Was erwartet Reisende in Südisland?
Südisland ist die Landschaft zwischen Reykjavik und dem Vatnajökull: Der Süden der Insel vereint Þingvellir, Geysir und Gullfoss, die Wasserfälle und Schwarzsandstrände der Südküste sowie im Südosten die Gletscherlagune Jökulsárlón. Die Sehenswürdigkeiten liegen an einer einzigen Strasse, der Ringstrasse (Route 1), und sind mit Mietwagen oder geführten Touren gut zu verbinden.
Wer nur wenige Tage hat, fährt häufig in den Süden: Der Flughafen Keflavík (KEF) ist nah, und Wasserfälle, Geothermalfelder, Vulkane und Gletscher hier auf kurzen Distanzen aufeinanderfolgen.
Diese Seite vertieft den kurzen Regionenabschnitt der Islandseite: Sie ordnet die Orte nach Entfernung, nennt Zugangsregeln und saisonale Muster und zeigt, wo die Gefahren liegen. Reykjavik selbst und der Norden haben eigene Seiten (Reykjavik, Nordisland).
Quellen: Wikipedia
Was zeichnet Südisland landschaftlich aus?
Die Region liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo Vulkanismus, Gletscher und Erdwärme sichtbar zusammenwirken. Die Südregion (Suðurland) umfasst nach Wikipedia rund 30’983 km² und hat etwa 34’000 Einwohner; die grösste Siedlung ist Selfoss mit knapp 10’000.
Typisch sind drei Landschaftsbilder, die sich auf kurzer Strecke abwechseln. Erstens die Geothermalgebiete rund um Hveragerði und Haukadalur mit Dampf und kochenden Quellen. Zweitens die Südküste: weites, flaches Schwemmland, dahinter Eiskappen wie Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull, davor Küsten aus schwarzem Vulkansand. Drittens im Südosten die Ausläufer des Vatnajökull, der mit Gletscherzungen bis fast ans Meer reicht.
Vík ist laut Wikipedia die grösste Siedlung im Umkreis von rund 70 km: Wer die Südküste befährt, plant Tank- und Essenspausen deshalb im Voraus.
Wie ordnet sich Südisland in Island ein?
Südisland ist keine politische Einheit mit eigener Regierung, sondern die Südregion Islands, einer der acht Landesteile des Landes. Es gelten dieselben Einreise-, Währungs- und Notrufregeln wie im ganzen Land.
Für Einreise, Zoll, Währung, Steckdosen und Impfungen gilt die Islandseite. Regional abweichend sind vor allem Zugangsregeln einzelner Schutzgebiete, Parkgebühren an Naturstätten und Strassenregeln im Hochland.
Quellen: Wikipedia
Welche Orte in Südisland sind am wichtigsten?
Von Reykjavik aus erreicht man Þingvellir in rund 45 Minuten, Selfoss in rund 50 km, Vík nach rund 180 km und Skaftafell und die Gletscherlagune Jökulsárlón in einer langen Tagesfahrt weiter östlich. Die wichtigsten Stationen reihen sich entlang der Ringstrasse; Abstecher gehen zu Gletschern, Vulkanen und den Westmännerinseln.
Þingvellir
Der Nationalpark liegt nach iceland.org rund 45 Minuten von Reykjavik entfernt (Route 36). Hier tagte um 930 erstmals das Althing, eine der ältesten Parlamentsversammlungen der Welt; die Stätte ist seit 2004 UNESCO-Welterbe. Zugleich liegt sie auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo sich die nordamerikanische und die eurasische Platte voneinander entfernen. Der Eintritt ist frei, es fällt nur eine Parkgebühr an.
Sehenswert sind die Schlucht Almannagjá, der Wasserfall Öxarárfoss und der See Þingvallavatn, der grösste natürliche See Islands. Im Spalt Silfra, gespeist von Schmelzwasser des Gletschers Langjökull, kann man mit lizenzierten Anbietern im Trockenanzug schnorcheln oder tauchen.
Geysir und Strokkur
Im Tal Haukadalur liegt das Geothermalfeld, dem alle Geysire der Welt ihren Namen verdanken. Der grosse Geysir selbst ist nach Wikipedia selten aktiv und war über Jahre ruhig; verlässlich ist Strokkur, nur rund 50 m entfernt. Er bricht laut Wikipedia typischerweise alle 6 bis 10 Minuten aus und schleudert das Wasser 15 bis 20 m hoch, gelegentlich bis 40 m (die Landesseite nennt abweichend 8 bis 10 Minuten und 30 m).
Gullfoss
Der Wasserfall stürzt zweistufig in die Schlucht des Flusses Hvítá, mit 11 m und 21 m, zusammen 32 m. Der Staat kaufte ihn und stellte ihn 1979 dauerhaft unter Schutz.
Selfoss, Hveragerði und die Umgebung
Selfoss liegt rund 50 km südöstlich von Reykjavik am Fluss Ölfusá und ist der grösste Ort der Region und ein Verkehrsknoten der Ringstrasse. Hveragerði, rund 45 km östlich der Hauptstadt, steht auf dem Vulkansystem Hengill; Gewächshäuser werden dort seit 1923 mit heissem Quellwasser geheizt. Wegen der geothermalen Aktivität treten in der Gegend regelmässig kleinere Erdbeben auf.
Seljalandsfoss, Skógafoss und Þórsmörk
Seljalandsfoss fällt 60 m tief; man kann hinter den Vorhang gehen. Skógafoss misst nach der Quelle 25 m Breite bei 60 m Fallhöhe und liegt rund 30 km östlich davon bei Skógar. Beide Wasserfälle liegen unmittelbar an der Ringstrasse. Von Seljalandsfoss zweigt eine Strasse nach Þórsmörk ab, einem geschützten Tal zwischen den Gletschern Tindfjallajökull und Eyjafjallajökull mit Birkenwald und Moos; dorthin fahren täglich Busse aus Reykjavik, die Furten der Zufahrt sind jedoch eine Sache für Geländefahrzeuge.
Vík, Reynisfjara und Dyrhólaey
Vík í Mýrdal, rund 180 km südöstlich von Reykjavik, ist der südlichste Ort Islands und mit nur wenigen hundert Einwohnern die grösste Siedlung im Umkreis von rund 70 km. Der Strand Reynisfjara mit seinen Basaltsäulen, der Höhle Hálsanefshellir und den Felsnadeln Reynisdrangar liegt wenige Kilometer davon entfernt. Dyrhólaey ist eine rund 120 m hohe Landzunge mit Leuchtturm von 1927 und einem Lavabogen im Meer; im Sommer nisten dort Papageitaucher.
Sólheimajökull und Mýrdalsjökull
Der Gletscher Sólheimajökull ist ein Ausläufer der Eiskappe Mýrdalsjökull, die über dem Vulkan Katla liegt, und liegt rund 180 km von der Hauptstadt entfernt. Er geht laut Wikipedia um rund 60 m pro Jahr zurück. Geführte Gletscherwanderungen sind der Standardzugang; allein auf dem Eis zu gehen ist wegen Spalten und Schmelzwasser keine gute Idee.
Fjaðrárgljúfur und Kirkjubæjarklaustur
Die Schlucht Fjaðrárgljúfur bei Kirkjubæjarklaustur ist rund 2 km lang und bis zu 100 m tief. Kirkjubæjarklaustur liegt rund 70 km westlich von Skaftafell.
Skaftafell
Skaftafell ist der Südteil des Vatnajökull-Nationalparks. Das Besucherzentrum Skaftafellsstofa ist ganzjährig geöffnet, es gibt einen Campingplatz und markierte Wege. Der Wasserfall Svartifoss fällt über Basaltsäulen rund 20 m tief, die einfache Wanderung zum Fall und zur Gletscherzunge Skaftafellsjökull dauert je ein bis zwei Stunden; eine anspruchsvolle Bergtour zu den Kristínartindar braucht sechs bis acht Stunden.
Jökulsárlón und Diamond Beach
Die Gletscherlagune Jökulsárlón entstand um 1934/35, als sich der Breiðamerkurjökull zurückzog; sie misst rund 25 km² und ist mit bis zu 284 m der tiefste See Islands. Die Eisberge, die vom Gletscher kalben, treiben ins Meer und stranden teils am schwarzen Sandstrand daneben, dem sogenannten Diamond Beach. Die Lagune liegt an der Ringstrasse zwischen Skaftafell und Höfn.
Vestmannaeyjar
Der Archipel mit 18 Inseln liegt vor der Südküste; fast alle Einwohner leben auf Heimaey. Die Fähre ab Landeyjahöfn braucht rund 40 Minuten.
Quellen: iceland.org · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Vatnajökull-Nationalpark · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · iceland.org
Wann ist die beste Reisezeit für Südisland?
Die Südküste ist das ganze Jahr bereist: Sommer und Frühherbst bringen lange Tage und offene Hochlandstrassen, der Winter Eishöhlen und Nordlichter. Die Eishöhlen im Vatnajökull sind nur von November bis März begehbar, das Hochland bei Landmannalaugar nur im Sommer.
Der Süden liegt im Einflussbereich feuchter Atlantikluft: Vík hat laut Wikipedia rund 2’250 mm Niederschlag im Jahr und gehört damit zu den regenreichsten Küstenorten Islands.
| Interesse | Günstige Zeit | Anmerkung |
|---|---|---|
| Wasserfälle, Küste, Golden Circle | ganzjährig | im Winter Eis auf Wegen, kurze Tage |
| Hochland (Landmannalaugar, Þórsmörk) | Juni bis September | F-Strassen öffnen je nach Schneelage im Frühsommer |
| Eishöhlen im Vatnajökull | November bis März | im Sommer fliessen dort Schmelzwasserbäche |
| Gletscherwanderungen | ganzjährig | Sommer weniger Schnee, im Winter kürzere Touren |
| Nordlichter | Herbst bis Frühling | brauchen dunkle, klare Nächte, siehe Aurora |
| Mitternachtssonne, lange Tage | Ende Mai bis Anfang August | laut BMEIA |
| Papageitaucher (Vestmannaeyjar, Dyrhólaey) | Sommer | Brutzeit |
Eishöhlen: Die Anbieter schreiben übereinstimmend, die natürlichen Höhlen seien nur zwischen November und März stabil. Sie entstehen jedes Jahr neu, wenn Schmelzwasser im Sommer Tunnel ins Eis spült, und die Führer erkunden sie im Herbst. Welche Höhle besucht wird, entscheidet der Führer am Tag der Tour; eine bestimmte Höhle ist nicht garantiert.
Nordlichter treten nach Wikipedia vor allem im Herbst und Winter auf und häufen sich rund um die Tagundnachtgleichen. Auf Island kommt es zusätzlich auf klare Nächte an, was sich nicht vorhersagen lässt. Die Mitternachtssonne reicht laut BMEIA von Ende Mai bis Anfang August; im Hochsommer wird es nicht richtig dunkel.
Jökulsárlón liegt rund 5 Stunden von Reykjavik entfernt; im Winter ist dafür eine Übernachtung im Südosten sinnvoll.
Quellen: Fjallsárlón (Tourenanbieter) · Vatnajökull Ice Caves (Anbieterübersicht) · Wikipedia · BMEIA · Wikipedia · Wikipedia
Was gilt bei der Einreise nach Südisland?
Es gelten die Regeln der Landesseite: Island gehört zu Schengen, Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen mit Pass oder Personalausweis ein. Regional gibt es keinen Grenzübergang, der Zutritt zu Naturstätten ist mit Ausnahme von Parkgebühren frei. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln.
Die vollständigen Einreiseregeln stehen auf der Islandseite. Für Deutsche gibt das Auswärtige Amt Pass oder Personalausweis als ausreichend an; das BMEIA nennt für Österreicher dasselbe und verweist auf die laufend gepflegten Reisehinweise. Schweizer finden die Hinweise beim EDA. Massgeblich sind jeweils die aktuellen Angaben der amtlichen Stellen; wer eine andere Staatsangehörigkeit besitzt, fragt bei der isländischen Botschaft nach.
Regionsbezogen: Der Nationalpark Þingvellir verlangt keinen Eintritt, aber Parkgebühren. Nach iceland.org gilt eine Zahlung von 1’000 ISK (Stand Oktober 2026) für die Parkplätze P1, P2 und P5 für den ganzen Kalendertag. Für Silfra sind lizenzierte Anbieter und Trockenanzüge Pflicht. Im Vatnajökull-Nationalpark sind geführte Eistouren nur mit zertifiziertem Guide möglich.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt · EDA · BMEIA · iceland.org
Welche Gesundheitsvorsorge braucht man in Südisland?
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben; healthytravel.ch empfiehlt die Basisimpfungen nach Impfplan, das CDC ergänzend Hepatitis A und B. Im Vordergrund stehen regional Kälte, Wind und Gletschergelände. Weitere Hinweise stehen auf der Landesseite.
Die Gefahren der Region sind weniger medizinisch als situativ: Auf Gletschern und im Hochland droht Unterkühlung bei Nässe und Wind, in der Gischt der Wasserfälle sind Wege rutschig, und am Meer drohen Wellen. Das CDC nennt als grösstes Verletzungsrisiko Verkehrsunfälle: Gurt anlegen und möglichst bei Tageslicht fahren.
Geothermalgebiete: Haukadalur und die Quellgebiete um Hveragerði sind nur auf den markierten Wegen zu betreten, da das Wasser kocht. Auf Wanderungen empfiehlt das CDC, Wasser vor dem Trinken zu behandeln.
Eine Reiseversicherung mit Evakuierungsschutz ist sinnvoll. Die Notrufnummer ist 112.
Quellen: healthytravel.ch · CDC
Welche Gefahren gibt es in Südisland?
Die Region ist kriminalitätsarm; die Risiken sind Naturgefahren in dauerhaften Mustern: Brandungswellen an Schwarzsandstränden, Gletscherflüsse und Schmelzwasser, Wetterumschwünge, F-Strassen nur mit Allrad und der Vulkanismus unter den Eiskappen. Aktuelle Warnungen stehen bei EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und safetravel.is.
Sneaker Waves an Schwarzsandstränden
Am Strand Reynisfjara brechen gelegentlich Wellen, die weit höher auf den Strand laufen als die vorangehenden, ohne erkennbares Muster. Nach iceland.org haben sie Besucher getötet. Die Regeln: dem Meer nie den Rücken zuwenden, deutlich oberhalb der Wasserlinie bleiben, nasses Sand am Rand meiden. Dazu kommen Steinschlag unter den Basaltklippen und starker Wind. Am Strand zeigt eine Warnampel mit Farbstufen die Gefahr an.
Gletscher und Gletscherflüsse
Gletscher haben Spalten, Schmelzwasserlöcher und instabile Eisränder. Gehen Sie nur mit zertifizierten Führern aufs Eis. Gletscherflüsse führen je nach Tageszeit und Wetter stark wechselnde Wassermengen; Schmelzwasser vom Sólheimajökull kann nach Wikipedia zu Instabilität auf Gletscher und Zustiegen führen.
Strassen und F-Strassen
Die Ringstrasse ist durchgehend asphaltiert, die Hochlandstrassen (F-Strassen) sind es nicht: Sie verlangen Allradfahrzeuge, queren Flüsse ohne Brücke und öffnen im Frühsommer je nach Schneelage. Die isländische Strassenverwaltung führt auf umferdin.is eine Karte mit Zustand, Öffnung und Flussquerungen.
Vulkane und Fluten
Katla liegt unter dem Eis des Mýrdalsjökull und bricht nach Wikipedia im Mittel alle 40 bis 80 Jahre aus, zuletzt 1918; Ausbrüche lösen Gletscherfluten (Jökulhlaup) aus. Hekla, 1’491 m hoch, gibt wenig Vorwarnzeit. Für Besucher heisst das: Hinweisen und Absperrungen folgen.
Kriminalität und Hilfe
Das Auswärtige Amt erwähnt Taschendiebstahl vor allem in Reykjavik und an Touristenzielen wie dem Golden Circle; Gewaltkriminalität ist selten. Der Notruf ist 112. SafeTravel, betrieben vom Rettungsverband ICE-SAR, bietet eine App zum Teilen der GPS-Position und die Möglichkeit, einen Reiseplan zu hinterlegen. Die aktuelle Lage steht beim EDA, Auswärtigen Amt und BMEIA.
Quellen: Auswärtiges Amt · EDA · BMEIA · iceland.org · ICE-SAR (safetravel.is) · Isländische Strassenverwaltung · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie kommt man nach Südisland und wie reist man dort?
Internationale Flüge landen am Flughafen Keflavík (KEF), rund 50 km südwestlich von Reykjavik. Von dort führt die Ringstrasse in den Süden; wer den Süden bereist, mietet in der Regel ein Auto oder bucht geführte Touren ab Reykjavik.
KEF ist Islands internationales Tor und Hub von Icelandair; Nonstop-Verbindungen bestehen nach Europa und Nordamerika, auch als Zwischenlandung auf Transatlantikrouten. Flybus und Airport Express fahren nach Reykjavik. Der Inlandflughafen Reykjavik (RKV) liegt etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt.
| Strecke | Distanz | Dauer |
|---|---|---|
| Reykjavik – Þingvellir | Route 36 | rund 45 min |
| Reykjavik – Hveragerði | rund 45 km | – |
| Reykjavik – Selfoss | rund 50 km | – |
| Reykjavik – Reynisfjara / Vík | rund 180 km | rund 2.5 h |
| Reykjavik – Meetingpunkte Jökulsárlón / Skaftafell | – | rund 5 h |
| Seljalandsfoss – Skógar | rund 30 km | – |
| Skaftafell – Kirkjubæjarklaustur | rund 70 km | – |
| Skaftafell – Höfn | rund 130 km | – |
| Landeyjahöfn – Heimaey (Fähre) | – | rund 40 min |
Ohne Mietwagen bleibt der Süden mit geführten Tagesausflügen und Linienbussen erreichbar; für flexible Stopps an Wasserfällen und Stränden ist ein Auto praktischer. Hochlandstrassen und Zufahrten wie die Furten nach Þórsmörk sind etwas für Geländefahrzeuge.
Quellen: Wikipedia · iceland.org · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Vatnajökull Ice Caves (Anbieterübersicht) · Vatnajökull-Nationalpark · Isländische Strassenverwaltung
Was kostet Südisland und wie bezahlt man?
Landeswährung ist die Isländische Krone (ISK); Kartenzahlung ist praktisch überall Standard. In der Region fallen vor allem Parkgebühren an Naturstätten, Tourkosten für Gletscher und Eishöhlen und Übernachtungen ins Gewicht. Trinkgeld wird nicht erwartet.
Island ist stark digitalisiert: Nach Wikipedia werden sehr viele Zahlungen elektronisch geleistet, andere Währungen werden kaum akzeptiert. Bargeld braucht man selten. Weitere Hinweise gibt die Islandseite.
| Leistung | Preis | Dauer |
|---|---|---|
| Parken Þingvellir (P1, P2, P5, Tageskarte) | 1’000 ISK | ganzer Kalendertag |
| Eishöhlentour Vatnajökull | rund 161–171 USD pro Person | 2.5–4 h |
| Gletscherwanderung Vatnajökull | rund 97–134 USD pro Person | ganzjährig |
Die Tourpreise stammen von einer Anbieterübersicht und schwanken je nach Betreiber und Saison; sie dienen nur der Orientierung. Am Strand Reynisfjara ist das Parken nach iceland.org ebenfalls gebührenpflichtig; die Höhe nennen wir nicht.
Quellen: iceland.org · Vatnajökull Ice Caves (Anbieterübersicht) · Wikipedia
Wo übernachtet man am besten in Südisland?
Die Auswahl konzentriert sich auf wenige Standorte: Hveragerði und Selfoss nahe Reykjavik, Vík an der Südküste, Kirkjubæjarklaustur und Skaftafell im Südosten. Ausserhalb der Orte gibt es Gästehäuser, Farmen, Campingplätze und Berghütten.
Wer die Südküste in zwei Tagen abfährt, schläft sinnvoll in Vík oder in der Umgebung von Kirkjubæjarklaustur; für die Eishöhlen und die Lagune Jökulsárlón liegt Skaftafell, Höfn oder eine Farm im Südosten nahe. In Skaftafell gibt es einen ganzjährig geöffneten Campingplatz mit Toiletten und Waschräumen.
Berghütten im Hochland, etwa bei Landmannalaugar, werden vom Wanderverein Ferðafélag Íslands betrieben und sind für die Wandersaison zu buchen. Konkrete Preise nennen wir nicht.
Quellen: Vatnajökull-Nationalpark · Wikipedia
Was isst man in Südisland?
Die Küche stützt sich auf Lamm, Milchprodukte und Fisch; typisch sind Skyr, geräuchertes Lammfleisch (Hangikjöt) und frischer Fisch wie Schellfisch, Hering oder Heilbutt.
Das traditionelle Essen erklärt sich aus der Geschichte: Eingelegtes, Getrocknetes und Fermentiertes ersetzte frische Ware. Dazu gehören Hákarl, vergorener Hai, und das Dunkelbrot Rúgbrauð. Bei winterlichen Festen wird Þorramatur serviert, ein Büffet aus konservierten Speisen.
Moderne Küche setzt stärker auf Frisches: Gemüseverbrauch ist stark gestiegen, Fisch ist weniger dominant als früher. Gemüse wächst rund um Hveragerði in Gewächshäusern, die mit Quellwasser geheizt werden.
Welche Geschichte und Kultur prägt Südisland?
Südisland ist der Ort der isländischen Staatsgründung: In Þingvellir trat um 930 das Althing zusammen und tagte bis 1798. Die Region ist zugleich von Vulkanausbrüchen geprägt, die Siedlungen immer wieder ausgelöscht haben.
Þingvellir ist der kulturelle Ankerpunkt: Hier legten freie Bauern Gesetze fest und sprachen Recht. Der Vatnajökull-Nationalpark ist seit 2019 als Naturerbe gelistet.
Naturgewalt ist Teil der Erinnerung: 1362 löschte der Ausbruch des Öræfajökull die Gemeinde in Skaftafell aus, 1973 bedrohte der Eldfell die Stadt auf Heimaey. In Vík gilt die Hügelkirche laut Wikipedia als Fluchtpunkt, falls Katla ausbricht. Auch im Alltag spielen Sagen eine Rolle: Die Felsnadeln Reynisdrangar gelten in der Volkserzählung als versteinerte Trolle.
Quellen: iceland.org · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was kann man in Südisland erleben?
Zu den Erlebnissen zählen der Golden Circle, Wasserfälle, Gletscherwanderungen und Eishöhlen im Winter, Schnorcheln in Silfra, Wanderungen in Skaftafell und Þórsmörk sowie die Bootsfahrt auf der Gletscherlagune. Das Hochland um Landmannalaugar öffnet im Sommer.
Gletscher und Eishöhlen
Geführte Gletscherwanderungen gibt es das ganze Jahr, etwa am Sólheimajökull und am Vatnajökull. Eishöhlen sind auf November bis März begrenzt. Treffpunkte sind der Parkplatz der Lagune Jökulsárlón und Skaftafell. Ausrüstung wie Steigeisen und Helm stellt der Veranstalter; wasserdichte, knöchelhohe Wanderschuhe bringt man mit.
Wandern
In Skaftafell bieten markierte Wege Kurzwanderungen zum Svartifoss und zur Gletscherzunge sowie lange Bergtouren. Von Þórsmörk aus führen Wege zu den Gletschern, und die Wanderung Laugavegur verbindet das Tal mit Landmannalaugar. Landmannalaugar liegt im Naturschutzgebiet Fjallabak; die Zufahrten F208 und F225 verlangen Allrad und sind im Sommer offen. Seit 2024 gilt für die Parkplätze eine Reservierung für den Tag, siehe Quelle.
Wasser und Wärme
In Þingvellir lässt sich Silfra mit Schnorchel oder Gerät erkunden; das Wasser hat nach Wikipedia 2 bis 4 °C ganzjährig.
Auf dem Meer und auf Inseln
Auf dem Jökulsárlón gibt es Bootstouren zwischen Eisbergen. Die Vestmannaeyjar sind Ziel für Vogelbeobachtung; Papageitaucher nisten im Sommer auch an der Küste bei Dyrhólaey, wo die Brutzeit den Zugang einschränken kann.
Nordlichter
Nordlichter erscheinen im dunklen Halbjahr in klaren Nächten. Garantiert sind sie nie.
Quellen: Vatnajökull Ice Caves (Anbieterübersicht) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Vatnajökull-Nationalpark · Wikipedia
Wie reist man nachhaltig durch Südisland?
Auf den Wegen bleiben und Gletscher nur mit Führern besuchen schont die Natur. Der Fjaðrárgljúfur-Zugang wurde 2019 wegen des Besucherandrangs vorübergehend eingeschränkt; das zeigt, wie schnell Trampelpfade Schäden verursachen.
Parkgebühren und Tourpreise tragen zur Pflege der Stätten bei. Die Gletscher gehen zurück (Sólheimajökull rund 60 m pro Jahr); Touren mit lokalen Führern sind daher eine Möglichkeit, Besucher zu lenken.
Womit lässt sich Südisland kombinieren?
Am häufigsten verbindet man Südisland mit Reykjavik am Anfang oder Ende und mit der Reykjanes-Halbinsel beim Flughafen. Für längere Reisen folgt die Ringstrasse weiter nach Osten und Norden bis Akureyri.
Eine kurze Reise besteht aus Reykjavik, Golden Circle und Südküste bis Vík. Mit mehr Zeit geht es bis Skaftafell und zur Lagune Jökulsárlón, die allein schon einen langen Fahrtag bedeuten. Der Norden mit Akureyri und Mývatn ist auf der Nordislandseite beschrieben; Reykjavik hat eine eigene Stadtseite (Reykjavik). Die Gesamtregion steht auf der Islandseite.
Quellen: Wikipedia
Für wen eignet sich Südisland und für wen weniger?
Südisland passt zu Reisenden, die in wenigen Tagen viel Natur sehen wollen und gern selbst fahren oder Touren buchen. Weniger geeignet ist es für Menschen, die Ruhe suchen: Die Hauptstationen sind stark besucht.
Weniger passt es für Reisende ohne Fahrerfahrung auf Schotter, für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen an den Naturstätten und für alle, die planen, alles in einem Tag zu sehen: Die Distanzen sind gross, das Wetter wechselt rasch.
Quellen: Wikipedia