Was bietet London und wie viel Zeit braucht die Stadt?
London zählt laut Zensus 2021 rund 9.14 Mio. Einwohner im Grossraum und ist damit die drittgrösste Stadt Europas. Für die grossen Sehenswürdigkeiten genügen drei bis vier volle Tage; wer Museen, Parks, Viertel und einen Tagesausflug verbindet, braucht eine Woche.
London ist keine Stadt mit einem Zentrum, sondern ein Gefüge aus Dutzenden Ortskernen entlang der Themse. Westminster steht für Macht und Zeremonie, die City für Finanzen und Römerzeit, das West End für Theater, Kneipen und Einkaufsstrassen, der Osten für Märkte, Street-Art und Gründerszene. Man bewegt sich nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, sondern von Viertel zu Viertel.
Diese Seite behandelt, was in der Stadt selbst zählt: Viertel, Museen, Flughäfen, Verkehr und Tagesausflüge. Allgemeine Einreise (ETA), Währung, Steckdosen und Notrufe stehen auf der Landesseite Vereinigtes Königreich.
Viele staatliche Museen verlangen keinen Eintritt, darunter das British Museum, die National Gallery, die Tate Modern und die drei Häuser in South Kensington. Das drückt die Kosten eines Städtetrips spürbar, auch wenn Sonderausstellungen und Schlösser Geld kosten.
Wie ist London geprägt?
Die Römer gründeten Londinium um das Jahr 47; heute sprechen die Bewohner über 300 Sprachen. Der Grossbrand von 1666 zerstörte einen Grossteil der hölzernen Stadt, und der Wiederaufbau prägt bis heute das Bild der City.
Die Stadt besteht aus 32 Stadtbezirken (Boroughs) plus der City of London, dem historischen Kern der Finanzwelt, die ihre mittelalterlichen Grenzen behalten hat. Die Themse ist rund 80 km tidal bis zur Nordsee, das heisst, der Pegel steigt und fällt mit den Gezeiten.
Nach dem Brand von 1666 dauerte der Wiederaufbau mehr als ein Jahrzehnt unter Aufsicht von Robert Hooke. Das Ergebnis ist eine Stadt der Gegensätze: mittelalterliche Festung neben Hochhäusern, königliche Zeremonien neben Strassenküche aus aller Welt. Diese Vielfalt ist der eigentliche Grund für den Besuch, nicht einzelne Monumente.
Quellen: Wikipedia
Welche Viertel und Orte sollte man in London kennen?
Der Kern der Besucherrouten liegt zwischen Westminster, dem West End und der City, ergänzt durch South Bank, South Kensington, Greenwich und den Osten. Die meisten Wege sind mit der Tube, der Elizabeth line oder zu Fuss in 10 bis 30 Minuten erledigt.
Westminster und St James’s
Hier liegen Palace of Westminster mit dem Elizabeth Tower («Big Ben»), Westminster Abbey und Buckingham Palace. Der Palast ist seit 1987 gemeinsam mit der Abbey und St Margaret’s Church UNESCO-Welterbe. Der Elizabeth Tower ist 315 Fuss hoch, die Glocke wiegt 13.8 t.
Westminster Abbey ist ein aktiver anglikanischer Gottesdienstort: Seit 1066 wurden hier 40 Monarchen gekrönt, in der Poets’ Corner liegen Dichter und Gelehrte. Buckingham Palace hat 775 Räume; die State Rooms öffnen im Sommer und an einzelnen Terminen im Jahr. Die Wachablösung findet von April bis Juli täglich statt, sonst nur an einzelnen Tagen.
City of London, Tower und South Bank
Der Tower of London wurde nach 1066 von Wilhelm dem Eroberer gegründet; der White Tower wurde ab etwa 1078 gebaut. Die Kronjuwelen sind im Waterloo Block ausgestellt, die Yeoman Warders («Beefeaters») betreuen das Gelände. Seit 1988 ist der Tower UNESCO-Welterbe, rund 2.8 Mio. Gäste kommen pro Jahr.
St Paul’s Cathedral wurde von Christopher Wren entworfen und 1710 fertiggestellt; die Kuppel ist 111 m hoch und über Treppen bis zur Whispering Gallery und zur Golden Gallery begehbar. Auf der anderen Themseseite steht die Tate Modern im früheren Kraftwerk Bankside, eröffnet im Mai 2000. In der Nähe liegt Shakespeare’s Globe, 1997 als Rekonstruktion eröffnet, mit rund 873 Sitz- und etwa 700 Stehplätzen.
West End, Soho und Covent Garden
Soho ist rund eine Quadratmeile gross und begrenzt von Oxford Street, Shaftesbury Avenue, Regent Street und Charing Cross Road. Gerrard Street ist das Zentrum von Chinatown, Old Compton Street das Herz des bekanntesten schwulen Viertels der Stadt. Covent Garden mit der 1630 von Inigo Jones angelegten Piazza, der Royal Opera House und dem London Transport Museum liegt direkt östlich.
Im West End stehen rund 40 Theater; 2023 zählte die Society of London Theatre einen Rekord von 17.1 Mio. Besuchen.
Bloomsbury, South Kensington und die Parks
Das British Museum liegt in Bloomsbury und zeigt von rund 8 Mio. Objekten nur einen Bruchteil; der Great Court gilt als grösster überdachter Platz Europas. In South Kensington reihen sich Natural History Museum, Science Museum und V&A, alle ohne Eintritt für die Dauerausstellung.
Hyde Park umfasst rund 140 ha und ist von 5 Uhr bis Mitternacht geöffnet; am Speakers’ Corner (Marble Arch) darf seit 1872 öffentlich geredet werden. Die Royal Parks umfassen acht Parks, darunter Regent’s Park, Greenwich Park und Richmond Park. Hampstead Heath im Norden ist 320 ha gross, bietet von Parliament Hill einen geschützten Blick auf die Skyline und ganzjährig Badeteiche.
Notting Hill, Camden, Shoreditch
Notting Hill ist für stuckverzierte Häuserzeilen, Portobello Road und den Karneval bekannt. Camden Market in sechs Teilmärkten am Regent’s Canal zieht rund 250’000 Besucher pro Woche an und ist vor allem am Wochenende voll. Shoreditch im Osten ist für Street-Art, Pubs, Clubs und das Tech-Cluster rund um Old Street bekannt; die Station Shoreditch High Street liegt an der Overground.
Greenwich, Kew und Hampton Court
Maritime Greenwich ist seit 1997 UNESCO-Welterbe mit Old Royal Naval College, Queen’s House, Royal Observatory und Cutty Sark. Der Nullmeridian verläuft durch das Observatorium. Der Greenwich Park ist 183 acres gross und bietet Ausblicke auf die Stadt.
Die Royal Botanic Gardens in Kew sind seit 2003 Welterbe; die 326 acres Gartenfläche beherbergen über 27’000 Pflanzentaxa. Hampton Court Palace, 1514 von Kardinal Wolsey begonnen und von Heinrich VIII. ausgebaut, liegt rund 12 Meilen südwestlich des Zentrums, mit Bahnhof Hampton Court.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · The Royal Parks · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für London?
London hat ein ozeanisches Klima ohne Extreme: Sommerhöchstwerte liegen im Mittel bei etwa 23 bis 24 °C, die Wintertiefstwerte bei etwa 2 °C, der Jahresniederschlag bei rund 628 mm. Regen fällt das ganze Jahr, deshalb gilt die Faustregel: Schirm und Schichten statt Jahreszeit wählen. Gewitter kommen im Mittel an rund 16 Tagen pro Jahr vor.
Die Werte stammen von der Station Kew Gardens (Normalwerte 1991 bis 2020). Mai bis September bringen die längsten Tage und die meisten Aussenaktivitäten; im Winter spielen Museen, Theater und Pubs die Hauptrolle.
Schnee fällt an durchschnittlich rund 16 Tagen im Jahr, bleibt aber selten liegen. Der Niederschlag verteilt sich ziemlich gleichmässig übers Jahr; Köppen ordnet London als gemässigt-ozeanisch (Cfb) ein. Hyde Park ist ganzjährig von 5 Uhr bis Mitternacht offen, Kensington Gardens schliesst bei Einbruch der Dunkelheit, was im Winter früh ist.
Wiederkehrende Ereignisse folgen einem Muster: Der Notting Hill Carnival findet mit bis zu 2 Mio. Gästen am August-Bank-Holiday-Wochenende statt, Winter Wonderland im Hyde Park im Winter, Shakespeare’s Globe spielt von etwa Mai bis Anfang Oktober unter freiem Himmel.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was gilt für die Einreise nach London?
Die Einreisebestimmungen gelten für das ganze Vereinigte Königreich und stehen auf der Landesseite. Für London zählt zusätzlich: Vor dem Eurostar ist eine Passkontrolle nötig.
Regeln zu ETA, Reisepass und Aufenthaltsdauer für Schweizer, Deutsche und Österreicher sowie der Hinweis auf andere Staatsangehörigkeiten stehen auf der Seite Vereinigtes Königreich. Massgeblich sind immer die amtlichen Stellen: gov.uk, EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA. Eurostar-Reisende absolvieren die Passkontrolle vor dem Einsteigen.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Welche Gesundheitshinweise gelten für London?
London ist reisemedizinisch unproblematisch: healthytravel.ch empfiehlt die Standardimpfungen nach Schweizer Impfplan (Polio, Diphtherie-Tetanus-Pertussis, Masern-Mumps-Röteln, Varizellen), FSME ist im Vereinigten Königreich nicht endemisch. Die Gesundheitsversorgung ist hochwertig, eine Auslandskrankenversicherung wird dennoch empfohlen.
Die CDC weist auf Masern hin und empfiehlt, die MMR-Impfung vor der Abreise zu prüfen; ausserdem wird die Poliovirus-Impfung für Erwachsene mit Auffrischung erwähnt. Gelbfieber ist weder vorgeschrieben noch empfohlen. Impfentscheidungen gehören in ein ärztliches oder reisemedizinisches Gespräch.
In Parks und auf Hampstead Heath sind Zecken und damit Lyme-Borreliose möglich; Schutzmassnahmen sind sinnvoll. Im Notfall gilt 999 oder 112.
Die Regeln zur Krankenversicherung und Behandlungskosten für Schweizer, Deutsche und Österreicher stehen auf der Landesseite Vereinigtes Königreich.
Quellen: healthytravel.ch · CDC Travelers' Health · BMEIA
Wie sicher ist London für Reisende?
London gilt als sicher; auf Reisende zielen vor allem Taschendiebstahl und das Entreissen von Handys durch Radfahrer oder Mopedfahrer. Das Auswärtige Amt und das BMEIA beschreiben zudem eine erhöhte Terrorwachsamkeit im ganzen Land.
Das Auswärtige Amt nennt Handy-Diebstahl durch Radfahrer als verbreitetes Muster und rät unter anderem dazu, die IMEI-Nummer zu notieren, das Telefon nicht offen an der Strasse zu nutzen und starke Sperrcodes zu verwenden. Das BMEIA rät zu wenig Bargeld, Kopien der Dokumente, keinem auffälligen Schmuck und Vorsicht in dunklen, einsamen Gegenden.
Beim Terrorrisiko sind Hinweise der Behörden zu verdächtigen Gepäckstücken auf Bahnhöfen und in der U-Bahn ernst zu nehmen und über 999 oder die Polizei-Hotline zu melden. Die aktuelle Einschätzung steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA; wir geben sie hier bewusst nicht im Wortlaut wieder.
Der Strassenverkehr läuft links; die CDC mahnt beim Überqueren der Strasse zu besonderer Vorsicht.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · CDC Travelers' Health
Wie kommt man nach London und wie weiter in die Stadt?
London hat sechs Flughäfen, darunter Heathrow (LHR), Gatwick (LGW), Stansted (STN), Luton (LTN) und London City (LCY); Heathrow ist mit 83.9 Mio. Fluggästen 2024 der grösste. Eurostar verbindet St Pancras mit Paris in rund 2 h 15 min, mit Brüssel und Amsterdam.
| Flughafen | Code | Passagiere 2024 | Entfernung | Bahnverbindung |
|---|---|---|---|---|
| Heathrow | LHR | 83.9 Mio. | 26 km (Westen) | Heathrow Express ab Paddington, Elizabeth line, Piccadilly line |
| Gatwick | LGW | 43.2 Mio. | 45 km (Süden) | Gatwick Express nach Victoria, Southern, Thameslink |
| Stansted | STN | 29.76 Mio. | 63 km (Nordosten) | Stansted Express nach Liverpool Street |
| Luton | LTN | 16.94 Mio. | 55 km (Nordwesten) | DART zur Station Luton Airport Parkway, Thameslink |
| London City | LCY | 3.57 Mio. | 14 km (Osten) | DLR-Station am Terminal |
Heathrow (LHR)
Heathrow hat vier Passagierterminals (2 bis 5). Der Heathrow Express braucht von Paddington bis Heathrow Central 15 Minuten und verkehrt alle 15 Minuten; zu Terminal 5 kommen etwa 6 Minuten dazu. Die Elizabeth line braucht rund 27 Minuten, fährt etwa alle 10 Minuten und hält mehrfach in der Stadt. Für Fahrten zum und vom Flughafen gilt ein Aufpreis. Die Piccadilly line (Tube) ist die günstigste Variante und braucht unter einer Stunde.
Gatwick (LGW)
Gatwick hat zwei Terminals (Nord und Süd), verbunden durch eine automatische Hochbahn. Der Bahnhof ist per Shuttle von beiden Terminals erreichbar. Der Gatwick Express nach Victoria braucht rund 30 Minuten, Thameslink bedient London Bridge, Blackfriars, Farringdon und St Pancras. Insgesamt sind laut Flughafen rund 30 bis 45 Minuten bis ins Zentrum üblich.
Stansted, Luton und London City
Stansted und Luton sind Basen für Billigflieger (Ryanair, easyJet, Wizz Air). Von Luton Airport Parkway fährt Thameslink in nur 22 Minuten nach St Pancras; die DART-Bahn verbindet Terminal und Bahnhof seit März 2023. London City liegt im Docklands, hat eine einzige 1’508 m lange Piste und bedient vor allem europäische Geschäftsrouten. Betriebszeiten: Mo bis Fr 06:30 bis 22:30, Sa bis 13:00, So ab 12:30.
Mit dem Zug aus Europa
Eurostar fährt ab St Pancras International nach Paris-Nord (rund 2 h 15 min), Brüssel, Amsterdam und Rotterdam. Vor der Abfahrt ist eine Passkontrolle nötig. St Pancras liegt neben King’s Cross und bedient zugleich Hochgeschwindigkeitszüge nach Kent (Canterbury, Dover) und Thameslink nach Brighton und Cambridge.
Innerhalb der Stadt
Die Underground hat 11 Linien und 272 Stationen und wird jährlich für über 1.2 Mia. Fahrten genutzt. Die Elizabeth line fährt seit Mai 2022 durch das Zentrum und verbindet Paddington, Bond Street, Tottenham Court Road, Farringdon, Liverpool Street und Canary Wharf. Am Wochenende fährt die Night Tube auf fünf Linien (Central, Jubilee, Northern, Piccadilly, Victoria) die ganze Nacht.
Bezahlt wird per kontaktloser Karte oder Handy am Gate («Pay as you go»): Beim Ein- und Aussteigen dasselbe Gerät oder dieselbe Karte nutzen. Auf Bussen und Trams genügt das Einchecken. Es gelten tägliche und wöchentliche Preisobergrenzen («Capping») in den Zonen 1 bis 9; aktuelle Tarife stehen bei TfL. Die Visitor Oyster Card kostet eine nicht erstattbare Gebühr, das Restguthaben ist erstattbar.
Die schwarzen Taxis (Hackney Carriages) werden von Fahrern mit der Prüfung «The Knowledge» gefahren und dürfen auf der Strasse herangewinkt werden. Santander Cycles hat rund 800 Stationen und 12’000 Fahrräder, bezahlt wird kontaktlos am Terminal.
Wer im Zentrum Auto fährt, zahlt die Congestion Charge: £18 pro Tag bei Zahlung am Tag selbst oder vorher (Stand Oktober 2026), Mo bis Fr 7:00 bis 18:00, Sa, So und Feiertage 12:00 bis 18:00, nicht zwischen Weihnachten und Neujahr. Die ULEZ gilt rund um die Uhr in allen Stadtbezirken; nicht konforme Fahrzeuge zahlen £12.50 pro Tag.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Heathrow Express · Heathrow Airport · Wikipedia · Gatwick Airport · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Transport for London · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Transport for London · Transport for London
Was kostet London und wie bezahlt man?
Die Währung ist das Pfund Sterling. In London lässt sich im öffentlichen Verkehr und in den meisten Läden kontaktlos zahlen, öffentliche Verkehrsmittel akzeptieren ausländische Karten. Die grössten Kostenpunkte sind Unterkunft und Sonderausstellungen; viele Museen sind frei.
TfL akzeptiert internationale Karten, Auslandseinsatzgebühren können je nach Kartenherausgeber anfallen; vorab bei der eigenen Bank nachfragen. Papiertickets sind teurer als Pay as you go.
Die Visitor Oyster Card kann nicht registriert werden, ihr Restguthaben ist bei Verlust nicht gesichert. Kontaktlose Karten funktionieren wie Oyster Cards und sind für die meisten Besucher die einfachere Wahl.
Eintritte ändern sich häufig; Preise für Tower, Abbey, St Paul’s, Windsor oder Hampton Court gehören auf die Websites der Betreiber (Historic Royal Palaces, Royal Collection Trust, Westminster Abbey). Online-Buchung ist bei den grossen Sehenswürdigkeiten üblich.
Trinkgeld und Servicegebühr sowie Währungsdetails stehen auf der Landesseite Vereinigtes Königreich.
Quellen: Transport for London · Wikipedia · Wikipedia
Wo übernachtet man am besten in London?
Die beste Lage hängt vom Reisestil ab: Westminster und South Bank für Sehenswürdigkeiten, Soho und Covent Garden für Theater und Abende, Kensington für Museen, Shoreditch für Märkte und Nachtleben. Wichtiger als der Stadtteil ist die Nähe zu einer Tube- oder Elizabeth-line-Station.
Für Eurostar-Reisende bietet sich die Gegend um St Pancras/King’s Cross an, für Frühflüge Heathrow oder Gatwick mit Bahnanschluss.
Beim Notting Hill Carnival am August-Bank-Holiday-Wochenende ist die Gegend besonders voll; Unterkünfte dort früh buchen.
Was isst man in London?
London bietet die Küchen der Welt, dazu britische Klassiker: Fish and Chips, Sunday Roast, Afternoon Tea und Pubessen. Märkte wie Borough Market (Di bis So geöffnet) sind gute Orte für den Einstieg.
Die ersten bekannten Fish-and-Chips-Läden eröffneten in den 1860er-Jahren in London, einer davon von Joseph Malin. Traditionell sind Kabeljau oder Schellfisch, dicke Chips, Salz, Essig und Erbsenpüree.
Der Sunday Roast mit Fleisch, Bratkartoffeln, Gemüse und beim Rind Yorkshire Pudding wird in vielen Pubs sonntags serviert. Afternoon Tea mit Sandwiches, Scones, Clotted Cream und Kuchen wurde im 19. Jahrhundert verbreitet; klassisch ist die Zeit zwischen 16 und 17 Uhr.
Im Pub bestellt und zahlt man an der Bar; das ist üblich und nicht unhöflich. Der Borough Market südlich der London Bridge geht auf eine Markterwähnung von 1276 zurück, das heutige Gebäude stammt von 1851. Camden und Shoreditch bieten Streetfood, Soho Restaurants aller Küchen und Chinatown um die Gerrard Street.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Welche kulturellen Besonderheiten sollte man in London kennen?
Zum Alltag gehören Pubkultur mit Bestellen an der Bar, Sonntagsessen und Afternoon Tea. Die Stadt feiert Vielfalt, vom Notting Hill Carnival bis Chinatown.
Im Pub bestellt man an der Bar, ohne Tischbedienung; das gehört zu den Merkmalen eines klassischen Pubs.
Der Notting Hill Carnival wurde 1966 erstmals als Strassenfest begangen, hat Wurzeln im karibischen Karneval von 1959 und zieht bis zu 2 Mio. Besucher an. Er läuft am August-Bank-Holiday-Wochenende: Samstag Panorama, Sonntag Kindertag, Montag Hauptparade.
Westminster Abbey und St Paul’s sind aktive Kirchen mit regelmässigen Gottesdiensten; Besuchszeiten richten sich danach und sind beim Betreiber zu prüfen.
Was sind die wichtigsten Erlebnisse in London?
Ein dreitägiger Kernplan verbindet Westminster, Tower und South Bank, die Museen und einen Park- oder Marktag. Dazu kommen Theater am Abend und eine Fahrt auf der Themse nach Greenwich. Alles Wichtige ist mit Tube und Elizabeth line erreichbar.
- Tag 1: Westminster Abbey, Houses of Parliament von aussen, St James’s Park, Buckingham Palace, Abend im West End.
- Tag 2: Tower of London, Tower Bridge, Borough Market, Tate Modern, Shakespeare’s Globe von aussen.
- Tag 3: British Museum, Covent Garden, Soho; alternativ South Kensington mit Natural History Museum, V&A und anschliessend Hyde Park.
Wer mehr Zeit hat, ergänzt Greenwich (Nullmeridian, Cutty Sark, Park), Kew Gardens oder Hampton Court Palace. Für Natur im Stadtgebiet bietet Hampstead Heath mit Parliament Hill die beste Aussicht; im Sommer sind die Badeteiche ein Erlebnis.
Theater und Musik
Das West End hat rund 40 Theater, Shakespeare’s Globe spielt von Mai bis Anfang Oktober im Freien (Stehplätze für die «Groundlings»). Wegen der Nachfrage sollte man Tickets für Hits früh sichern.
Tagesausflüge
Die gängigen Ziele erreicht man ab London mit dem Zug in 1 bis 2 Stunden. Details stehen im Abschnitt «Kombinieren».
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in London nachhaltig?
Die Stadt ist ohne Auto gut bereisbar: Tube, Elizabeth line, Busse, Fahrräder und Fusswege decken fast alles ab. Für Autofahrer gibt es Congestion Charge und ULEZ.
Die ULEZ gilt in allen Stadtbezirken rund um die Uhr; nicht konforme Fahrzeuge zahlen £12.50 pro Tag. Santander Cycles bietet rund 800 Stationen. Neu zugelassene schwarze Taxis müssen seit 2018 emissionsfrei sein.
Eurostar verbindet St Pancras mit Paris, Brüssel und Amsterdam und ersetzt auf diesen Strecken den Flug.
Quellen: Transport for London · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was lässt sich mit London kombinieren?
Gut machbar sind Oxford (rund 1 h ab Paddington), Cambridge (rund 50 bis 60 min ab King’s Cross), Windsor, Canterbury (rund 55 min ab St Pancras) und Brighton. Stonehenge und Bath liegen weiter westlich und eignen sich eher für zwei Tage.
| Ziel | Zug ab | Dauer / Distanz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Oxford | Paddington | rund 1 h | Universität seit dem 11. Jahrhundert, Bodleian, Ashmolean |
| Cambridge | King’s Cross / Liverpool Street | rund 50 bis 60 min / 60 bis 75 min | King’s College Chapel, Punting auf dem Cam |
| Windsor | Paddington / Waterloo | rund 25 Meilen westlich | am längsten bewohntes Schloss Europas |
| Canterbury | St Pancras (Southeastern) | rund 55 min | UNESCO-Welterbe seit 1988 |
| Brighton | Victoria / London Bridge | 47 Meilen südlich | Royal Pavilion, Pier, Kiesstrand |
| Bath | Paddington | 97 Meilen westlich | UNESCO-Welterbe, Roman Baths |
| Stonehenge | Zug nach Salisbury plus Bus | rund 1 h bis Salisbury | UNESCO-Welterbe seit 1986 |
Oxford liegt 56 Meilen nordwestlich und zählt rund 35’000 Vollzeitstudierende. Cambridge liegt rund 55 Meilen nördlich, die Universität wurde 1209 gegründet.
Windsor Castle gilt als das am längsten bewohnte Schloss Europas; sehenswert sind St George’s Chapel und die State Apartments. Canterbury Cathedral ist Mutterkirche der anglikanischen Weltgemeinschaft. Brighton wurde 1841 per Bahn angebunden und ist ein klassisches Seebad. Bath ist seit 1987 UNESCO-Welterbe (georgianische Terrassen, Römerbäder).
Stonehenge entstand in mehreren Phasen etwa zwischen 3100 und 1600 v. Chr., der Sarsen-Kreis zwischen 2600 und 2400 v. Chr. Der Zugang ist reguliert; Details und Eintritt bei English Heritage. Für weitere Ziele siehe Südengland, Nordengland, Wales und Edinburgh und Schottland.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Für wen eignet sich London und für wen weniger?
London passt zu Reisenden, die Museen, Theater, Vielfalt und gute Verkehrsanbindung suchen, auch bei Regen. Weniger passt es zu Reisenden, die Ruhe, Natur oder ein knappes Budget wollen.
Gut geeignet: Kulturreisende, Familien (viele freie Museen, Parks), Städtereisende ohne Auto, Wiederkehrer mit Lust auf Viertel statt Sehenswürdigkeiten.
Weniger geeignet: wer Menschenmengen und lange Wege meidet oder reine Erholung in der Natur sucht.
Quellen: Wikipedia