Was erwartet Reisende in Paris?
Paris ist die Hauptstadt Frankreichs mit 2’047’602 Einwohnern in der Stadt und rund 13.3 Millionen im Grossraum. Die Stadt umfasst nur 105.4 km² in 20 Arrondissements und ist deshalb zu Fuss, mit der Métro und mit dem Rad gut zu erschliessen. Wer plant, entscheidet vor allem über Viertel, Museumszeitfenster und den Weg vom Flughafen.
Die Stadt liegt an der Seine in der Region Île-de-France. Teile der Seine-Ufer stehen seit 1991 auf der UNESCO-Welterbeliste, mit der Île de la Cité, der Île Saint-Louis und den Quais. Die Zahlen zu Einwohnern, Fläche und Grossraum nennt Wikipedia mit Stand Januar 2026 beziehungsweise 2023.
Die Region Île-de-France zählt laut Wikipedia rund 12.3 Millionen Einwohner und rund 50 Millionen Besuchende im Jahr; zu den meistbesuchten Orten gehören Disneyland Paris, Notre-Dame und Sacré-Cœur. Paris ist also kein Geheimnis, und die Hauptfrage lautet nicht «ob», sondern «wann» und «wie früh»: Der Louvre empfiehlt Zeitfenster-Tickets, der Eiffelturm ist seit 2003 an seiner Kapazitätsgrenze von rund 7 Millionen Besuchenden pro Jahr.
Als redaktionelle Faustregel eignen sich drei bis vier volle Tage für die Stadt, zwei weitere für Versailles und einen Ausflug. Das ist eine Einschätzung, keine Quellenangabe.
Einreise, Währung, Notruf und Steckdosen für ganz Frankreich stehen auf der Landesseite Frankreich. Diese Seite behandelt, was nur Paris betrifft: Arrondissements, Museen und Tickets, Flughäfen und Verkehr, Sicherheit in der Stadt und Ausflüge wie Versailles.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Musée du Louvre · Wikipedia
Wie ist Paris aufgebaut und was prägt die Stadt?
Paris ist in 20 Arrondissements gegliedert, die wie eine Schnecke im Uhrzeigersinn vom Zentrum nach aussen nummeriert sind. Die Stadt liegt zwischen 28 m und 131 m über Meer, der höchste Punkt ist Montmartre mit 130 m. Die Seine teilt sie in das nördliche Rive Droite und das südliche Rive Gauche.
Rechts der Seine liegen laut Wikipedia die Arrondissements 1 bis 4, 8 bis 12 und 17 bis 20, links die Arrondissements 5 bis 7 und 13 bis 16. Jedes Arrondissement ist in vier Quartiers unterteilt, zusammen ergibt das 80 Verwaltungsviertel. Die ersten vier Arrondissements sind seit 2020 unter dem Namen «Paris Centre» zusammengefasst.
Die Strassenstruktur geht wesentlich auf Baron Haussmann zurück: Seine Umgestaltung schuf neue Boulevards, Parks und öffentliche Bauten. Das erklärt die einheitliche Fassadenhöhe und die langen Sichtachsen, die den Charakter der Innenstadt bis heute bestimmen.
Für die Orientierung genügt eine Regel: Die Nummer der Arrondissements wächst nach aussen, und die Postleitzahl 750 plus Arrondissement nennt den Ort. Das 15. Arrondissement ist mit 235’178 Einwohnern (2017) das bevölkerungsreichste, das 6. mit 41’976 eines der kleinsten.
Die Gliederung hilft bei der Unterkunftswahl: Das Zentrum ist dicht und touristisch, die äusseren Arrondissements sind ruhiger und oft günstiger, liegen aber weiter von den grossen Sehenswürdigkeiten entfernt. Wie weit, zeigt die Karte am besten selbst; belegte Preise nach Arrondissement liegen uns nicht vor.
Welche Orte und Viertel in Paris lohnen sich?
Die wichtigsten Ziele verteilen sich auf wenige Gruppen: Louvre und Tuileries im 1. Arrondissement, Île de la Cité mit Notre-Dame und Sainte-Chapelle, der Marais, das Quartier Latin mit dem Musée d’Orsay, der Eiffelturm, Montmartre und der Friedhof Père Lachaise. Fast alles ist per Métro in unter 30 Minuten verbunden.
Louvre und rechtes Seine-Ufer (1. Arrondissement)
Das 1. Arrondissement liegt am rechten Ufer und enthält den Louvre. Das Museum eröffnete am 10. August 1793 mit 537 Gemälden; heute zeigt es auf mehr als 60’600 m² Dauerausstellung rund 35’000 Kunstwerke in acht Abteilungen und zählte laut Wikipedia 9.0 Millionen Besuche im Jahr 2025. Die Glaspyramide von I. M. Pei öffnete als unterirdischer Eingang am 30. März 1989.
Der Louvre ist dienstags geschlossen, mittwochs und freitags bis 21 Uhr geöffnet, sonst von 9 bis 18 Uhr; als Eintrittspreise nennt das Museum 22 Euro für Bewohner des EWR und 32 Euro für Besuchende ausserhalb des EWR (Stand der Quelle, Oktober 2026). Unter 18-Jährige und EWR-Bewohner unter 26 Jahren haben freien Eintritt. Zeitfenster-Buchung wird auch bei freiem Eintritt empfohlen.
Île de la Cité, Sainte-Chapelle und Notre-Dame (4. Arrondissement)
Die Île de la Cité ist der älteste Teil der Stadt. Notre-Dame steht im 4. Arrondissement; der Bau begann 1163 und war weitgehend 1260 vollendet. Nach dem Brand vom 15. April 2019 öffnete die Kathedrale im Dezember 2024 wieder. Der Eintritt in die Kirche ist frei; eine Reservierung über die offizielle Website ist optional und öffnet laut Secrets of Paris rund 72 Stunden vorher. Die Türme erfordern ein eigenes Ticket (16 Euro pro Erwachsene laut dieser Quelle, 424 Stufen).
Wenige Schritte entfernt steht die Sainte-Chapelle, 1248 geweiht und von König Ludwig IX. für Passionsreliquien erbaut. Die Oberkapelle enthält 670 m² Glas in fünfzehn Fenstern; es ist eine der grössten Sammlungen von Glasmalerei des 13. Jahrhunderts.
Marais (3. und 4. Arrondissement)
Der Marais liegt am rechten Ufer und erstreckt sich über das 3. und 4. Arrondissement. Heinrich IV. liess 1605 die Place Royale anlegen, die heutige Place des Vosges; später war das Viertel Wohnsitz des Adels. 1964 stellte André Malraux es als erstes Gebiet unter Schutz («secteur sauvegardé»). In restaurierten Stadtpalästen sitzen das Musée Picasso (Hôtel Salé) und das Musée Carnavalet, das die Stadtgeschichte zeigt.
Rund um die Rue des Rosiers («Pletzl») liegt das historische jüdische Viertel. Der Marais ist weitgehend zu Fuss erschliessbar und verbindet sich im Westen mit dem Centre Pompidou (1977).
Quartier Latin, Saint-Germain und Musée d’Orsay (5. bis 7. Arrondissement)
Am linken Ufer liegen das 5. Arrondissement mit dem Panthéon, das 6. und das 7. mit dem Palais Bourbon, dem Sitz der Nationalversammlung. Das Musée d’Orsay im 7. Arrondissement sitzt im früheren Bahnhof Gare d’Orsay (1898 bis 1900), eröffnete im Dezember 1986 und zeigt französische Kunst von 1848 bis 1914. Es besitzt laut Wikipedia die weltweit grösste Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Meisterwerke (Monet, Degas, Renoir, van Gogh) und zählte 2023 3.9 Millionen Besuche.
Eiffelturm und das 7. und 15. Arrondissement
Der Eiffelturm ist 330 m hoch; die oberste Plattform liegt auf 276 m. Er wurde am 31. März 1889 fertig und am 15. Mai 1889 eröffnet. Die Stadt Paris besitzt ihn, die Gesellschaft SETE betreibt ihn. Zu Fuss geht es vom Boden zur ersten und von der ersten zur zweiten Ebene über je mehr als 300 Stufen; auf die dritte Ebene führen Lifte. Wer Warteschlangen meiden will, bucht Zeitfenster-Tickets über die offizielle Seite des Betreibers; belegte Preise liegen uns nicht vor.
Montmartre (18. Arrondissement)
Montmartre ist ein 130 m hoher Hügel im 18. Arrondissement. Die Basilika Sacré-Cœur wurde von 1876 bis 1919 gebaut und 1919 geweiht; der Eintritt in die Kirche ist frei, die Kuppel ist gegen Gebühr zugänglich. Wer nicht laufen will, nimmt die Standseilbahn; die Treppe in der Rue Foyatier hat 222 Stufen.
Auf dem Place du Tertre malen Strassenkünstler, das Cabaret Moulin Rouge besteht seit 1889 und gilt als Geburtsort des Cancan. In der Rue Saint-Vincent wächst ein kleiner Weinberg, der rund 500 l im Jahr liefert. Das Musée de Montmartre sitzt im früheren Wohnhaus der Maler Maurice Utrillo und Suzanne Valadon. In den Gassen um die Basilika sind viele Menschen unterwegs; das Thema Taschendiebstahl kommt im Abschnitt zur Sicherheit.
Père Lachaise (20. Arrondissement)
Der Friedhof im 20. Arrondissement öffnete 1804, ist 44 ha gross und hat laut Wikipedia über eine Million Bestattungen. Zu den Gräbern gehören Chopin, Jim Morrison, Oscar Wilde, Marcel Proust und Édith Piaf. Der Haupteingang liegt bei der Métro Philippe Auguste (Linie 2); die Station Père Lachaise (Linien 2 und 3) ist rund 500 m von einem Seiteneingang entfernt.
Catacombes (14. Arrondissement)
Die Katakomben am Place Denfert-Rochereau bergen die Gebeine von mehr als sechs Millionen Menschen in früheren Steinbrüchen. Der Rundgang ist 1.5 km lang, hat 131 Stufen hinunter und 112 hinauf, die Temperatur beträgt konstant 14 °C. Nach Angaben der Betreiber dauert er rund 45 Minuten; geöffnet ist dienstags bis sonntags 9.45 bis 20.30 Uhr (letzter Einlass 19.30 Uhr), montags geschlossen. Nicht geeignet für Rollstuhlfahrende; grosse Taschen über 40 × 30 cm sind nicht erlaubt.
Quellen: Wikipedia · Musée du Louvre · Wikipedia · Secrets of Paris · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Catacombes de Paris (Paris Musées) · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Paris?
Paris hat ein ozeanisches Klima (Köppen Cfb) mit gleichmässig über das Jahr verteilten, meist leichten Niederschlägen. Der Sommer ist mit Tagesmitteln von 15 bis 25 °C warm und sonnig, der Winter sonnenarm mit Nachttemperaturen um 3 °C, Frühling und Herbst sind wechselhaft. Wer Museen und Cafés bevorzugt, findet in jeder Jahreszeit passende Tage; für lange Abende und Terrassen ist der Sommer günstiger.
Monatsmittel Paris: Tageshöchst- und Tiefstwerte und Niederschlag (Stationsdaten)
| Paris | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 8 | 10 | 14 | 18 | 21 | 25 | 27 | 26 | 23 | 18 | 12 | 9 |
| Tiefstwert °C | 3 | 4 | 6 | 8 | 11 | 15 | 17 | 16 | 14 | 10 | 7 | 4 |
| Niederschlag mm | 54 | 50 | 52 | 39 | 64 | 60 | 55 | 59 | 42 | 57 | 61 | 69 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station PARIS-MONTSOURIS (5 km, 77 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle zeigt das Muster. Wikipedia beschreibt die Niederschläge als «leicht und gleichmässig verteilt», mit gelegentlichen abrupten Regenschauern; im Sommer sind sie zwar nicht häufiger, aber oft kräftiger. Das Jahresmittel liegt laut dieser Quelle bei 64.1 cm.
Schnee fällt in Paris jedes Jahr, bleibt aber selten liegen; die wahrscheinlichste Zeit ist zwischen Dezember und März. Im Sommer sind Hitzewellen möglich: 2003 stieg die Temperatur über Wochen über 30 °C, der Rekord liegt bei 42.6 °C am 25. Juli 2019. Durch die dichte Bebauung ist es in der Stadt nachts wärmer als im Umland (städtische Wärmeinsel).
Für Planung und Preise gilt ein Muster, kein Datum: Im Sommer sind die Warteschlangen an Eiffelturm, Louvre und Versailles am längsten. Belegte Auslastungs- oder Preiszahlen liegen uns nicht vor.
Jährlich wiederkehrende Anlässe: Die Fête de la Musique findet jedes Jahr in der Mitte des Junis rund um die Sommersonnenwende statt; sie begann 1982 in Paris und bietet in der ganzen Stadt kostenlose Konzerte. «Paris Plages» schafft im Juli und August künstliche Strände an der Seine und am Bassin de la Villette; der Zugang ist kostenlos.
Was gilt für die Einreise nach Paris?
Paris liegt im Schengen-Raum; die Einreise folgt den Regeln für ganz Frankreich. Für Deutsche und Österreicher genügt Reisepass oder Personalausweis, Schweizer wenden sich bei Fragen an die Vertretung Frankreichs. Die amtlichen Stellen sind massgeblich; für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln.
Das Auswärtige Amt nennt für Deutsche Reisepass, vorläufigen Reisepass, Personalausweis oder Kinderreisepass. Das BMEIA nennt für Österreicher Reisepass oder Personalausweis und weist darauf hin, dass der Ausweis für die Dauer des Aufenthalts gültig sein muss. Die EDA-Seite verweist für Einreisefragen auf die Vertretung Frankreichs in der Schweiz.
Die vollständigen Regeln zu Einreise, Zoll und den EU-Grenzsystemen stehen auf der Landesseite Frankreich. Wer aus dem Vereinigten Königreich mit dem Eurostar anreist, passiert die Grenzkontrollen im Abgangsbahnhof, weil das Land nicht zu Schengen gehört. Für Reisende mit anderer Staatsangehörigkeit gelten die Regeln der französischen Botschaft oder Einwanderungsbehörde.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · Wikipedia
Welche Gesundheitshinweise gelten für Paris?
Paris ist ein Industrieland mit hohem Versorgungsstandard; für die Stadt gelten die Empfehlungen für ganz Frankreich. Die CDC empfiehlt für alle Reisenden eine vollständige Masern-Impfung (MMR) mindestens zwei Wochen vor der Reise und aktuelle Routineimpfungen.
Zusätzlich empfiehlt die CDC, eine Hepatitis-B-Impfung für nicht geimpfte Personen unter 60 Jahren zu erwägen; Hepatitis A ist vor allem für Reisen in kleine Orte und ländliche Gebiete relevant. Zeckenschutz betrifft eher Wälder ausserhalb der Stadt als die Innenstadt. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, klärt eine Ärztin oder ein Reisemediziner vor der Abreise ab.
Hitze ist in Paris das praktische Gesundheitsthema: Die CDC rät, die Hitze zwischen 10 und 16 Uhr zu meiden und viel zu trinken. In Hitzewellen sind Museen, Kirchen und Parks mit Schatten die kühleren Orte. Die Katakomben bleiben das ganze Jahr bei 14 °C, aber sie sind eng, rutschig und für Menschen mit Klaustrophobie oder Herz-Kreislauf-Problemen nicht empfohlen.
Quellen: CDC Travelers' Health · Wikipedia · Catacombes de Paris (Paris Musées)
Wie sicher ist Paris für Reisende?
Das strukturelle Risiko in Paris sind Taschendiebstahl und Trickdiebstahl an Sehenswürdigkeiten und im öffentlichen Verkehr; schwere Gewalt gegen Reisende ist nicht das Hauptthema. Das Auswärtige Amt nennt Kleinkriminalität in Paris und anderen grossen Städten, besonders im öffentlichen Nahverkehr.
Das Auswärtige Amt weist ausserdem auf grosse Streiks und Demonstrationen hin, die gelegentlich in Gewalt umschlagen; das BMEIA nennt ebenfalls Demonstrationen in Paris und anderen grossen Städten, die eskalieren können. Die aktuelle Lage steht bei den drei amtlichen Stellen: EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA.
Praktisch heisst das: Wertsachen am Körper tragen, in Menschenmengen und in Métro-Linien zu Sehenswürdigkeiten besonders aufmerksam sein, Taschen geschlossen vor dem Körper halten und bei Demonstrationszügen Abstand halten. Der Eintritt in Notre-Dame ist frei; für Museen und Türme sind die offiziellen Seiten der Betreiber die richtige Adresse.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Wie kommt man nach Paris und innerhalb der Stadt?
Paris hat drei Flughäfen: Charles de Gaulle (CDG) 23 km nordöstlich des Zentrums, Orly (ORY) 13 km südlich und Beauvais–Tillé (BVA) 69 km nordnordwestlich. Innerhalb der Stadt fährt die Métro mit 16 Linien und 321 Stationen; zum Flughafen CDG führt die RER B, nach Orly die Métro-Linie 14.
Flughäfen
Charles de Gaulle (CDG) ist der grösste Flughafen: 2025 zählte er 72’029’407 Passagiere, Air France hat dort ihr Drehkreuz, easyJet eine Basis. Er hat die Terminals 1, 2 und 3. Die RER B hält an den Stationen Aéroport Charles de Gaulle 1 und Aéroport Charles de Gaulle 2 TGV und fährt durch Gare du Nord, Châtelet–Les Halles, Saint-Michel–Notre-Dame und Denfert-Rochereau.
Orly (ORY) liegt 13 km südlich, hatte 2025 34’928’909 Passagiere und vier Terminalbereiche. Die Métro-Linie 14 fährt in 25 Minuten ins Zentrum, die Strassenbahn T7 erreicht Terminal 4, und die Bahn Orlyval verbindet die Terminals mit der RER-B-Station Antony.
Beauvais–Tillé (BVA) wird vor allem von Billigfliegern bedient (Ryanair, Wizz Air, Volotea). Der Shuttle-Bus zur Porte Maillot dauert rund 75 Minuten, wie Wikipedia angibt. Wer dort landet, rechnet mit deutlich mehr Zeit und zusätzlichen Kosten für die Weiterfahrt.
Nach Weltregionen betrachtet erreichen Reisende Paris aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika und den übrigen Regionen vor allem über CDG als Drehkreuz; die genaue Liste der Nonstop-Verbindungen gehört in die aktuelle Flugsuche, nicht in diese Seite.
Bahn
Paris hat mehrere Kopfbahnhöfe, und die Zielregion bestimmt den Bahnhof: Gare du Nord für Eurostar und den Norden, Gare de Lyon für den Südosten (Lyon, Marseille, Nizza), Montparnasse für Westen und Südwesten, Gare de l’Est für den Osten, Austerlitz für Nachtzüge und Saint-Lazare für Vorortzüge wie nach Versailles. Seat61 nennt zu den Fahrzeiten ab Paris rund 2 Stunden nach Lyon, rund 3 Stunden nach Marseille und nach Bordeaux und rund 5 Stunden 40 Minuten nach Nizza. Der Eurostar London–Paris dauert laut Wikipedia 2 Stunden 15 Minuten.
Bei Anschlüssen zwischen zwei Pariser Bahnhöfen gilt: Seat61 hält mindestens eine Stunde für das Minimum und zwei Stunden für die sichere Wahl, besonders vor dem Eurostar. Buchungen öffnen laut dieser Quelle meist rund vier Monate vorher, der Eurostar bis zu 11 Monate.
Der Gare du Nord ist laut Wikipedia der meistbenutzte Bahnhof Europas (257 Millionen Passagiere 2024) und liegt im 10. Arrondissement; hier halten Eurostar, TGV, RER B und D sowie die Métro-Linien 4 und 5.
In der Stadt
Die Métro hat 16 Linien (1 bis 14 sowie 3bis und 7bis) und 321 Stationen auf 245.6 km. Sie fährt ab 5.30 Uhr, der letzte Zug erreicht die Endstationen gegen 1.15 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen gegen 2.15 Uhr. Weniger als 10 % des Netzes sind rollstuhlgerecht.
Nach der Tarifreform vom 1. Januar 2025 kostet laut Grand Roissy Tourisme das Métro-Zug-RER-Ticket 2.50 Euro pro Fahrt (Stand der Quelle), das Bus-Tram-Ticket 2 Euro; beide gelten nur für ihr Verkehrsmittel, Umstiege zwischen den Arten brauchen ein weiteres Ticket. Das Einzelticket zum Flughafen CDG oder Orly kostet 13 Euro. Die Navigo-Easy-Karte kostet einmalig 2 Euro, die Navigo Découverte 5 Euro; sie nimmt Wochenpässe auf (Montag bis Sonntag), der Wochenpass für alle Zonen lag in der Quelle bei 31.60 Euro. Die Tarife werden regelmässig angepasst, die aktuellen Preise stehen bei Île-de-France Mobilités.
Vélib’ Métropole ist das städtische Leihradsystem, gestartet am 15. Juli 2007, heute mit mehr als 16’000 Rädern und 1’400 Stationen. Die ersten 30 Minuten jeder Fahrt sind für Abonnenten kostenlos; für die Miete braucht man laut Wikipedia eine Kreditkarte mit EMV-Chip.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Grand Roissy Tourisme · Wikipedia · Seat61 · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was kostet Paris und wie bezahlt man?
Bezahlt wird in Euro; die allgemeinen Regeln zu Währung, Bargeld und Karten stehen auf der Landesseite. Für Paris sind drei feste Kostenblöcke relevant: Eintritte, Nahverkehr und die Übernachtungssteuer, die pro Person und Nacht erhoben wird.
Für den Louvre nennt das Museum 22 Euro für EWR-Bewohner und 32 Euro für Besuchende ausserhalb des EWR; für Versailles kostet das Passport-Ticket 35 Euro, das nur das Trianon-Anwesen umfassende Ticket 15 Euro (Stand der Quellen, Oktober 2026). Notre-Dame selbst ist frei, die Türme kosten laut Secrets of Paris 16 Euro.
Die Übernachtungssteuer («taxe de séjour») wird laut Insurte für 2026 pro Erwachsenem und Nacht erhoben: 15.93 Euro in Palace-Hotels, 11.70 Euro in 5-Sterne-, 8.45 Euro in 4-Sterne-, 5.53 Euro in 3-Sterne-, 3.25 Euro in 2-Sterne-Häusern und 2.60 Euro in 1-Sterne-Häusern, Hostels und B&Bs. Kinder unter 18 Jahren sind befreit. Die Steuer wird in der Regel beim Check-out oder über die Buchungsplattform erhoben. Sie ändert sich mit der Zeit; die Stadt Paris nennt den aktuellen Stand.
Quellen: Musée du Louvre · Château de Versailles · Secrets of Paris · Insurte · Grand Roissy Tourisme
Wo übernachtet man in Paris am besten?
Die Wahl richtet sich nach dem Programm: Für Museen und Spaziergänge eignen sich das 1. bis 7. Arrondissement, für Bahnreisen die Umgebung der Gare du Nord oder Gare de Lyon, für ruhigere Nächte die äusseren Arrondissements. Jede Unterkunft bezahlt zusätzlich die Übernachtungssteuer.
Das Zentrum (Louvre, Marais, Quartier Latin) liegt in Gehdistanz zu den grossen Sehenswürdigkeiten und hat die meisten Hotels. Montmartre bietet Atmosphäre, bedeutet aber Treppen und Hügel. Die Umgebung der grossen Bahnhöfe ist praktisch für Zugreisende, die frühmorgens abfahren, und für die Anbindung an RER und Métro.
Für längere Aufenthalte bieten die äusseren Arrondissements mehr Wohnraum; das 15. ist das bevölkerungsreichste Arrondissement. Hotelnamen und Preise nennen wir bewusst nicht: Sie ändern sich laufend.
Was isst man in Paris?
Paris prägen Bistros, Brasserien, Bäckereien und Märkte. Ein Bistro ist ein kleines Restaurant mit einfacher Hausmannskost zu moderaten Preisen, eine Brasserie ist laut Wikipedia etwas förmlicher. Die Baguette steht seit 2022 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.
Klassische Bistrogerichte sind laut Wikipedia kräftige, bodenständige Speisen wie Cassoulet, Schnecken, Kalbfleisch und Lammragout. Die «Baguette de tradition française» besteht nach dem Dekret von 1993 aus Weizenmehl, Wasser, Hefe und Salz. Paris vergibt seit 1994 jährlich den «Grand Prix de la Baguette de Tradition Française»; eine Baguette wiegt in Frankreich typischerweise rund 250 g.
Zum Frühstück gehören Kaffee, Croissant und Baguette in der Boulangerie, mittags ein «plat du jour», abends das Menü im Bistro. Reservieren lohnt sich für abendliche Plätze in beliebten Häusern; belegte Preisspannen liegen uns nicht vor, daher nennen wir keine.
Welche Geschichte und Kultur prägen Paris?
Paris ist seit dem 17. Jahrhundert ein Zentrum von Kultur, Mode und Gastronomie. Die Altstadt auf der Île de la Cité, die Kathedrale Notre-Dame (ab 1163), die Sainte-Chapelle (1248) und der Louvre (seit 1793 Museum) zeigen den Lauf der Jahrhunderte.
Haussmanns Stadtumbau im 19. Jahrhundert schuf die breiten Boulevards und machte Paris zur «Hauptstadt des 19. Jahrhunderts». Montmartre zog in der Belle Époque Maler wie Picasso, Renoir, Monet und van Gogh an; im Bateau-Lavoir malte Picasso «Les Demoiselles d’Avignon». Das Musée d’Orsay zeigt die französische Kunst von 1848 bis 1914.
Die Seine ist 777 km lang, 37 Brücken führen in Paris über sie, darunter der Pont Neuf und der Pont Alexandre III. Die Stadt blieb von Hochwassern nicht verschont: Die grosse Überschwemmung von 1910 war die schwerste, spätere folgten 1924, 1955, 1982 und 2018.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was kann man in und um Paris unternehmen?
Neben den grossen Museen lohnen sich Versailles (rund 16 km südwestlich), Giverny (rund 80 km), Fontainebleau (55 km) und Disneyland Paris (32 km östlich). Versailles ist per RER C ab der Innenstadt erreichbar; Disneyland Paris hat einen eigenen Bahnhof mit RER A und TGV.
Versailles
Das Schloss liegt rund 16 km südwestlich von Paris, wurde 1979 UNESCO-Welterbe, umfasst rund 2’300 Räume und einen Park von 815 ha, davon 93 ha Gartenanlagen. Der Spiegelsaal wurde 1678 bis 1681 gebaut und 1686 vollendet. Das Schloss ist montags sowie am 25. Dezember, 1. Januar und 1. Mai geschlossen, geöffnet 9 bis 18.30 Uhr, die Gärten 9 bis 19 Uhr. Das Passport-Ticket kostet 35 Euro (Stand der Quelle). Von November bis März sind die Gärten frei; in der Saison gibt es an bestimmten Tagen die Wasserspiele und Musikgärten gegen Gebühr.
Per RER C fährt man in die Station Versailles–Château Rive Gauche; die Linie hält auch am Champ de Mars–Tour Eiffel, bei den Invalides und am Musée d’Orsay und verbindet damit das Schloss mit der Innenstadt.
Giverny, Fontainebleau, Disneyland
Giverny liegt rund 80 km westnordwestlich von Paris in der Normandie. Claude Monet kaufte dort 1890 ein Haus und legte die Gärten mit Wassergarten und japanischer Brücke an; das Museum Haus und Garten öffnete 1980 wieder. Das Schloss Fontainebleau, 55 km südöstlich, wurde 1981 UNESCO-Welterbe und hat seine Wurzeln in einem mittelalterlichen Jagdschloss (erstmals 1137 erwähnt).
Disneyland Paris liegt in Marne-la-Vallée rund 32 km östlich des Zentrums und eröffnete am 12. April 1992 mit zwei Parks. Der Bahnhof Marne-la-Vallée–Chessy wird von der RER A, von TGV und Ouigo sowie vom Eurostar nach Brüssel und Amsterdam angefahren.
Weitere Ideen in der Stadt
Die Seine lässt sich auf Ausflugsbooten befahren und zu Fuss entlang der Quais erwandern. In der Fête de la Musique sind im Juni Strassen und Plätze Bühne. Im Sommer gibt es Paris Plages mit künstlichen Stränden. Wer Zeit für das Aussergewöhnliche hat, plant die Katakomben ein, deren Tickets man im Voraus über die offizielle Seite sichert.
Quellen: Wikipedia · Château de Versailles · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Paris nachhaltiger?
Paris lässt sich ohne Auto erschliessen: Métro, RER, Strassenbahn und rund 16’000 Vélib’-Räder decken die Innenstadt ab. Für die Anreise zwischen französischen und europäischen Städten bietet die Bahn kurze Fahrzeiten, etwa 2 Stunden 15 Minuten nach London mit dem Eurostar.
Wer mit dem Flugzeug ankommt, nutzt für den Weg in die Stadt die RER B ab CDG oder die Métro-Linie 14 ab Orly. Die Seine-Ufer sind zu Fuss in Etappen erwanderbar; für Ausflüge nach Versailles und Disneyland gibt es Vorortzüge, so dass kein Mietwagen nötig ist. Ein Auto lohnt in Paris selbst nicht und bringt ein Sicherheitsrisiko (Aufbrüche), wie das BMEIA für Mietwagen allgemein hinweist.
Womit lässt sich Paris kombinieren?
Paris verbindet sich gut mit der Normandie (Giverny, rund 80 km), dem Loire-Tal, Lyon und der Provence. Ab dem Bahnhof Gare de Lyon geht es nach Lyon in rund 2 Stunden, nach Marseille in rund 3 Stunden; London, Brüssel und Amsterdam erreicht man mit dem Eurostar vom Gare du Nord.
Für eine Frankreich-Rundreise ist Paris Start oder Ende: Von hier aus laufen die TGV-Linien in alle Richtungen. Wer die Provence plant, findet Hinweise auf der Seite Provence, für die Normandie auf Normandie und für die Stadt der Gastronomie auf Lyon. Die Landesseite Frankreich zeigt weitere Regionen.
Für wen eignet sich Paris, für wen weniger?
Paris eignet sich für Kultur- und Städtereisende, für Familien mit Interesse an Museen und Parks und für Bahnreisende, die vom Zentrum aus Ausflüge machen. Weniger passt es für alle, die Ruhe suchen, eine begrenzte Treppen- oder Mobilitätsgrenze haben oder knapp im Reisebudget kalkulieren.
Zugängliche Reisen sind schwieriger: Laut Wikipedia sind weniger als 10 % der Métro rollstuhlgerecht, die Katakomben sind es gar nicht, und Montmartre bedeutet Treppen oder Standseilbahn. Wer Warteschlangen schlecht erträgt, bucht Zeitfenster früh und plant Wochentage ein.
Wer nur einen Tag hat, sieht Louvre oder Orsay, einen Spaziergang an der Seine und Montmartre am Abend. Wer sich auf Strände oder Berge freut, ist anderswo in Frankreich besser aufgehoben; Paris ist und bleibt eine Stadt der Wege, Museen und Cafés.
Quellen: Wikipedia · Catacombes de Paris (Paris Musées)