Was erwartet Reisende im Nordwesten Argentiniens?
Der Nordwesten verbindet Salta auf 1’187 m, die Weinorte der Valles Calchaquíes und die 155 km lange Quebrada de Humahuaca in Jujuy, die bis auf rund 3’000 m ansteigt. Das Tal ist seit 2003 UNESCO-Welterbe; Cafayate liegt 192 km von Salta, die Salinas Grandes auf rund 3’450 m.
Die Region ist ein Hochland aus Farben: rote und ockerfarbene Felswände, Kardonkakteen, Salzflächen, Lehmdörfer und Rebberge, die zu den höchsten der Welt gehören. Anders als im Süden des Landes sind hier die Andentraditionen noch spürbar, von den Webwaren auf den Märkten bis zu den Festen für die Pachamama.
Der Nordwesten besteht aus zwei Hälften, die man getrennt planen sollte: ein Südteil um Salta mit Cafayate, Cachi und dem Tren a las Nubes, ein Nordteil in Jujuy mit Purmamarca, Tilcara und Humahuaca. Dazwischen liegen rund zwei Stunden Busfahrt. Wer beides sehen will, rechnet mit mindestens einer Woche.
Diese Seite vertieft den Abschnitt auf der Landesseite Argentinien mit Fahrzeiten, Höhen, Eintritten und Praxis. Einreise, Geld und Gesundheit für das ganze Land stehen dort.
Quellen: Wikipedia · Visit Salta · Wikipedia (de) · Wikipedia
Wie ist der Nordwesten aufgebaut?
Der Nordwesten gliedert sich in drei Stockwerke: das Becken von Salta auf 1’187 m, die Täler der Valles Calchaquíes und der Quebrada de Humahuaca zwischen rund 1’300 und 3’000 m und das Hochland der Puna mit Salzflächen auf rund 3’450 m. Jede Stufe hat eigenes Klima, eigene Vegetation und eigene Dörfer.
Salta ist mit 627’704 Einwohnern (Zensus 2022) die grösste Stadt und wurde am 16. April 1582 von Hernando de Lerma gegründet. Nach Süden führen die Ruta Nacional 68 durch die Quebrada de las Conchas nach Cafayate und die Provinzstrasse 33 über die Cuesta del Obispo nach Cachi. Nach Norden liegt Jujuy, dessen Hauptstadt San Salvador de Jujuy auf 1’259 m den Beginn der Quebrada markiert.
Die Quebrada de Humahuaca ist laut Wikipedia rund 155 km lang und war unter den Inka ein Teil des Qhapaq Ñan; in der Kolonialzeit verband sie das Vizekönigreich Peru mit dem Río de la Plata. Entlang der Ruta 9 reihen sich Volcán, Purmamarca, Maimará, Tilcara, Huacalera, Uquía und Humahuaca. Das Tal ist nach UNESCO-Darstellung eine lebendige Kulturlandschaft mit Zeugnissen aus 10’000 Jahren.
Die Provinz Jujuy zeigt ausserdem, wie unterschiedlich die Landschaft innerhalb weniger Stunden wird: Der Nationalpark Calilegua mit 76’306 ha Nebelwald der Yungas liegt östlich der Quebrada, die Laguna de Pozuelos auf 3’600 m im Hochland der Puna.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia (de) · Wikipedia (es) · Provinz Jujuy · Wikipedia
Gehört der Nordwesten zu Argentinien, und was gilt dort?
Salta und Jujuy sind Provinzen im äussersten Nordwesten Argentiniens. Zeitzone UTC−3 ohne Sommerzeit, Währung, Notruf und Einreise entsprechen dem Rest des Landes und sind auf der Seite Argentinien beschrieben.
Regionstypisch sind nur Höhe, Strassenzustand, Verkehrsmittel und Eintritte. Zur Zeitzone nennt das Tourismusamt von Buenos Aires UTC−3 ohne Zeitumstellung.
Quellen: Stadt Buenos Aires, Tourismus
Welche Orte im Nordwesten lohnen sich?
Südlich von Salta sind Cafayate (192 km, 3 h 30 min) und Cachi (162 km) die Fixpunkte, im Norden Purmamarca (65 km von Jujuy), Tilcara und Humahuaca auf rund 3’000 m. Dazu kommen die Salinas Grandes auf 3’450 m und die Serranía del Hornocal auf 4’350 m.
Salta
Die Stadt auf 1’187 m dient als Ausgangspunkt für fast alles. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die neokoloniale Basílica de San Francisco von 1880, die Seilbahn auf den Cerro San Bernardo und das Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM) am Hauptplatz, Mitre 77. Es zeigt die 500 Jahre alten Inka-Kinder vom Llullaillaco, die auf 6’739 m gefunden wurden. Öffnungszeiten laut Wikipedia: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18.30 Uhr, montags geschlossen.
Vom 13. bis 15. September findet die Fiesta del Milagro statt, zu der laut Wikipedia über 850’000 Menschen kommen; dann sind Unterkünfte rar.
Cafayate und die Quebrada de las Conchas
Cafayate liegt auf 1’683 m, hat rund 14’850 Einwohner (Zensus 2010) und gilt als Zentrum des Torrontés. Die Rebberge der Gegend stehen auf 1’600 bis 3’100 m. Das Tourismusamt nennt eine Kathedrale von 1885, ein Weinmuseum, einen Kunsthandwerksmarkt und die Aussichtspunkte Los Médanos und El Divisadero (je 6 km), Letzterer mit einer Höhle mit Felskunst. Im Februar findet die Serenata a Cafayate statt, das wichtigste Folklorefestival der Provinz.
Die Fahrt von Salta führt auf der Ruta 68 rund 90 km durch die Quebrada de las Conchas, ein 1995 mit 25’784 ha geschütztes Reservat. Formationen wie die Garganta del Diablo, das Amphitheater und die Castillos liegen direkt an der Strasse; die Schlucht ist laut Wikipedia geologisch jung und entstand in den letzten zwei Millionen Jahren.
Cachi und die Cuesta del Obispo
Cachi liegt auf 2’210 m, 162 km von Salta. Das Dorf aus Lehmarchitektur wird vom Nevado de Cachi (6’380 m) überragt; das Museo Arqueológico Pío Pablo Díaz zeigt über 5’000 Stücke. Die Route führt über die Cuesta del Obispo: rund 20 km Serpentinen von 1’270 m in Chicoana bis zur Piedra del Molino auf 3’348 m, danach durch den Nationalpark Los Cardones und die schnurgerade Recta del Tin Tin (19 km).
Die Quellen widersprechen sich in der Länge der Cuesta: Wikipedia nennt rund 20 km, Turismo Ruta 40 rund 25 km für den Abstieg nach Escoipe. Entscheidend ist der Strassenzustand: Die Strecke zwischen Cachi und El Carril ist laut Turismo Ruta 40 160 km lang, davon 16 km Schotter.
Purmamarca
Das Dorf auf 2’324 m hat 891 Einwohner (Zensus 2010) und liegt 65 km von San Salvador de Jujuy; andere Quellen nennen 66 km. Hinter dem Ort erhebt sich der Cerro de los Siete Colores; der leichte Rundgang Paseo de los Colorados dauert rund 1 bis 1.5 h. Die Kirche Santa Rosa de Lima von 1648 ist Nationaldenkmal, ein Kunsthandwerksmarkt ist ständig geöffnet.
Tilcara
Tilcara liegt auf 2’465 m und hat 6’249 Einwohner (Zensus 2010). Das Pucará, eine präinkaische Festung auf einem 80 m hohen Hügel, wurde ab dem späten 11. Jahrhundert bewohnt; die Anlage ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet (letzter Einlass 17.15 Uhr). Der Eintritt für Ausländer beträgt laut Betreiber 12’000 Pesos (Stand Oktober 2026). Zudem gibt es mehrere Museen und einen botanischen Garten der Höhe.
Humahuaca und die Serranía del Hornocal
Humahuaca wurde 1594 gegründet; für die Höhe nennt Wikipedia 3’012 m, die deutsche Wikipedia zur Quebrada rund 2’950 m. Der Ort ist der Hauptschauplatz des Carnaval de Humahuaca. Von hier führt die Provinzstrasse 73 über 24 km Schotter zur Serranía del Hornocal auf 4’350 m, den «Berg der 14 Farben». Am schönsten ist er am Nachmittag, wenn die Sonne frontal auf die Schichten fällt; es gibt keinen Handyempfang, und von Nachtbesuchen wird abgeraten.
Salinas Grandes und Iruya
Die Salzfläche misst 212 km² und liegt auf rund 3’450 m, 66 km von Purmamarca an der Ruta 52. Die Salzkruste ist im Mittel 30 cm dick. Iruya liegt auf 2’780 m, 54 km von der Grenze zu Salta über die Provinzstrasse 13 ab Humahuaca; zwei Busunternehmen fahren täglich ab Humahuaca.
Calilegua
Der Nationalpark Calilegua liegt zwischen rund 400 und 3’000 m Höhe, ist 76’306 ha gross und schützt Jaguare, Tapire und über 377 Vogelarten. Ein Bus fährt um 8.30 Uhr ab Libertador General San Martín nach Valle Grande.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Visit Salta · Wikipedia · Wikipedia · Visit Salta · Wikipedia · Turismo Ruta 40 · Wikipedia · argentina.travel · Wikipedia · Instituto Interdisciplinario Tilcara (UBA) · Wikipedia · Wikipedia (de) · Jujuy Turismo · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie hoch liegen die Orte, und was heisst das für die Planung?
Salta liegt auf 1’187 m, Tilcara auf 2’465 m, Humahuaca auf rund 3’000 m und die Serranía del Hornocal auf 4’350 m. Wer von Salta nach Jujuy fährt, steigt innerhalb von zwei Tagen um fast 3’000 m auf, weshalb die Reihenfolge von Süd nach Nord sinnvoll ist.
| Ort | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Salta | 1’187 m | Ankunft, tiefste Stufe |
| Cafayate | 1’683 m | Weinbau, Rebberge bis 3’100 m |
| Cachi | 2’210 m | Cuesta del Obispo bis 3’348 m |
| Purmamarca | 2’324 m | gute erste Nacht im Norden |
| Tilcara | 2’465 m | Pucará |
| Iruya | 2’780 m | Seitental ab Humahuaca |
| Humahuaca | rund 3’000 m (2’950–3’012 m) | Quellen weichen ab |
| Salinas Grandes | rund 3’450 m | Salzfläche |
| Serranía del Hornocal | 4’350 m | Aussichtspunkt, kalt und windig |
Die Quebrada steigt nach Wikipedia von 1’259 m in Jujuy auf rund 2’950 m in Humahuaca; Turismo Ruta 40 weist darauf hin, dass an der Piedra del Molino nur 67 % des Sauerstoffs im Vergleich zum Meeresspiegel verfügbar sind. Beim Hornocal empfiehlt der Anbieter, sich beim Aussteigen langsam zu bewegen, Sonnenschutz und warme Kleidung mitzunehmen.
Die Höhenkrankheit äussert sich in Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit. Wer Vorerkrankungen hat, klärt dies vor der Reise ärztlich ab; Medikamente zur Vorbeugung gehören in die reisemedizinische Beratung.
Quellen: Wikipedia (de) · Turismo Ruta 40 · Jujuy Turismo · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Salta und Jujuy?
Die Regenzeit dauert von Dezember bis März; der Winter ist laut Wikipedia kühl und trocken und gilt für die Quebrada de Humahuaca als ideale Reisezeit. In Salta fallen im Jahr 738 mm Regen, am meisten von Dezember bis Februar. Im Hochland sind die Nächte ganzjährig kalt.
Klima in Salta (1’187 m); die Hochlagen sind kälter.
| Salta | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 29 | 27 | 25 | 22 | 21 | 22 | 25 | 27 | 29 | 30 | 30 |
| Tiefstwert °C | 18 | 17 | 16 | 14 | 9 | 4 | 3 | 5 | 9 | 12 | 15 | 17 |
| Niederschlag mm | 184 | 164 | 116 | 57 | 11 | 5 | 2 | 3 | 5 | 29 | 65 | 141 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SALTA (10 km, 1246 m), auf 1152 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle gilt für die Stadt. In Tilcara, Humahuaca und an den Salinas Grandes ist es spürbar kühler, im Winter gibt es in der Quebrada nach Wikipedia nächtlichen Frost; im Sommer bringen Nachmittagsgewitter Regen und Hitze über 30 °C. Das tourismusamtliche Portal argentina.travel nennt als Regenzeit der Quebrada Dezember bis März.
Für die Cuesta del Obispo gilt: Turismo Ruta 40 rät zur Trockenzeit von April bis November, um Überschwemmungen und Erdrutsche im Sommer zu vermeiden. Im Februar findet die Serenata a Cafayate statt. Zur Fiesta del Milagro im September kommen in Salta über 850’000 Menschen. Den Paseo de los Colorados startet man laut argentina.travel am Morgen, wenn es kühler ist.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia (es) · argentina.travel · Turismo Ruta 40 · Visit Salta
Was ist für den Nordwesten bei der Einreise zu beachten?
Salta und Jujuy sind Inlandsziele; eingereist wird über Buenos Aires oder einen der wenigen internationalen Flüge nach Salta. Regional gilt kein eigenes Visum, die nationalen Regeln stehen auf der Seite Argentinien. Eine Auslandskrankenversicherung ist laut Auswärtigem Amt und BMEIA Pflicht.
Das BMEIA nennt für Österreicher visumfreie Einreise mit einem Reisepass, der noch mindestens drei Monate gültig ist; das Auswärtige Amt verlangt für Deutsche einen Reisepass und den Nachweis einer Reisekrankenversicherung. Für Schweizer und andere Staatsangehörigkeiten gelten die Angaben von EDA bzw. der argentinischen Botschaft. Massgeblich sind jeweils die amtlichen Stellen zum Zeitpunkt der Reise.
Beim Grenzübertritt nach Chile (Paso de Jama) oder Bolivien (La Quiaca) gelten die Regeln des Nachbarlandes. Die Nationalparks Los Cardones und Calilegua führt die Tarifseite der Parkverwaltung mit 25’000 Pesos für die Tageskarte (Stand Oktober 2026).
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · Administración de Parques Nacionales
Welche Gesundheitsrisiken gibt es im Nordwesten?
Für Salta und Jujuy sind Dengue, Chikungunya und die Höhe die wichtigsten Themen. Dengue und Chikungunya werden im Nordwesten (Salta, Tucumán, Jujuy) durch Mücken übertragen. Gelbfieberimpfung empfiehlt healthytravel.ch nur für Corrientes und Misiones.
Die CDC rät von der Gelbfieberimpfung für die Teile von Jujuy und Salta ab, die als Gebiet geführt werden; das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass für Teile von Chaco, Jujuy und Salta die Impfung je nach Reiseplan zu erwägen sei. Die Quellen unterscheiden sich also; massgeblich ist die reisemedizinische Beratung vor der Reise.
Dengue tritt laut Auswärtigem Amt ganzjährig im ganzen Land auf; Mückenschutz ist tagsüber und nachts sinnvoll. Weitere Risiken sind Chagas auf dem Land sowie, nach CDC, Hantavirus und Leptospirose. Öffentliche Spitäler liegen laut BMEIA unter europäischem Standard; ärztlich abklären, welche Impfungen und Vorsorge nötig sind.
Quellen: healthytravel.ch · CDC · Auswärtiges Amt · BMEIA
Wie sicher ist der Nordwesten Argentiniens?
Das Auswärtige Amt nennt Taschendiebstahl, Raub auch tagsüber und spontane Strassenblockaden bei Streiks als Risiken. Für Salta und Jujuy gilt kein besonderes Risikogebiet; die aktuelle Lage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Das Auswärtige Amt weist auf schlechte Strassen, Schlaglöcher und frei laufende Tiere hin; das betrifft auch die Schotterstrecken im Norden. Schweizer prüfen die Hinweise des EDA vor der Abreise.
Quellen: BMEIA · Auswärtiges Amt · EDA
Wie kommt man in den Nordwesten, und wie reist man dort?
Hauptflughafen ist Salta (SLA) mit Direktflügen nach Lima, Asunción, Panamá und Florianópolis; Jujuy (JUJ) liegt 33 km südöstlich der Hauptstadt. Internationale Langstrecken landen meist in Buenos Aires und fliegen im Inland weiter.
Europa und Nordamerika erreichen Salta über Buenos Aires (EZE/AEP), Lateinamerika zusätzlich direkt über Lima, Panamá und Asunción. Der Flughafen Salta bediente von Januar bis November 2025 1.334 Millionen Passagiere, davon 86’000 international. Inlandsverbindungen gibt es nach Buenos Aires, Córdoba, Rosario, Mendoza, Neuquén und Iguazú; Airlines sind unter anderem Aerolíneas Argentinas, Copa, Flybondi, JetSmart, LATAM Perú und Paranair.
Jujuy (JUJ) in Perico wird ab Aeroparque und Ezeiza sowie ab Córdoba bedient; im Jahr 2024 flogen laut Wikipedia 281’050 Passagiere nach Aeroparque.
Zwischen Salta und Jujuy fahren Busse in rund 2 h 15 min bis 2 h 30 min, unter anderem La Veloz del Norte, Andesmar und Balut. In der Quebrada ist die Ruta 9 die Hauptachse; für Cafayate und Cachi bieten sich Mietwagen oder Touren an, da die Strecken über Schotter und Pässe führen. Der Tren a las Nubes startet in Salta um 6.15 Uhr (Check-in) und kehrt gegen 21.40 Uhr zurück; die Fahrt über Campo Quijano und San Antonio de los Cobres bis zum Viadukt La Polvorilla dauert rund 15 h.
Der Tren Solar de la Quebrada bietet laut Wikipedia Zugfahrten in der Quebrada. Bei Zug und Bus gilt: aktuelle Fahrpläne vor Ort prüfen.
Quellen: Provinz Salta · Wikipedia · Tren a las Nubes · Wikipedia (es)
Was kostet der Nordwesten, und wie bezahlt man?
Währung ist der argentinische Peso. Geldautomaten arbeiten laut Tourismusamt Buenos Aires rund um die Uhr, in Dörfern wie Purmamarca oder Cachi sollte man Bargeld bereithalten. Der Tren a las Nubes kostet für ausländische Erwachsene 194’500 Pesos (Solo Tren) bzw. 252’000 Pesos mit Bus (Oktober bis Dezember 2026).
Der Pucará de Tilcara nimmt 12’000 Pesos pro Erwachsenen, laut Meldung nur bar. Für die Serranía del Hornocal werden Eintritte von rund 2’000 Pesos genannt (Stand Juli 2026). Preise in Pesos veralten schnell; deshalb vor Ort prüfen.
Grössere Hotels akzeptieren Karten, kleinere Betriebe oft nur Bargeld. Geldwechsel nur bei regulierten Stellen mit Ausweis, nicht bei Strassenhändlern.
Quellen: Stadt Buenos Aires, Tourismus · Tren a las Nubes · Instituto Interdisciplinario Tilcara (UBA) · Jujuy Turismo
Wo übernachtet man im Nordwesten?
Salta bietet die grösste Auswahl, Cafayate, Cachi, Purmamarca und Tilcara kleine Hotels und Gästehäuser; Purmamarca hat nur 891 Einwohner (Zensus 2010). Einige Weingüter vermieten laut Tourismusamt Zimmer.
Für eine Rundreise bewährt sich: zwei Nächte Salta, eine Nacht Cafayate oder Cachi, zwei bis drei Nächte in der Quebrada (Purmamarca oder Tilcara). Wer das Hochland ansteuert, schläft zuerst tiefer. Zu Feiertagen wie dem Carnaval und der Fiesta del Milagro frühzeitig buchen.
Quellen: Visit Salta · Wikipedia
Was isst man im Nordwesten?
Die Küche stützt sich auf Empanadas, Tamales, Humitas und Ziegeneintopf; dazu gibt es Torrontés aus Cafayate und Rotweine der Höhenlagen. Auch Weineis mit Cabernet, Malbec oder Torrontés ist eine Spezialität von Cafayate.
Die Weine der Calchaquí-Täler stehen auf 1’600 bis 3’100 m. Die Region nennt sich nach dem Tourismusamt die höchste Weinroute der Welt (über 2’400 m); neben Torrontés wachsen Cabernet Sauvignon, Malbec, Tannat, Bonarda und Syrah. Ein Teil der Produktion geht in 30 Länder.
Quellen: Visit Salta · Visit Salta
Welche Kultur prägt den Nordwesten?
Die Region ist von Andentraditionen geprägt: Pachamama, die Mutter Erde, wird vor allem im August geehrt, und der Carnaval de Humahuaca zählt zu den bekanntesten des Landes. Die Kolonialzeit hat Kirchen aus Lehm und Kardonholz hinterlassen.
Zur Pachamama-Zeremonie im August gehört laut Wikipedia die Challa, bei der man etwas Chicha auf den Boden giesst. Der Carnaval dauert acht Tage und kombiniert Kostüme, Comparsas und Rituale. Als Gast verhält man sich respektvoll und fotografiert Menschen nur mit Erlaubnis.
Die Kirche von Purmamarca (1648) trägt Bilder der Cuzqueño-Schule aus dem 18. Jahrhundert.
Was kann man im Nordwesten erleben?
Zu den Erlebnissen zählen die Fahrt durch die Quebrada de las Conchas, die Weinprobe in Cafayate, die Cuesta del Obispo, der Tren a las Nubes, der Paseo de los Colorados, die Salinas Grandes und der Hornocal. Die meisten lassen sich als Tagesausflug ab Salta, Tilcara oder Purmamarca machen.
Wer in einer Woche möglichst viel sehen will, plant je einen Tag für die Strecke Salta–Cafayate, die Cuesta del Obispo nach Cachi und die Quebrada mit Purmamarca und Tilcara. Ein Tag gehört dem Hornocal und Humahuaca, ein weiterer den Salinas Grandes.
Der Tren a las Nubes ist eine Hochgebirgsexkursion: Wetterbedingt kann die Fahrt ausfallen. Die Salinas Grandes erreicht man über die Ruta 52 und die Cuesta de Lipán auf rund 4’170 m. Die Ruta 52 ist laut Wikipedia die einzige durchgehend asphaltierte und ganzjährig befahrbare Verbindung zum Paso de Jama.
Im Park Calilegua unternehmen Naturfreunde Wanderungen im Nebelwald; die Bus-Anbindung ist knapp, ein eigener Wagen hilft.
Quellen: Wikipedia · Visit Salta · Wikipedia · Tren a las Nubes · argentina.travel · Wikipedia · Jujuy Turismo · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man im Nordwesten verantwortungsvoll?
Die Salinas Grandes und die Hochlagen sind empfindlich; Besucher bleiben auf den Wegen und kaufen Kunsthandwerk direkt bei den Gemeinden, etwa auf dem Markt in Purmamarca.
Die Quebrada de Humahuaca ist Welterbe und lebt von den Dörfern; kleine Läden, Gästehäuser und Märkte vor Ort stützen sie. Tiere und Pflanzen, zum Beispiel Kardonkakteen im Park Los Cardones, nimmt man nicht mit. Wer mit dem Mietwagen fährt, bündelt Ausflüge, da die Strecken lang sind.
Quellen: Wikipedia (de) · Wikipedia
Womit lässt sich der Nordwesten kombinieren?
Über den Paso de Jama auf rund 4’200 m führt die Ruta 52 nach San Pedro de Atacama, 155 km auf der chilenischen Seite; die Passstrasse ist ganzjährig befahrbar. La Quiaca, 290 km von Jujuy, grenzt an Bolivien.
In Argentinien lässt sich der Nordwesten mit Buenos Aires, Iguazú und Mendoza verbinden, wie auf der Seite Argentinien beschrieben. Der Weg nach Bolivien führt über die Brücke zwischen La Quiaca (3’442 m) und Villazón; über den Anden-Raum informiert die Seite Anden.
Für wen eignet sich der Nordwesten, für wen weniger?
Der Nordwesten passt zu Reisenden, die Landschaften, Wein und Andenkultur verbinden wollen und Autofahrten über Schotter und Pässe nicht scheuen. Weniger geeignet ist er für alle, die kurze Wege und konstante Wärme erwarten.
Gut passt er zu Paaren und Gruppen mit Mietwagen, zu Weinreisenden und zu Fotografen. Kinder und ältere Reisende profitieren von Etappen mit tiefer Schlafhöhe.
Weniger passt er bei Höhenempfindlichkeit, bei sehr knapper Zeit (die Distanzen sind gross) und für alle, die Strände oder Grossstadtleben suchen. Wer nur drei Tage hat, bleibt besser bei Salta und Cafayate oder bei der Quebrada.
Quellen: Wikipedia (de) · Jujuy Turismo