Was erwartet Reisende in Edinburgh und Schottland?
Edinburgh verbindet eine Altstadt auf einem Vulkanfelsen mit einer georgianischen Neustadt, von dort sind die Highlands, Glencoe, Loch Ness und die Isle of Skye in einem Tag bis einer Woche erreichbar. Wer beides will, plant Stadt und Land als zwei getrennte Etappen mit eigener Anreise.
Edinburgh hatte 2020 rund 506’520 Einwohner und ist nach Glasgow die zweitgrösste Stadt Schottlands. Die Stadt steht auf sieben Hügeln, ihre Altstadt und die Neustadt bilden zusammen ein UNESCO-Welterbe. Der August gehört den Festivals, der Rest des Jahres der Stadt selbst.
Die Highlands beginnen nördlich der Linie Glasgow–Perth und sind weniger ein Ort als ein Reisemodus: lange Fahrten auf einspurigen Strassen, Fähren, schnell wechselndes Wetter und im Sommer die Mücken. Diese Seite behandelt Edinburgh als Ausgangspunkt und Schottland nördlich davon als Rundreise-Gebiet. Allgemeines zu Einreise, Währung und Notruf steht auf der Seite zum Vereinigten Königreich.
Quellen: Wikipedia (en)
Wie ist Schottland im Vergleich zu England und zum Rest des Landes?
Schottland hat eigene Gesetze, ein eigenes Parlament in Edinburgh, eigene Banknoten und mit Gälisch eine eigene Sprache, die 2022 laut Volkszählung rund 69’701 Menschen sprachen. Für Reisende zählt vor allem das Gelände: Der Norden ist dünn besiedelt, die Wege sind lang, und Tage verlaufen nach Fährplan und Wetter.
Edinburgh ist Sitz des Scottish Parliament, der schottischen Regierung und der obersten schottischen Gerichte. Die Stadt gilt seit dem 19. Jahrhundert als «Athen des Nordens». Gälisch ist vor allem auf den Hebriden verbreitet, wo laut Wikipedia 52.2 % der Sprecher leben; auf Skye begegnet man zweisprachigen Ortsschildern.
Die Highlands sind kein Freilichtmuseum: Schafzucht, Forstwirtschaft, Lachszucht, Whisky und Tourismus tragen die Wirtschaft. Die Schotten sind direkt, trocken im Humor und stolz auf die Unterschiede zu England. «English» zu sagen, wo «British» oder «Scottish» gemeint ist, kommt nicht gut an.
Distanzen täuschen. Auf der Karte wirkt Skye nah an Edinburgh, doch Edinburgh–Kyle of Lochalsh sind rund 215 Meilen, und die letzten Kilometer führen über schmale Strassen mit Ausweichstellen. Zwei bis drei Übernachtungen je Etappe sind realistischer als ein Ort pro Tag.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Welche Orte und Landschaften gehören zu Edinburgh und Schottland?
Edinburgh ist die Basis mit Burg, Royal Mile und Arthur’s Seat; nördlich davon liegen Inverness als Hauptort der Highlands, Fort William unterhalb des Ben Nevis (1’345 m), das Tal Glen Coe und die Isle of Skye mit 1’656 km². Die Cairngorms bilden mit 4’528 km² den grössten Nationalpark des Landes.
Edinburgh: Altstadt, Neustadt, Leith
Die mittelalterliche Altstadt zieht sich als Royal Mile von der Burg auf dem Castle Rock bis zum Palace of Holyroodhouse am unteren Ende. Die Neustadt wurde ab 1766 nach Plänen von James Craig angelegt, mit der George Street auf dem natürlichen Höhenrücken. Altstadt und Neustadt zusammen sind UNESCO-Welterbe.
Der Edinburgh Castle öffnet täglich um 9.30 Uhr, von April bis September bis 18 Uhr, von Oktober bis März bis 17 Uhr; letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schluss. Online kostet der Eintritt laut Historic Environment Scotland für Erwachsene £23.50, für Senioren ab 65 £19 und für Kinder von 7 bis 15 Jahren £11.50 (Stand Oktober 2026). Im Sommer sind Tickets oft lange im Voraus ausverkauft.
Arthur’s Seat im Holyrood Park ist ein erloschener Vulkan, 251 m hoch, rund eine Meile östlich der Burg. Die einfachste Route führt von Osten über eine Grashalde oberhalb des Dunsapie Loch. Daneben liegen die Salisbury Crags, an denen der Geologe James Hutton Beobachtungen machte, die die moderne Geologie prägten.
Im Hafenviertel Leith liegt die Royal Yacht Britannia am Ocean Terminal. Sie diente der Königsfamilie von 1954 bis 1997 und ist heute ein Museumsschiff mit rund 300’000 Besuchern im Jahr, die Uhren an Bord stehen auf 3.01 Uhr, dem Moment der letzten Ausschiffung der Königin.
Inverness und das Great Glen
Inverness hat rund 48’000 Einwohner im Stadtkern und gilt als de-facto-Hauptstadt der Highlands; es ist die nördlichste Stadt des Landes. In der Nähe liegt Culloden Moor, wo 1746 die letzte Feldschlacht auf britischem Boden stattfand und den letzten Jakobitenaufstand beendete.
Loch Ness liegt rund 10 km südwestlich von Inverness. Der See ist etwa 37 km lang, 56 km² gross und enthält mehr Wasser als alle Seen Englands und Wales’ zusammen. Urquhart Castle überblickt ihn vom Westufer, Fort Augustus liegt am Südende, und der Caledonian Canal verbindet über den See die Ost- mit der Westküste.
Fort William, Ben Nevis und Glen Coe
Fort William hat etwa 15’800 Einwohner, liegt am Loch Linnhe und gilt als Outdoor-Hauptstadt: Hier enden der West Highland Way und beginnt der Great Glen Way, und jährlich findet ein Mountainbike-Weltcup statt. Der Ben Nevis ist mit 1’345 m der höchste Berg der Britischen Inseln; der beliebteste Weg, der Mountain Track, beginnt in Glen Nevis nahe Achintee und dauert im Aufstieg etwa 3 bis 4 Stunden.
Glen Coe ist ein glaziales U-Tal von rund 12.5 km Länge mit den Gipfeln der Three Sisters und dem Buachaille Etive Mòr (1’022 m). Hier töteten Regierungstruppen am 13. Februar 1692 etwa 38 Mitglieder des Clans MacDonald. Der Grossteil des Tals gehört seit 1935 dem National Trust for Scotland, seit 2017 ist es ein National Nature Reserve; die A82 durch das Tal gilt als eine der klassischen Highland-Strecken.
Isle of Skye
Skye ist die zweitgrösste Insel Schottlands nach Lewis und Harris, mit rund 10’500 Einwohnern und etwa 650’000 Besuchern im Jahr. Hauptort ist Portree. Der höchste Gipfel der Cuillin, Sgùrr Alasdair, misst 993 m und ist der höchste Punkt auf einer schottischen Insel. Die bekanntesten Ziele auf der Halbinsel Trotternish sind der Old Man of Storr und der Quiraing.
Die Fairy Pools bei Carbost auf Minginish sind ein kurzer Rundweg: 2.4 km, 40 Minuten bis 1.5 Stunden. Der Parkplatz hat 120 Plätze und kostet £6 am Tag. Spitzenzeit ist im Sommer zwischen 11 und 13 Uhr; im Winter kann die einspurige Zufahrt vereist sein (Stand Oktober 2026).
Cairngorms und Speyside
Der Cairngorms-Nationalpark entstand 2003 und umfasst Plateaus auf 1’000 bis 1’200 m mit Gipfeln um 1’300 m. Über die Hälfte des verbliebenen kaledonischen Waldes Schottlands liegt hier, ebenso Steinadler, Schneehühner und die einzige halbzahme Rentierherde Grossbritanniens. Aviemore, Kingussie und Pitlochry liegen an der Highland Main Line.
Quellen: Wikipedia (en) · Historic Environment Scotland · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Isle of Skye (Tourismusportal) · Wikipedia (en)
Wann ist die beste Reisezeit für Edinburgh und die Highlands?
Mai bis September ist die Hauptsaison mit durchschnittlich rund 17 °C im Sommer und langen Tagen; im Hochsommer stechen im Westen die Mücken (Midges), vor allem im Juli und August. Der Winter bringt etwa 6 °C und Schnee in den Bergen, die Skisaison reicht von November bis April.
VisitScotland nennt für den Frühling 8 bis 13 °C, für den Sommer etwa 17 °C, für den Herbst 8 bis 15 °C und für den Winter etwa 6 °C. Im Hochsommer bleibt es im Norden fast bis in die Nacht hell. Das Wetter wechselt innerhalb eines Tages, daher gehört auch im Juli eine Regenjacke ins Gepäck.
| Teilregion | Gut für | Zu beachten |
|---|---|---|
| Edinburgh | Ganzjährig; Mai bis September am längsten hell | August: Festivals, Zimmer sehr teuer und früh ausgebucht |
| West Highlands, Skye | Mai, Juni und September | Midges vor allem Juli und August; Fairy Pools mittags voll |
| Ostküste, Cairngorms | Frühling bis Herbst; Winter für Schneesport | Midges weniger, Winterstrassen können vereisen |
| Ben Nevis, Berge | Sommerhalbjahr | Gipfel laut Wikipedia rund 7 Monate im Jahr mit Schnee, Nebel auf dem Gipfel von November bis Januar fast 80 % der Zeit |
Midges sind winzige Stechmücken. Laut Live Breathe Scotland dauert ihre Saison von Ende April bis September mit dem Höhepunkt im Juli und August. Schlimm ist es in Glen Coe, bei Fort William, Torridon, auf Skye und in Argyll, also in feuchten, windgeschützten Tälern. Bei Wind über etwa 8 km/h fliegen sie nicht; aktiv sind sie vor allem morgens und abends, grob 5 bis 9 Uhr und 18 bis 21 Uhr. Wirksam sind Mittel mit 20 % Picaridin und Kleidung mit langen Ärmeln.
Jährlich wiederkehrende Eckpunkte: Der Festival Fringe läuft drei Wochen im August, das Royal Edinburgh Military Tattoo findet ebenfalls im August auf der Burgesplanade statt, und Hogmanay, die Silvesterfeier, beginnt am 31. Dezember und reicht bis zum 2. Januar. Wer diese Zeiträume meidet, zahlt in Edinburgh deutlich weniger und findet leichter Plätze.
Quellen: VisitScotland · Live Breathe Scotland · Wikipedia (en) · Edinburgh Festival Fringe Society · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was gilt für die Einreise nach Schottland?
Schottland gehört zum Vereinigten Königreich und hat keine eigene Grenze: Es gelten die britischen Regeln mit Reisepass und elektronischer Reisegenehmigung (ETA, £20 laut BMEIA). Innerhalb des Landes gibt es keine Kontrollen zwischen England und Schottland.
Die ETA wird vor der Abreise online bei gov.uk beantragt; der Ausweis genügt nicht, nötig ist ein Reisepass. Das Auswärtige Amt empfiehlt eine Beantragung mindestens drei Tage vor Abreise, das BMEIA warnt vor teureren Drittanbieter-Websites. Für Schweizer verweist das EDA auf dieselbe Pflicht. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; massgeblich ist die britische Einreisebehörde und die zuständige Botschaft.
Regionale Besonderheit: Wer mit dem Mietwagen oder zu Fuss im Hochland unterwegs ist, muss keine Genehmigung für Nationalparks lösen. Eintritte gelten nur für einzelne Sehenswürdigkeiten wie die Burg. Die amtlichen Stellen (EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA) sind für Einreisefragen massgeblich.
Quellen: BMEIA · Auswärtiges Amt · EDA, Schweizer Vertretungen im Vereinigten Königreich
Welche Gesundheitshinweise gelten in den schottischen Highlands?
Pflichtimpfungen gibt es nicht; healthytravel.ch empfiehlt die Basisimpfungen nach Schweizer Impfplan, darunter gegen Masern. Wichtigster regionaler Punkt sind Zecken und Mücken beim Wandern: Lange Kleidung, Repellent und eine Zeckenkontrolle am Abend schützen am besten.
FSME kommt im Vereinigten Königreich laut healthytravel.ch nicht endemisch vor, Borreliose aber bei Aufenthalten in Wald und Heide. Zecken sollten nach dem Wandern gesucht und rasch entfernt werden. Midges übertragen keine Krankheiten, aber die Stiche jucken tagelang.
Die medizinische Versorgung ist in Edinburgh, Inverness und Glasgow gut. Im Hochland und auf den Inseln können Hausärzte und Spitäler weit auseinanderliegen; bei Verletzungen in den Bergen sind Rettungszeiten lang. Eine Reiseversicherung mit Rückholung ist sinnvoll, Impf- und Medikamentenfragen gehören in ein ärztliches Gespräch vor der Abreise. Allgemeines zur Krankenversicherung steht auf der Landesseite.
Quellen: healthytravel.ch · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Schottland für Reisende?
Gewaltkriminalität ist für Reisende kein Hauptrisiko; in Edinburgh und Glasgow warnen die Behörden vor Taschen- und Handydiebstahl, im Hochland vor Wetter und Gelände. Die aktuelle Lage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Das Auswärtige Amt nennt Taschendiebstahl und Handydiebstahl in Grossstädten als Hauptproblem, das BMEIA rät, nachts abgelegene Gegenden in grossen Städten zu meiden. Terrorismus bewerten die britischen Behörden als dauerhaftes Risiko; die jeweilige Stufe veröffentlichen die amtlichen Stellen.
In den Bergen sind Nebel, Kälte und plötzlicher Wetterwechsel die eigentlichen Gefahren, am Ben Nevis ebenso wie in den Cuillin. Wer ohne Navigation und Ausrüstung aufsteigt, riskiert viel. Das BMEIA weist ausserdem auf Überschwemmungen im Winter hin. Verkehrsregeln: Linksverkehr, in Schottland gilt laut Auswärtigem Amt eine Promillegrenze von 0.5.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA, Schweizer Vertretungen im Vereinigten Königreich
Wie kommt man nach Edinburgh und in die Highlands?
Edinburgh Airport (EDI) liegt 9 km westlich der Stadt und war 2025 mit 16.97 Millionen Passagieren der meistgenutzte Flughafen Schottlands; die Tram fährt in unter 35 Minuten ins Zentrum. Für die Highlands sind Inverness (INV) und Glasgow (GLA) die weiteren Tore.
Flughäfen
- Edinburgh (EDI): Easyjet, Ryanair und British Airways bedienen rund 152 Ziele (Stand laut Wikipedia). Anschluss: Tram alle 7 Minuten bis York Place, Busse von Lothian Buses und Scottish Citylink, Zug ab Edinburgh Gateway.
- Glasgow (GLA): 2024 rund 8.1 Millionen Passagiere, im Sommer eine Nonstop-Verbindung nach Newark sowie Emirates nach Dubai; der Airport Express (Linie 500) fährt direkt ins Zentrum.
- Inverness (INV): 2025 rund 824’000 Passagiere; über 65 % davon fliegen nach London. Flüge von Gatwick, Heathrow, Luton und Amsterdam, Zugstation am Flughafen seit Februar 2023.
Inverness wird laut Wikipedia vor allem von London (Gatwick, Heathrow, Luton) und Amsterdam angeflogen; Glasgow hat im Sommer eine Nonstop-Verbindung nach Newark. Wer aus Übersee kommt, fliegt meist über ein Drehkreuz in Grossbritannien oder Europa weiter.
Zug und Bus im Land
Die Highland Main Line verbindet Perth mit Inverness auf 118 Meilen, vorbei an Pitlochry und Aviemore. ScotRail fährt etwa im Zweistundentakt, die Strecke ist weitgehend einspurig. Die West Highland Line fährt von Glasgow nach Fort William (123 Meilen, 3 h 45 min) und weiter nach Mallaig (164 Meilen, 5 h 15 min); drei Züge täglich, sonntags einer. Fort William–Mallaig dauert rund 90 Minuten.
Der Caledonian Sleeper verbindet London mit Edinburgh, Inverness (Ankunft 8.45 Uhr), Aberdeen und Fort William (Ankunft 10 Uhr). Er verkehrt laut seat61 nicht samstags, die Buchung öffnet ein Jahr im Voraus. Der Jacobite-Dampfzug fährt von April bis Oktober von Fort William nach Mallaig und über das Glenfinnan-Viadukt.
Fähre und Skye-Brücke
Die Skye Bridge zwischen Kyle of Lochalsh und Kyleakin ist 1.5 Meilen lang, seit 1995 in Betrieb und seit Dezember 2004 kostenlos. Alternativ fährt CalMac von Mallaig nach Armadale in 45 Minuten; die Fähre sollte man im Voraus reservieren, Fussgänger melden sich spätestens 10 Minuten vor Abfahrt am Terminal.
Mit dem Mietwagen gilt Linksverkehr. Auf einspurigen Strassen mit Ausweichstellen gibt man dem Gegenverkehr Vorrang; Einheimische sind schneller, daher lieber anhalten und überholen lassen.
Quellen: Wikipedia (en) · Edinburgh Trams · Edinburgh Airport · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · The Man in Seat 61 · The Man in Seat 61 · Isle of Skye (Tourismusportal) · Caledonian MacBrayne (CalMac) · Auswärtiges Amt
Was kostet Schottland und wie bezahlt man?
Bezahlt wird in Pfund Sterling, fast überall kontaktlos mit Karte. Neu ist in Edinburgh die Übernachtungsabgabe: 5 % auf den Zimmerpreis vor Mehrwertsteuer für die ersten fünf Nächte, seit dem 24. Juli 2026 (Stand Oktober 2026).
Die Abgabe gilt für Hotels, B&Bs, Hostels, Ferienwohnungen und Campingplätze, nicht für Frühstück oder Extras. Mehr zu Währung und Trinkgeld steht auf der Seite zum Vereinigten Königreich.
Schottische Banknoten geben die Royal Bank of Scotland, die Bank of Scotland und die Clydesdale Bank aus. Sie sind nirgendwo im Königreich gesetzliches Zahlungsmittel, werden in Schottland aber überall akzeptiert; in England verweigern manche Händler sie. Wer nach Süden weiterreist, tauscht sie besser an einem Bankschalter.
Geldautomaten werden im Westen und auf den Inseln rar; ein Bargeldpuffer lohnt dort. Mietwagen, Fährplätze und die Burg kosten im Sommer am meisten.
Quellen: City of Edinburgh Council · Wikipedia (en)
Wo übernachtet man in Edinburgh und in den Highlands?
In Edinburgh liegen Hotels in der Neustadt rund um die George Street und Princes Street, in der Altstadt und in Leith; im August sind alle Preise am höchsten. In den Highlands überwiegen B&Bs, kleine Hotels, Hostels und Ferienhäuser.
Wer die Royal Mile zu Fuss erreichen will, wohnt in der Alt- oder Neustadt. Ruhiger und oft günstiger ist Leith, mit Tram- und Busanschluss. Für Skye und Glen Coe gilt: früh buchen, denn das Angebot ist klein.
Wildes Campen ist in Schottland nach den Zugangsrechten erlaubt, wenn man sich an den Outdoor Access Code hält (kein Lager an Gebäuden, kein Müll, kein Feuer in empfindlichem Gelände). In Edinburgh gilt die Übernachtungsabgabe auch für Campingplätze.
Quellen: City of Edinburgh Council · Citizens Advice Scotland
Was isst man in Schottland?
Typisch sind Haggis mit Neeps und Tatties, Porridge, Räucherlachs und Meeresfrüchte von der Westküste. Dazu kommt Whisky, der in fünf offiziellen Regionen entsteht.
Haggis wird traditionell mit Kohlrübe (Neeps) und Kartoffelstock (Tatties) serviert. Fisch und Meeresfrüchte sind an der Westküste und auf Skye ein Schwerpunkt. Vegetarische Gerichte sind in Edinburgh breit zu finden, auf dem Land seltener.
Pubs servieren oft nur bis zum frühen Abend Essen, in kleinen Orten schliesst die Küche früh; zum Abendessen im Hochland besser reservieren.
Quellen: Scotch Whisky Association
Welche Bräuche und Regeln prägen den Alltag?
Schottland pflegt Dudelsack, Tartan, Highland Games und Hogmanay; die Silvesterfeier ist wichtiger als Weihnachten. Beim Besuch zählen Höflichkeit und Zurückhaltung gegenüber Anwohnern, besonders auf Crofts und Inseln.
Beim Hogmanay besucht man nach Mitternacht Nachbarn; der erste Gast («first-footer») bringt Salz, Kohle, Shortbread oder Whisky. Edinburghs Strassenfest war 1996/97 laut Wikipedia mit rund 400’000 Gästen das grösste der Welt, später wurden die Zahlen aus Sicherheitsgründen begrenzt.
Das Royal Edinburgh Military Tattoo findet seit 1950 im August auf der Burgesplanade statt, mit rund 8’800 Plätzen pro Abend. Gälisch erlebt man vor allem auf den Hebriden; auf Skye wird es zusätzlich zum Englischen auf Schildern verwendet.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was kann man in Edinburgh und Schottland unternehmen?
Zu den festen Zielen zählen die Burg, Arthur’s Seat, eine Destillerie, Glen Coe, die Eisenbahnfahrt auf der West Highland Line und die Wanderwege auf Skye. Für Edinburgh genügen drei Tage, für eine Highland-Runde sind sieben bis zehn Tage realistisch.
In Edinburgh
- Burg und Royal Mile: Tickets vorab online, Besuch am Morgen.
- Arthur’s Seat: rund 251 m, gut in 1 bis 2 Stunden zu begehen, bei Wind warm anziehen.
- Royal Yacht Britannia: in Leith, mit Tram oder Bus erreichbar.
- Festivals: Fringe (August, drei Wochen), Tattoo, Hogmanay; Zimmer früh buchen.
Whisky
Die Scotch Whisky Association unterscheidet fünf Regionen: Speyside (die dichteste Region der Welt), Lowland, Highland (mit den Inseln), Campbeltown und Islay, bekannt für stark getorfte Whiskys. Auf Skye produzieren die Destillerien Talisker (Carbost, gegründet 1830, rund 50’000 Besucher im Jahr) und Torabhaig. Führungen sollte man im Voraus buchen; wer fährt, probiert nicht.
Natur und Wandern
Der Ben Nevis ist ein Hochgebirgstag mit rund 700 m Anstieg (Mountain Track). Im Cairngorms-Nationalpark findet man Rentiere und Steinadler, auf Skye den Quiraing, den Old Man of Storr und die Fairy Pools. In Schottland gilt das Zugangsrecht: Man darf fast überall wandern und zelten, ausser auf Gärten, Äckern, Sportplätzen und Bahngelände; Hunde sind zu kontrollieren, vor allem bei Vieh.
Bahn und Strasse
Die West Highland Line gilt als eine der schönsten Zugstrecken; das Glenfinnan-Viadukt ist 380 m lang, hat 21 Bögen und wurde 1897 bis 1901 aus Beton gebaut. Es ist durch die Harry-Potter-Filme bekannt; Fotografen dürfen die Gleise nicht betreten.
Quellen: Historic Environment Scotland · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Edinburgh Festival Fringe Society · Scotch Whisky Association · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Citizens Advice Scotland · Wikipedia (en) · The Man in Seat 61
Wie reist man in Schottland nachhaltig?
Wer Zug, Bus und Fähre nutzt, entlastet die einspurigen Strassen und die Dörfer. Wichtig sind der Outdoor Access Code, Abfall mitnehmen und früh oder spät an Hotspots wie den Fairy Pools.
Skye und das Glenfinnan-Viadukt leiden unter hohem Besucherdruck. Zeiten ausserhalb von 11 bis 13 Uhr, die Bahn statt des Autos, lokale Unterkünfte und Destillerien mit Führung schonen Orte und Anwohner. Die Edinburgher Übernachtungsabgabe fliesst in die Infrastruktur der Stadt.
Quellen: Isle of Skye (Tourismusportal) · Wikipedia (en) · City of Edinburgh Council
Wie lässt sich Schottland mit anderen Zielen kombinieren?
Edinburgh passt zu einer Bahnreise nach London oder Nordengland, die Highlands zu einem Abstecher nach Glasgow, Nordirland oder zu den Inseln. Der Nachtzug verbindet London mit Fort William.
Zum Vereinigten Königreich gehören London, Wales, Nordirland, Südengland und Nordengland; siehe die Seiten London, Nordengland, Wales und Nordirland. Eine klassische Route: Edinburgh, Inverness, Skye, Fort William, Glasgow.
Quellen: The Man in Seat 61 · Wikipedia (en)
Für wen eignet sich Edinburgh und Schottland, für wen weniger?
Edinburgh passt zu Städtereisenden, Kultur- und Festivalgästen, die Highlands zu Wanderern, Bahn- und Naturfreunden. Weniger geeignet ist die Region für alle, die verlässlich warmes Wetter, viel Strand oder lange Tage im Auto scheuen.
Familien finden in Edinburgh Museen und Parks, auf Skye gibt es kurze Wege wie die Fairy Pools. Reisende im Rollstuhl finden in der Burg Hilfen, in den Highlands aber weite Wege. Wer nur eine Woche hat, wählt Edinburgh plus eine Region statt Edinburgh bis Skye.
Quellen: Historic Environment Scotland