | 20 | 15 | 9 | 4 |
| Tiefstwert °C | -5 | -3 | -1 | 3 | 8 | 13 | 14 | 14 | 9 | 4 | 1 | -3 |
| Niederschlag mm | 46 | 43 | 48 | 53 | 99 | 96 | 106 | 76 | 74 | 58 | 46 | 41 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BALICE (12 km, 241 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Das Muster: Die Winter sind frostig, die Sommer warm bis heiss und gewittrig. Frühling und Herbst sind mild und gut zum Gehen. Laut dem BMEIA überschreitet die Luftbelastung im Süden Polens im Winter häufig die EU-Grenzwerte, was für Krakau mit seiner Beckenlage relevant ist; Menschen mit Atemwegsleiden sollten das einkalkulieren.
Im Sommer sind Altstadt und Wawel am vollsten, Tickets für Wawel-Ausstellungen und die Gedenkstätte Auschwitz sind früher vergriffen. Wer in dieser Zeit reist, bucht die Eintritte lange im Voraus. Im Winter öffnet Auschwitz kürzer (siehe unten) und die Tage sind kurz.
Jährlich wiederkehrende Anlässe wie das Jüdische Kulturfestival in Kazimierz prägen einzelne Wochen; für die Planung die Daten bei den Veranstaltern prüfen.
Quellen: BMEIA · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was brauche ich für die Einreise nach Krakau?
Für Schweizer, Deutsche und Österreicher genügen Reisepass oder Personalausweis; ein Visum ist für Österreicher nicht nötig. Für Krakau gelten keine eigenen Einreiseregeln. Massgeblich sind die amtlichen Stellen: BMEIA, EDA und Auswärtiges Amt.
Das BMEIA nennt für Österreicher einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, gültig für die Dauer des Aufenthalts. Minderjährige brauchen bei Reisen ohne Eltern eine Einverständniserklärung. Die allgemeinen Regeln für Staatsangehörige aus der Schweiz, Deutschland und Österreich und die Schengen-Grenze stehen auf der Landesseite Polen.
Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; Auskunft geben die polnische Botschaft oder die Grenzbehörde. Wer von Auschwitz oder Wieliczka aus zurückfährt, überquert keine Grenze.
Welche Gesundheitsrisiken gibt es in Krakau?
Der Stadtbesuch bringt kaum besondere Risiken; relevant sind Zecken bei Ausflügen in Wälder und Berge sowie die Luftqualität im Winter. healthytravel.ch empfiehlt bei Aktivitäten im Freien in Endemiegebieten die FSME-Impfung und verlangt, die Routineimpfungen aktuell zu halten.
Laut healthytravel.ch gehören zu den Routineimpfungen Polio, Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten und Masern-Mumps-Röteln. Hepatitis A wird für Reisen in abgelegene ländliche Gebiete mit schlechten Hygienebedingungen empfohlen. Zecken übertragen FSME und Borreliose; nach Aufenthalten im Freien den Körper absuchen. Wer in der Tatra oder im Umland wandert, klärt die Impfung vor der Reise bei einer Reisemedizinerin oder einem Reisemediziner ab.
Das BMEIA schreibt, die medizinische Versorgung entspreche nicht österreichischem Standard, Apotheken seien aber gut sortiert. Eine Reisekrankenversicherung wird empfohlen; Notruf ist die 112. Zur Europäischen Krankenversicherungskarte siehe die Landesseite.
Quellen: healthytravel.ch · BMEIA
Wie sicher ist Krakau für Reisende?
Das BMEIA warnt für Warschau und Krakau vor Taxifahrten; die aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen. Taschendiebstahl kommt in Grossstädten und im öffentlichen Verkehr vor, in Bars und Clubs wurden K.-o.-Tropfen und Kartenbetrug gemeldet.
Das sind strukturelle Risiken, die an vielen Orten gelten: Wertsachen am Körper tragen, Taxis über eine App oder einen Standplatz nehmen, Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen. Zudem ist das Trinken von Alkohol an öffentlichen Orten verboten, und das Fotografieren militärischer Anlagen ist untersagt.
Für die aktuelle Lage verweisen wir auf EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA; die Seite übernimmt keine Warnungen im Wortlaut. Notrufe: 112 allgemein, 997 Polizei, 998 Feuerwehr, 999 Rettung.
Wie komme ich nach Krakau und wie bewege ich mich in der Stadt?
Ankunftsflughafen ist Kraków John Paul II International (KRK) in Balice, 11 km westlich des Zentrums; 2025 zählte er 13.2 Millionen Fluggäste. Die Vorortbahn SKA1 braucht rund 17 Minuten zum Hauptbahnhof Kraków Główny, zusätzlich fahren Busse Tag und Nacht. Der Bahnhof liegt direkt an der Altstadt.
Am Flughafen landen unter anderem Ryanair, Wizz Air, LOT, easyJet und weitere europäische Gesellschaften. Zweitwichtigster Flughafen des Landes nach Warschau; wer lieber über Warschau (WAW) anreist, erreicht Krakau per Zug (Verbindungen im PKP-Fahrplan prüfen).
| Strecke | Verkehrsmittel | Zeit oder Hinweis |
|---|---|---|
| Flughafen KRK – Hauptbahnhof | Vorortbahn SKA1 | rund 17 min (Wikipedia) |
| Flughafen KRK – Hauptbahnhof | Bus, Tag und Nacht | nach Fahrplan; Linien bei MPK prüfen |
| Hauptbahnhof – Altstadt | zu Fuss | angrenzend an das Zentrum |
| Krakau – Zakopane | Bahn oder Strasse | rund 100 km |
| Krakau – Auschwitz | Bahn, Bus, Auto | rund 50–60 km (Quellen verschieden) |
| Krakau – Wieliczka | Bahn, Bus | nahe an Krakau, Vorort |
Der Hauptbahnhof Kraków Główny wurde 1847 eröffnet; 2014 kam ein unterirdischer Ausbau mit neuer Schalterhalle dazu. Laut Wikipedia verkehren dort EuroCity-Züge, Express Intercity Premium und Regionalzüge, auch nach Berlin, Wien und Prag. Neben dem Bahnhof liegt die Galeria Krakowska.
Im Stadtverkehr betreibt MPK Strassenbahnen und Busse. Die aktuellen Preise stehen im Bereich «Bilety KMK» auf mpk.krakow.pl und werden hier nicht genannt, weil sie wechseln. Die Altstadt selbst erschliesst man zu Fuss.
Die Gedenkstätte Auschwitz liegt gut 2 km vom Bahnhof Oświęcim entfernt. Zakopane, rund 100 km südlich, ist per Bahn und Strasse erreichbar; die Bahnlinie dorthin besteht seit 1899.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · MPK Kraków · Wikipedia (en) · Auschwitz-Birkenau State Museum · Wikipedia (en)
Wie bezahle ich in Krakau, und was kostet es?
In Polen gilt der Złoty (PLN), nicht der Euro. Preise werden hier nur genannt, wo eine geöffnete Quelle sie nennt; Eintritte wie Wawel, Wieliczka oder Verkehrstickets ändern sich und sind auf den Seiten der Betreiber zu prüfen.
Die Landesseite Polen beschreibt Währung und Zahlungsmittel. Für Krakau gilt: Der Eintritt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist kostenlos, die Eintrittskarte muss jedoch vorab online reserviert werden. Ein Guide kostet extra; Preise stehen im Besuchsportal.
Für Wawel, Salzbergwerk und Schindler-Fabrik gibt es Online-Tickets mit Zeitfenster. Wer in der Hochsaison kommt, bucht vorab; Preise «Stand Oktober 2026» sind bei den Betreibern abzufragen.
Eine Umrechnung in eine Heimatwährung nehmen wir nicht vor.
Quellen: Auschwitz-Birkenau State Museum · Zamek Królewski na Wawelu · Kopalnia Soli Wieliczka · MPK Kraków
In welchem Viertel von Krakau übernachtet man am besten?
Die Altstadt liegt mitten im Geschehen und ist laut, Kazimierz bietet Cafés und Bars mit etwas mehr Alltag, Bahnhofsnähe spart Wege bei Ausflügen. Ein Zimmer ausserhalb der Altstadt mit Strassenbahnanschluss ist ruhiger und meist günstiger.
Wer ohne Auto reist, übernachtet am besten zu Fuss erreichbar von Hauptbahnhof und Altstadt. Für Auschwitz-Ausflüge am frühen Morgen spielt die Nähe zum Bahnhof oder Busbahnhof eine Rolle. In Podgórze und in Nowa Huta liegen die Unterkünfte abseits der Hauptwege.
Im Sommer und rund um Festivals sind Zimmer in Kazimierz und der Altstadt früh ausgebucht.
Was isst man in Krakau?
Typisch sind der Obwarzanek (Brezelring mit geschützter Herkunft), die Zapiekanka vom Plac Nowy und polnische Küche wie Pierogi und Żurek in Milchbars und Gasthäusern. Der Obwarzanek krakowski trägt eine EU-Herkunftsbezeichnung.
Der Obwarzanek ist ein geflochtener, gekochter und dann gebackener Ring, mit Salz, Sesam oder Mohn bestreut. Rund 170 bis 180 Verkaufswagen stehen in der Stadt; täglich werden fast 150’000 Stück verkauft. Die ersten Belege stammen aus den Hofrechnungen von Königin Jadwiga von 1394.
Die Zapiekanka ist ein überbackenes halbes Baguette mit Champignons, Käse und Ketchup, in Polen seit den 1970er-Jahren verbreitet. Einige Stände am Plac Nowy in Kazimierz haben Kultstatus. Wer es leichter möchte, sucht ein Restaurant in den Seitengassen der Altstadt, nicht am Hauptmarkt.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Welche Geschichte und Kultur prägen Krakau?
Krakau war Residenz und Krönungsstätte der polnischen Könige, Universitätsstadt seit 1364 und Mittelpunkt des jüdischen Lebens in Kazimierz. Die Altstadt wurde 1978 als eine der ersten Stätten der Welt ins Welterbe aufgenommen.
Der Wawel ist das Symbol der polnischen Staatlichkeit. Im Dom liegen Könige und Nationalhelden, darunter Józef Poniatowski. Die Schlossanlage zeigt fast alle europäischen Bauformen von Mittelalter bis Barock, und die Sammlung umfasst rund 350 Wandteppiche sowie osmanische Zelte.
Das 20. Jahrhundert hat die Stadt unterschiedlich geprägt: die deutsche Besatzung ab 1939 und die Vernichtung der jüdischen Gemeinde, danach die kommunistische Zeit mit der Planstadt Nowa Huta. Das macht Krakau zu einem Ort, an dem Geschichte nicht nur Kulisse ist.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was kann man in Krakau unternehmen?
Zum Programm gehören Altstadt und Wawel, Kazimierz und die Schindler-Fabrik sowie zwei Tagesausflüge: die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und das Salzbergwerk Wieliczka. Ein dritter Ausflug führt nach Zakopane am Fuss der Tatra.
Auschwitz-Birkenau besuchen
Das Museum Auschwitz-Birkenau wurde 1947 gegründet; die UNESCO nahm die Stätte 1979 ins Welterbe auf. Zwischen 1940 und 1945 wurden rund 1.3 Millionen Menschen nach Auschwitz deportiert, mindestens 1.1 Millionen wurden ermordet, darunter 960’000 Juden. Der Besuch ist ein Gedenken, kein Ausflugsziel im üblichen Sinn; Kleidung und Verhalten sollen dem Ort angemessen sein.
Der Eintritt ist kostenlos, aber Eintrittskarten mit Namen müssen online über visit.auschwitz.org reserviert werden, vor Ort gibt es keine. Das Museum nennt Reservierungen mindestens 7 Tage im Voraus oder bis die Plätze ausgeschöpft sind; Guides sollen mindestens zwei Monate vorher gebucht werden. Die offizielle Seite ist die einzige legitime Quelle für Tickets.
- Alter: Der Besuch wird für Kinder unter 14 Jahren nicht empfohlen.
- Gepäck: Rucksack oder Tasche höchstens 35 × 25 × 15 cm; grössere Stücke bleiben im Fahrzeug.
- Dauer: Standardführungen 2.5 bis 3.5 Stunden für Auschwitz I und Birkenau; Studienrundgänge ein bis zwei Tage.
- Öffnungszeiten: saisonal, im Dezember 7:30–14:00, im Sommer (Juni bis August) 7:30–19:00 Uhr; geschlossen am 1. Januar, 25. Dezember und Ostersonntag.
- Lage: bei Oświęcim, rund 2 km vom Bahnhof; von Krakau je nach Quelle rund 50 bis 60 km.
Wer sich den Besuch nicht zumutet, kann Online-Rundgänge des Museums buchen. Für das Gespräch mit Kindern empfiehlt sich Vorbereitung; die Gedenkstätte bietet Bildungsangebote.
Salzbergwerk Wieliczka
Das Bergwerk bei Krakau förderte vom 13. Jahrhundert bis 1996 Salz und wurde 1978 Welterbe. Es reicht 327 m in die Tiefe, die Gänge erstrecken sich über mehr als 287 km. Die Touristenroute misst 3.5 km und dauert rund 1.5 Stunden. Zu sehen sind Kapellen wie die Kinga-Kapelle, ein unterirdischer See, Skulpturen aus Salz und historische Bergbautechnik. Jährlich kommen rund 1.2 Millionen Besucher.
Die Betreiber bieten Touren in sieben Sprachen, darunter Deutsch, und eine Bergmannsroute. Preise und Slots stehen auf der Seite des Bergwerks.
Zakopane und die Tatra
Zakopane liegt rund 100 km südlich von Krakau am Fuss der Tatra. Die Bahn dorthin besteht seit 1899; die Seilbahn auf den Kasprowy Wierch wurde 1936 eröffnet. Winterhochsaison ist rund um Weihnachten und im Februar. Vertiefung steht auf der Seite Hohe Tatra.
Quellen: Wikipedia (en) · Auschwitz-Birkenau State Museum · Auschwitz-Birkenau State Museum · Wikipedia (en) · Kopalnia Soli Wieliczka · Wikipedia (en)
Wie reist man in Krakau nachhaltiger?
Die Altstadt ist zu Fuss erschlossen, Strassenbahnen und Vorortbahn verbinden Flughafen und Viertel. Die Bahn eignet sich für Ausflüge nach Wieliczka und Oświęcim; wer sie nutzt, erspart sich Auto und Parkplatzsuche im Zentrum.
Im Winter belastet die Luftqualität die Stadt; BMEIA weist darauf hin. Wer im Sommer reist, meidet die Mittagshitze und besucht stark besuchte Orte früh oder spät. Gedenkstätten besucht man respektvoll und ohne Selfie-Posen.
Quellen: BMEIA
Wie lässt sich Krakau mit anderen Reisezielen verbinden?
Krakau passt in eine Polenrundreise mit Warschau und Danzig, in eine Reise in die Tatra oder in eine Städtetour durch Mitteleuropa. Der Hauptbahnhof hat laut Wikipedia Verbindungen nach Berlin, Wien und Prag.
Zur Rundreise gehören Warschau und Danzig; die Reihenfolge richtet sich nach dem Flughafen. Für Berge und Wandern ist Hohe Tatra die Fortsetzung, mit Zakopane als Basis.
Ein klassischer Ablauf: zwei bis drei Nächte in Krakau, ein Tag Auschwitz oder Wieliczka, dann weiter nach Zakopane oder zurück in die Hauptstadt. Wer mehr Zeit hat, ergänzt das Land um die Ostsee. Mehr zum Land auf Polen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Für wen eignet sich Krakau, für wen weniger?
Krakau eignet sich für Städtereisende, Geschichtsinteressierte und alle, die Altstadt, Kultur und Ausflüge verbinden wollen. Weniger passend ist es für Reisende, die Strand, Wildnis oder Ruhe suchen, und für Kinder unter 14 gilt bei Auschwitz die Empfehlung der Gedenkstätte.
Es passt zu Paaren und Gruppen, die zu Fuss gehen, und zu Familien mit älteren Kindern. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind Kopfsteinpflaster und die Anstiege am Wawel eine Hürde.
Wer nur einen Tag hat, sollte Altstadt, Wawel und Kazimierz wählen und die Ausflüge auf einen späteren Besuch verschieben. Krakau lohnt sich im Frühling, Herbst und zur Weihnachtszeit; im Winter schwächt die Luft den Reiz.