Was erwartet Reisende in Peking?
Peking ist die Hauptstadt Chinas mit mehr als 21.8 Millionen Einwohnern im gesamten Stadtgebiet und acht UNESCO-Welterbestätten, darunter die Verbotene Stadt, der Himmelstempel, der Sommerpalast und Abschnitte der Grossen Mauer. Die Stadt liegt auf rund 44 m Höhe in der Nordchinesischen Ebene, ihre Sehenswürdigkeiten sind weit verteilt und durch ein U-Bahn-Netz von rund 900 km verbunden.
Zwei Flughäfen bedienen die Stadt: Capital (PEK) im Nordosten und Daxing (PKX) im Süden. Für die meisten Sehenswürdigkeiten gilt: Eintritt nur mit vorab reserviertem Ticket und dem Reisepass, mit dem gebucht wurde. Das gilt besonders für die Verbotene Stadt, die keine Tagestickets verkauft.
Diese Seite vertieft die Stadt. Allgemeine Regeln zu Einreise, Visum, Gesundheit und Sicherheit stehen auf der Landesseite China; hier geht es um Ankunft, Tickets, Viertel, Ausflüge zur Grossen Mauer und die Reisezeit in Peking selbst.
Quellen: Wikipedia
Wie ist Peking als Reiseziel?
Peking ist eine weitläufige Metropole mit sechs Ringstrassen, in der kaiserliche Anlagen, enge Gassenviertel und moderne Hochhausbezirke nebeneinanderliegen. Die Entfernungen sind gross: Die Verbotene Stadt und der Sommerpalast liegen in unterschiedlichen Teilen der Stadt, und die Grosse Mauer ist ein Tagesausflug von 60 bis über 150 km.
Der historische Kern folgt einer Nord-Süd-Achse. Die Beijing Central Axis erstreckt sich laut Wikipedia über 7.8 km von den Trommel- und Glockentürmen im Norden bis zum Yongdingmen-Tor im Süden und wurde 2024 als Welterbe anerkannt. Entlang dieser Achse liegen unter anderem die Verbotene Stadt, der Platz des Himmlischen Friedens und der Himmelstempel.
Die Hutong-Gassen bieten einen Gegenpol zu den monumentalen Anlagen. Es lohnt sich, die Tage nach Stadtteilen zu bündeln.
Welche Orte in Peking lohnen sich?
Das Kerngebiet liegt innerhalb der zweiten Ringstrasse mit der Verbotenen Stadt auf 72 Hektar, dem Himmelstempel mit 273 Hektar und den Hutongs um die Trommel- und Glockentürme. Weiter draussen liegen der Sommerpalast mit 297 Hektar, das Kunstviertel 798 und die Ming-Gräber 42 km nördlich des Zentrums.
Verbotene Stadt (Palace Museum)
Die Anlage misst 961 m von Nord nach Süd und 753 m von Ost nach West und umfasst 72 Hektar. Laut Wikipedia sind 980 Gebäude mit 8’886 Raumeinheiten erhalten; die oft genannte Zahl von 9’999 Räumen ist nicht durch Vermessung belegt. Gebaut wurde sie 1406 bis 1420, seit 1987 ist sie Welterbe, 2024 kam sie als Teil der Central Axis erneut auf die Liste.
Der Einlass erfolgt durch das Mittagstor (Meridian Gate) im Süden, der Ausgang liegt am Tor der Göttlichen Macht im Norden. Das Palace Museum zählt rund 1.86 Millionen Objekte.
Platz des Himmlischen Friedens
Der Platz misst 765 mal 282 m. Ihn säumen die Grosse Halle des Volkes im Westen, das Nationalmuseum im Osten, das Mausoleum Mao Zedongs und das Denkmal der Volkshelden. Bei Sonnenauf- und -untergang findet täglich eine Flaggenzeremonie statt. Laut Wikipedia ist für den Platz eine Reservierung nötig; die Regel sollte vor dem Besuch auf der offiziellen Seite geprüft werden.
Himmelstempel
Der Tempel im Süden der Stadt wurde 1406 bis 1420 unter dem Yongle-Kaiser erbaut und umfasst rund 273 Hektar. Die Halle der Ernte-Gebete ist 38 m hoch bei 36 m Durchmesser und vollständig aus Holz gefügt. Der Kreisaltar und die Echo-Mauer um das Himmelsgewölbe gehören zu den bekanntesten Bauten. Seit 1998 ist er Welterbe.
Der Park ist seit 1918 öffentlich. Am frühen Morgen nutzen Anwohner ihn zum Sport, für Musik und Spiele; der Besuch lohnt auch ausserhalb der Hauptzeiten des Tempels.
Sommerpalast
Die Anlage im Nordwesten umfasst 297 Hektar, drei Viertel davon sind Wasser. Der Kunming-See nimmt 2.2 km² ein, der Hügel der Langlebigkeit ist rund 60 m hoch. Der Langgang ist 728 m lang. Begonnen wurde der Bau 1749 unter Qianlong; 1860 wurde der Palast von britischen und französischen Truppen zerstört, unter der Kaiserinwitwe Cixi ab 1884 wieder aufgebaut. Welterbe seit 1998.
Der Nordpalasttor-Zugang liegt am U-Bahnhof Beigongmen (Linie 4, Ausgang D), rund 3 Gehminuten entfernt.
Hutongs rund um Trommel- und Glockenturm
Hutongs sind Gassen zwischen Hofhäusern (Siheyuan); der Begriff stammt aus der Yuan-Zeit (1279 bis 1368). Die meisten verlaufen ost-westlich, weil die Haupthäuser nach Süden zeigen. Gebiete um Glocken- und Trommelturm und den Shichahai-See stehen unter Schutz und sind zugleich touristisch erschlossen.
Lama-Tempel (Yonghe-Tempel)
Der Tempel entstand ab 1694 als Residenz, wurde 1744 zum Kloster der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus und ist seit 1981 wieder öffentlich zugänglich. Berühmt ist die 18 m hohe Maitreya-Statue aus einem einzigen Stück weissem Sandelholz. Erreichbar mit den U-Bahn-Linien 2 und 5, Haltestelle Yonghegong. Üblich sind dezente Kleidung und leises Sprechen.
Kunstviertel 798
Das Gelände in Dashanzi, Bezirk Chaoyang, ist ein ehemaliger Fabrikkomplex, der 1957 mit Hilfe ostdeutscher Architekten im Bauhaus-Stil mit Sheddächern errichtet wurde. Seit rund 2000 ziehen Galerien ein; das UCCA Center for Contemporary Art ist die wichtigste Institution. Die meisten Galerien erheben keinen Eintritt.
Ming-Gräber
Das Gräberfeld liegt 42 km nordnordwestlich des Stadtzentrums im Bezirk Changping. Dreizehn Ming-Kaiser sind dort bestattet; offen für Besucher sind Changling (das grösste), Dingling mit der ausgegrabenen unterirdischen Anlage und Zhaoling. Ein 7 km langer «Geisterweg» führt an Wächterfiguren vorbei. Welterbe seit 2003.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Beijing Municipal People's Government · Wikipedia · TravelChinaGuide · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Peking?
Am angenehmsten sind laut Reiseanbietern Mitte September bis Mitte November mit viel Sonne und 15 bis 25 °C. Der Sommer bringt rund 80 % des Jahresniederschlags in den Monaten Juni bis August, der Winter ist lang, kalt und sehr trocken. Im Frühjahr können Sandstürme aus dem Norden auftreten, und die Luftqualität ist im März im Mittel schlechter als im September.
Klima in Peking: Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag
| Peking | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 3 | 6 | 15 | 22 | 28 | 32 | 33 | 32 | 27 | 20 | 11 | 4 |
| Tiefstwert °C | -10 | -7 | 0 | 7 | 13 | 19 | 22 | 21 | 15 | 6 | -1 | -8 |
| Niederschlag mm | 2 | 6 | 9 | 24 | 38 | 84 | 151 | 109 | 64 | 30 | 14 | 2 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BEIJING - CAPITAL INTERNATIONAL AIRPORT (25 km, 35 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Der Winter (Dezember bis Februar) ist kalt und trocken; für diese Zeit sind Daunenjacke, Handschuhe und Schal nötig. Die Hotelpreise sind laut China Highlights im Winter vergleichsweise niedrig.
Im Frühling (März bis Mai) schwanken die Temperaturen zwischen Tag und Nacht stark. Staub- und Sandstürme treten besonders im zeitigen Frühjahr auf. Ab April blühen die Parks, im Mai sind die Tage warm.
Im Sommer (Juni bis August) liegen die Höchstwerte regelmässig über 30 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Der Juli ist der regenreichste Monat, mit im Mittel rund 12 Regentagen; Juni und August haben laut China Highlights je rund 9. Ein Schirm gehört ins Gepäck, die Besichtigung der Mauer beginnt früh am Morgen.
Im Herbst erreichen die Temperaturen im September noch 17 bis 27 °C, im Oktober 9 bis 19 °C. Das Laub färbt sich, die Luft ist klar. Der Nationalfeiertag am 1. Oktober eröffnet die einwöchige Golden Week, in der die Besucherzahlen am höchsten sind; Alternativen sind September und die zweite Oktoberhälfte.
Weitere Spitzenzeiten sind das chinesische Neujahrsfest (je nach Mondkalender Ende Januar bis Mitte Februar), die Maifeiertage Anfang Mai und die Sommerferien im Juli und August.
Quellen: China Discovery · China Highlights
Was gilt für die Einreise und für Ausweise in Peking?
Visum, Einreisekarte und Aufenthaltsdauer regelt die Landesseite China. Peking-spezifisch ist der visumfreie Transit von 240 Stunden für Beijing, Tianjin und Hebei, der laut der Pekinger Stadtregierung für 57 Länder gilt und ein bestätigtes Anschlussticket in ein Drittland mit festem Datum voraussetzt.
Die Regel gilt für die Einreise über die zwei Pekinger Flughäfen. Die 240 Stunden berechnen sich aus Ankunft und geplanter Weiterreise. Hotels melden Gäste automatisch an; bei anderen Unterkünften ist die Anmeldung bei der örtlichen Polizeistation innerhalb von 24 Stunden nötig.
Ausländer über 16 Jahren müssen sich laut Auswärtigem Amt jederzeit mit dem Reisepass und einem gültigen Visum ausweisen können. In Peking wird der Pass zusätzlich bei jedem reservierten Eintritt gebraucht: bei der Verbotenen Stadt, beim Himmelstempel, beim Sommerpalast und bei der Grossen Mauer in Badaling.
Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; massgeblich sind die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der chinesischen Botschaft.
Quellen: Beijing Municipal Government · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · BMEIA
Welche Gesundheitshinweise gelten für Peking?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden Hepatitis A und die Standardimpfungen, die CDC zusätzlich Hepatitis B; Leitungswasser ist laut CDC auch in grossen Städten nicht trinkbar, abgefülltes Wasser überall erhältlich.
healthytravel.ch rät zudem, Kontakt mit Geflügel und Vogelmärkten wegen Vogelgrippe zu meiden. Eine Tollwut-Vorimpfung wird den meisten Reisenden nahegelegt; ärztlich abklären lassen.
Dengue und Mückenstiche sind ein Thema für Südchina; in Peking selbst steht die Luftqualität im Vordergrund. Laut China Discovery liegt der Luftqualitätsindex im März im Mittel bei 130, im September bei 50, im Winter bei 72 bis 79. Wer empfindlich reagiert, plant Aussenaktivitäten nach den Tagesangaben und trägt gegebenenfalls eine Atemschutzmaske.
Eine Reiseversicherung mit Rückholschutz ist ratsam.
Quellen: healthytravel.ch · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · China Discovery
Wie sicher ist Peking für Reisende?
Laut Auswärtigem Amt ist die Kriminalitätsrate in China insgesamt gering und Gewalt sehr selten; es kommen jedoch Taschendiebstähle, Smartphone-Raube und Betrügereien vor.
Der Strassenverkehr birgt laut Auswärtigem Amt ein hohes Gefahrenpotenzial. China liegt in einer seismisch aktiven Zone; Starkregen und Taifune treten von Juni bis Oktober auf, in Peking sind Starkregen im Hochsommer häufig. Die Nutzung von VPN-Diensten ist laut Auswärtigem Amt untersagt.
Aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · BMEIA
Wie kommt man nach Peking und wie bewegt man sich in der Stadt?
Peking hat zwei internationale Flughäfen: Capital (PEK), 32 km nordöstlich der Innenstadt, und Daxing (PKX), 46 km südlich. Die Capital Airport Express fährt in rund 16 bis 20 Minuten zum Dongzhimen-Bahnhof, die Daxing Airport Express in rund 22 Minuten ab Caoqiao. In der Stadt dient die U-Bahn mit 30 Linien und rund 900 km Länge als Rückgrat.
| Flughafen | Lage | Bahnanbindung | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|
| Capital (PEK) | 32 km nordöstlich der Innenstadt | Capital Airport Express, rund 16–20 min zum Stadtzentrum, Halte Sanyuanqiao und Dongzhimen | Hub von Air China, Hainan Airlines, SF Airlines; Terminal 3 für Air China und Star Alliance, Terminal 2 für Hainan und SkyTeam |
| Daxing (PKX) | 46 km südlich | Daxing Airport Express (Linie ab Caoqiao, Höchsttempo 160 km/h, rund 22 min) | Hub von China Southern, China Eastern, XiamenAir; Oneworld-Partner wie British Airways |
Der Flughafen Capital zählte laut Wikipedia 2025 rund 70.7 Millionen Passagiere. Daxing eröffnete 2019 und besitzt mit 700’000 m² das grösste Einzelgebäude-Terminal eines Flughafens. Welcher Flughafen angeflogen wird, hängt von Airline und Allianz ab.
Die U-Bahn ist laut Wikipedia mit 30 Linien und 541 Stationen auf rund 909 km das längste und eines der meistgenutzten Systeme. Fahrten bis 6 km kosten ¥3, weitere Strecken steigen entfernungsabhängig. Seit Januar 2025 lassen sich an den Zugangssperren kontaktlose Bankkarten nutzen; ausserdem sind Alipay- und WeChat-Pay-Code verbreitet. Sicherheitskontrollen am Eingang sind Standard.
Für die Strecke Peking–Shanghai verkehren Hochgeschwindigkeitszüge mit bis zu 350 km/h; die schnellste Verbindung zwischen Beijing South und Shanghai Hongqiao benötigt rund 4 h 28 min bei 1’318 km Strecke. Weitere Fernverbindungen und Inlandflüge zu Xi’an und Guilin stehen auf der Landesseite China.
Taxis und Fahrdienst-App Didi sind verbreitet; Didi lässt sich mit Alipay oder WeChat Pay koppeln. Nicht-Didi-Taxis bevorzugen laut einer Zahlungsanleitung teils Bargeld.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Roam China Travel
Wie bezahlt man in Peking?
Die Landeswährung ist der Yuan (Renminbi, ¥). Bezahlt wird überwiegend mit den Apps Alipay und WeChat Pay, die sich laut einer Zahlungsanleitung mit Visa, Mastercard oder Amex ohne chinesisches Bankkonto verknüpfen lassen. Bargeld bleibt rechtlich akzeptiert und als Reserve sinnvoll.
Für WeChat Pay mit ausländischer Karte nennt die Anleitung eine Grenze von rund ¥6’000 pro Monat; für eine zweiwöchige Reise empfiehlt sie als Reserve ¥500 bis ¥1’500 in kleinen Scheinen. Internationale Karten funktionieren in grossen Hotelketten, internationalen Restaurants und Kaufhäusern, bei lokalen Anbietern aber unzuverlässig.
Beide Apps sollten vor der Reise eingerichtet werden, damit bei Problemen die andere zur Verfügung steht. Eintritte zu den grossen Sehenswürdigkeiten werden meist online mit Reisepassnummer gebucht und dort bezahlt (siehe «Erlebnisse»).
Quellen: Roam China Travel
Wo übernachtet man in Peking am besten?
Wer wenig Zeit hat, wohnt nahe einer U-Bahn-Station im Kerngebiet des Bezirks Dongcheng, wo Verbotene Stadt, Himmelstempel und Lama-Tempel liegen. Hutong-Unterkünfte rund um Trommel- und Glockenturm bieten Altstadtatmosphäre, Hotels im Bezirk Chaoyang liegen näher am Kunstviertel 798.
In Hutong-Vierteln gibt es Hofhaus-Hotels und kleine Gästehäuser; die Gassen sind schmal und mit Gepäck mühsam. Der Weg zur nächsten U-Bahn-Station sollte vor der Buchung geprüft werden. Internationale Hotelketten sind in allen Stadtteilen vertreten.
Für den Sommerpalast hilft eine Unterkunft an der Linie 4 (Station Beigongmen), für den Lama-Tempel an den Linien 2 oder 5. Preise liegen im Winter tiefer, während der Golden Week und an den Maifeiertagen steigen sie laut China Highlights deutlich.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · China Highlights
Was isst man in Peking?
Berühmt ist die Peking-Ente: gebraten im geschlossenen oder offenen Ofen, am Tisch tranchiert und in drei Gängen serviert, mit Pfannkuchen, Frühlingszwiebeln und süsser Bohnensauce. Weitere Gerichte der Stadt sind Zhajiangmian-Nudeln mit Sojabohnenpaste, Instant-Boiled-Mutton im heissen Wasser und Jianbing-Pfannkuchen.
Die Entenküche reicht bis in die Ming-Zeit zurück; das erste Spezialrestaurant Bianyifang eröffnete laut Wikipedia 1416 nahe dem Qianmen-Tor und brät im geschlossenen Ofen. Quanjude verbreitete den offenen Hängeofen mit rund 270 °C und 30 bis 40 Minuten Bratzeit.
Viele pekingtypische Gerichte sind Snacks, die kleine Läden oder Strassenstände verkaufen, etwa Douzhi (vergorener Mungbohnensaft) und Baodu (rasch gebratene Kutteln). Hauptgerichte mit Lamm und Rind gehen oft auf die Halal-Küche der Hui zurück. Typisch sind dunkle Sojapaste, Sesampaste, Sesamöl und Frühlingszwiebeln.
Die kaiserliche Küche in der Verbotenen Stadt versammelte laut Wikipedia Köche aus ganz China.
Welche Kultur prägt Peking?
Peking war Hauptstadt der Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien und trägt das Erbe in Stadtplan und Bauten: die Nord-Süd-Achse, die Tempelanlagen, die Hofhäuser. Seit dem 20. Jahrhundert ist die Stadt Sitz der Regierung der Volksrepublik, die Mao Zedong 1949 am Platz des Himmlischen Friedens ausrief.
Die Hutongs gelten als Ort der Alltagskultur Pekings, im Gegensatz zu den kaiserlichen Bauten. Die Zahl der Gassen sank durch Abrisse seit dem späten 20. Jahrhundert; laut Wikipedia nennen Qing-Quellen 978 Hutongs, 1949 waren es 1’330.
Religiöse Stätten wie der Lama-Tempel sind aktive Klöster. Üblich ist zurückhaltende Kleidung, leises Sprechen und Rücksicht auf Betende. Der Himmelstempel diente den Kaisern für Ernteopfer und die Wintersonnenwende-Zeremonie am Kreisaltar.
Das chinesische Neujahrsfest fällt je nach Mondkalender auf Ende Januar bis Mitte Februar. Politisch sensible Themen spricht man mit Einheimischen besser nicht an.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Welche Erlebnisse und Ausflüge lohnen sich in Peking?
Der Tag in der Verbotenen Stadt verlangt ein reserviertes Ticket (CNY 60 von April bis Oktober, CNY 40 von November bis März, Stand Oktober 2026), montags ist sie geschlossen. Die Grosse Mauer erreicht man bei Badaling in rund 30 Minuten per Hochgeschwindigkeitszug, bei Mutianyu und Jinshanling per Bus oder Fahrdienst in 1.5 bis 3 Stunden.
Verbotene Stadt: Tickets und Regeln
Alle Besucher brauchen eine namentliche Reservierung; Tagestickets gibt es nicht. Die Buchung öffnet 7 Tage vorher um 20:00 Uhr Pekinger Zeit, beliebte Tage sind in Minuten vergriffen. Zum Eintritt am Mittagstor ist der Reisepass im Original mitzubringen, mit dem gebucht wurde. Dieselbe Person kann pro Tag nur ein Ticket reservieren.
Geöffnet ist von April bis Oktober ab 8:30 Uhr mit letztem Einlass um 16:00 bis 16:10 Uhr, von November bis März ab 8:30 Uhr mit letztem Einlass um 15:30 bis 15:40 Uhr; die beiden Quellen weichen um zehn Minuten ab. Montags ist geschlossen, ausser an Feiertagen. Die Zusatzgalerien (Schatzgalerie, Uhrengalerie) kosten je CNY 10. Nach drei Stornierungen innerhalb von 180 Tagen folgt eine 60-tägige Buchungssperre.
Himmelstempel und Sommerpalast
Der Himmelstempel kostet im Sommerhalbjahr ¥15 (Kombiticket ¥34), im Winterhalbjahr ¥10 (¥28); der Park ist von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, die Gebäude von 8:00 bis 18:00 (Winter bis 17:00). Montags sind die Innenbauten geschlossen. Das Kombiticket wird 7 Tage im Voraus freigegeben und verlangt den Pass.
Der Sommerpalast ist von April bis Oktober bis 19:00 Uhr zugänglich, die Gärten bis 17:30 Uhr; von November bis März schliesst der Eingang um 18:00 Uhr, die Gärten um 16:30 Uhr. Auch hier wird der Pass für die Buchung gebraucht.
Grosse Mauer: Abschnitte im Vergleich
| Abschnitt | Entfernung | Anreise | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Badaling | 70 km | Hochgeschwindigkeitszug ab Beijing North rund 20–34 min; Bus 877 ab Deshengmen rund 1–1.5 h | meistbesucht, Tickets 10 Tage vorher, Pass nötig; Tagesbesuch 5:30–16:30 Uhr |
| Mutianyu | 73 km | Direktbus ab Dongzhimen, 1.5–2 h | restauriert, Seilbahn, Sessellift und Rodelbahn |
| Jinshanling | 125–152 km | Zug oder Bus, 2–3 h | 10.5 km langer Abschnitt, teils restauriert, teils unrestauriert |
| Juyongguan | 60 km | Bus 919 ab Deshengmen, rund 2 h | Peking am nächsten, rollstuhlgerecht |
Badaling erhielt 2018 laut Wikipedia fast 10 Millionen Besucher und ist der bekannteste Abschnitt. Mutianyu misst 2.25 km restaurierte Mauer. In Mutianyu kosten Seilbahn, Sessellift und Rodelbahn je ¥100 einfach oder ¥140 hin und zurück; Kinder unter 10 Jahren fahren nur in Begleitung eines Erwachsenen, Personen über 60 und Menschen mit Bluthochdruck oder Herzleiden wird von der Rodelbahn abgeraten (Stand Oktober 2026).
Die Strecke von Jinshanling Richtung Simatai verbindet restaurierte und verfallene Abschnitte; die Mauer steigt dort steil. Wegen der Weite sollte ein Fahrer oder eine geführte Tour eingeplant werden; die Reise ohne Auto ist umständlich. Bahnverbindungen zur Mauer ändern sich, daher vor der Fahrt Abfahrtsbahnhof und Fahrplan prüfen.
Weitere Ziele
Tiananmen-Tor und Platz, Lama-Tempel, Kunstviertel 798 und die Hutongs lassen sich zu Fuss oder per U-Bahn verbinden. Der Platz ist laut Wikipedia nur mit Reservierung zugänglich.
Quellen: Beijing Municipal People's Government · China Discovery · Beijing Municipal People's Government · TravelChinaGuide · TravelChinaGuide · Asia Odyssey Travel · TravelChinaGuide · TravelChinaGuide · Wikipedia · The Man in Seat 61 · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Peking verantwortungsvoll?
Der grösste Druck entsteht an wenigen Orten: Badaling hatte 2018 fast 10 Millionen Besucher, die Verbotene Stadt zählt rund 16.7 Millionen im Jahr. Wer in der Nebensaison reist, früh startet und weniger überlaufene Abschnitte wählt, entlastet die Wege.
- Mutianyu oder Jinshanling statt Badaling wählen.
- Golden Week (um den 1. bis 7. Oktober) und Neujahrsfest meiden.
- Mit der U-Bahn statt mit dem Taxi reisen.
Mit welchen Zielen lässt sich Peking kombinieren?
Am naheliegendsten ist Shanghai: Der Hochgeschwindigkeitszug braucht rund 4 h 28 min für 1’318 km. Weitere Etappen sind Xi’an mit der Terrakotta-Armee, Guilin am Li-Fluss sowie das Nachbarland Mongolei.
Die Etappen im Land sind auf der Landesseite China beschrieben, die Stadt Shanghai auf Shanghai und Xi’an auf Xi’an. Die Seite Mongolei beschreibt das Nachbarland.
Quellen: Wikipedia · Beijing Municipal Government
Für wen eignet sich Peking, für wen weniger?
Peking eignet sich für Reisende, die Geschichte und Monumentales sehen wollen und bereit sind, Tickets vorab zu reservieren. Weniger geeignet ist die Stadt für Spontanreisende ohne Reisepass-Reservierung, für Hitze-Empfindliche im Juli und für Reisende, die in der Golden Week Ruhe suchen.
Wer lieber Natur erleben will, findet in Guilin oder Yunnan mehr als in der Hauptstadt.
Weniger passend ist die Stadt für Reisende, die empfindlich auf Staub und Smog reagieren, oder mit Mobilitätseinschränkungen: Die Distanzen sind gross, die Mauer hat Treppen.