Was bietet Shanghai und wie viele Tage braucht die Stadt?
Shanghai liegt an der Mündung des Jangtse, hat rund 24.9 Millionen Einwohner im Stadtgebiet der Verwaltungseinheit und eine Fläche von rund 6’340 km². Für Bund, Pudong, Altstadt und French Concession genügen drei bis vier Tage; mit Wasserstädten und Tagesausflügen werden fünf bis sieben daraus.
Shanghai ist eine Stadt der Gegensätze auf engem Raum: Kolonialbauten der 1920er-Jahre am Bund, auf der anderen Flussseite die Hochhäuser von Lujiazui, dazwischen Tempel, Gartenkunst der Ming-Zeit und Gassenviertel mit Steintor-Häusern. Das Netz aus Metro, Maglev und Hochgeschwindigkeitszügen macht es einfach, die Stadt ohne Auto zu erkunden.
Die Stadt eignet sich als erster oder letzter Halt einer Ostchina-Reise. Von Shanghai aus liegen Suzhou, Hangzhou und mehrere Wasserstädte in Tagesausflugs-Distanz, und der Bahnhof Hongqiao ist an die Strecke nach Peking angeschlossen.
Allgemeine Einreise, Gesundheit, Notrufe und Reiseregeln stehen auf der Landesseite China. Diese Seite behandelt, was in Shanghai selbst zählt: Viertel, Wege, Tickets, Ankunft vom Flughafen, Tagesausflüge, Essen und Praxis.
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Wie ist Shanghai aufgebaut, und welche Seite der Stadt passt zu wem?
Der Fluss Huangpu teilt Shanghai in Puxi im Westen, das traditionelle Zentrum, und Pudong im Osten, das seit den 1990er-Jahren als Finanzviertel entstand. Die Stadt liegt auf einer flachen Schwemmlandebene mit durchschnittlich rund 4 m Höhe; die höchste Erhebung ist der Sheshan mit 118 m.
Der Huangpu ist laut Wikipedia 113 km lang und durchschnittlich rund 400 m breit. Brücken, Metro- und Strassentunnel sowie Fähren verbinden die beiden Ufer.
Wer Atmosphäre sucht, bleibt in Puxi: Bund, Altstadt, People’s Square, French Concession und die Tempel liegen dort. Pudong ist die Stadt der Aussichtsplattformen, Hochhäuser und Hotels mit Skyline-Blick und liegt zugleich näher am Flughafen Pudong und am Disney-Resort.
Historisch wurde Shanghai 1843 nach dem Ersten Opiumkrieg Vertragshafen; 1863 entstand die Internationale Niederlassung. Aus dieser Zeit stammen die Architektur des Bundes und viele Villen der ehemaligen französischen Konzession. Die jüngere Schicht kam mit der Entwicklung von Pudong, die 1990 offiziell begann.
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Welche Orte und Viertel in Shanghai lohnen sich?
Die wichtigsten Ziele sind der Bund mit 52 Bauten der Vertragshafen-Zeit, die Hochhäuser von Lujiazui mit dem 632 m hohen Shanghai Tower, der Yu-Garten von 1559, die French Concession mit Tianzifang und Xintiandi sowie die Tempel Jing’an und Longhua. Die meisten liegen an wenigen Metrolinien.
Der Bund
Der Bund ist eine rund 1.6 km lange Uferpromenade am Huangpu mit 52 Gebäuden im Stil von Neugotik, Art déco, Neobarock und Klassizismus. Von den 1860er- bis in die 1930er-Jahre sassen hier die Banken und Handelshäuser der Vertragshafen-Zeit. Bekannt sind das Gebäude der HSBC (Nr. 12, 1923 fertig), das Zollhaus mit dem Uhrturm nach dem Vorbild von Big Ben (Nr. 13, 1927) und das Peace Hotel, das frühere Sassoon House, das für seinen Jazz bekannt ist.
Am schönsten wirkt der Bund am frühen Morgen und am Abend, wenn die Gegenseite beleuchtet ist. Ein Fussgänger-Tunnel unter dem Fluss verbindet beide Ufer mit beweglichen Plattformen; Fähren und Ausflugsboote queren den Huangpu ebenfalls.
Pudong und Lujiazui
Das Finanzviertel Lujiazui liegt direkt gegenüber dem Bund. Die Entwicklung von Pudong wurde 1990 offiziell beschlossen; der Oriental Pearl Tower wurde 1995 fertiggestellt und ist 468 m hoch. Dazu kommen der Jin Mao Tower, das Shanghai World Financial Center und der Shanghai Tower.
Der Shanghai Tower ist mit 632 m und 128 Stockwerken das höchste Gebäude Chinas und nach Höhe bis zur Spitze das dritthöchste der Welt. Die Aussichtsplattform «Top of Shanghai» liegt auf 562 m im 121. Stockwerk. Lujiazui ist per Metro (Linien 2 und 14), Tunnel und Fähre erreichbar.
Altstadt, Yu-Garten und Basar
Der Yu-Garten wurde ab 1559 in der Ming-Zeit von Pan Yunduan für seinen Vater angelegt; fertig wurde er nach Angaben der Quelle erst 1577. Er umfasst rund 2 Hektar und ist in sechs Bereiche nach dem Stil von Suzhou gegliedert. Zu sehen sind der 3.3 m hohe, 5 Tonnen schwere Felsen «Exquisite Jade Rock», Drachenmauern mit gewellten Dachfirsten, Zickzack-Gänge, Pavillons und die Neunwindungen-Brücke.
Rund um den Garten liegen der Stadtgott-Tempel und der Yuyuan-Basar mit Schmuck, Seide, Kunsthandwerk und Snacks. Wer Ruhe sucht, kommt früh oder spät am Tag. Metro: Station Yuyuan Garden an den Linien 10 und 14.
French Concession, Tianzifang und Xintiandi
Die ehemalige französische Konzession ist das ruhigere Shanghai mit baumbestandenen Strassen, Villen, Cafés und Boutiquen. Tianzifang liegt nahe der Taikang Road und ist über die Metrolinie 9 (Station Dapuqiao) erreichbar. Die Gassen mit Steintor-Häusern (Shikumen) von 1933 sind nach Angaben der Quelle renoviert statt abgerissen; heute sitzen dort mehr als 200 kleine Läden, Cafés, Galerien und Werkstätten.
Xintiandi dagegen wurde zwischen 1996 und 2001 neu aufgebaut: wiederhergestellte Shikumen-Häuser aus dem 19. Jahrhundert mit Restaurants, Buchläden und Boutiquen in autofreien Gassen. Hier liegt auch das Museum zum Ort des ersten Nationalkongresses der Kommunistischen Partei von 1921. Metro: unter anderem Linien 1, 9, 10 und 13.
People’s Square, Museen und Tempel
Am People’s Square (201 Renmin Avenue) steht das Shanghai Museum, 1952 gegründet und seit dem 12. Oktober 1996 im heutigen Bau. Es zeigt über 120’000 Objekte; Hallen für Bronzen, Keramik, Jade, Malerei, Kalligrafie und Möbel der Ming- und Qing-Zeit sind genannt. Im Jing’an-Skulpturenpark steht das Naturkundemuseum, 2015 in einem Neubau mit 44’517 m² eröffnet; Highlight ist das Skelett eines rund 140 Millionen Jahre alten Mamenchisaurus.
Der Jing’an-Tempel an der West Nanjing Road geht auf das Jahr 247 zurück und steht über der Metrostation Jing’an Temple (Linien 2, 7 und 14). Die Quelle nennt Öffnungszeiten von 7.30 bis 17 Uhr. Der Longhua-Tempel im Bezirk Xuhui wurde der Überlieferung nach 242 gegründet; die siebenstöckige Longhua-Pagode ist 40.4 m hoch. Zugang per Metro-Linie 12. In beiden Tempeln gelten die üblichen Regeln: dezente Kleidung, leise sein, Fotografieren nur dort, wo es erlaubt ist.
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Wann ist die beste Reisezeit für Shanghai?
Shanghai hat ein feuchtes subtropisches Klima mit vier Jahreszeiten: warme, schwüle Sommer mit Gewittern, kühle Winter mit Wind aus Sibirien, selten Schnee. Taifune treffen den Süden Chinas laut Auswärtigem Amt zwischen Juni und Oktober; angenehmer sind meist Frühling und Herbst.
Klima in Shanghai: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Niederschlag je Monat
| Shanghai | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 9 | 11 | 16 | 21 | 26 | 29 | 34 | 34 | 29 | 24 | 18 | 11 |
| Tiefstwert °C | 3 | 4 | 8 | 13 | 18 | 22 | 27 | 27 | 23 | 17 | 11 | 4 |
| Niederschlag mm | 67 | 78 | 88 | 95 | 104 | 195 | 148 | 173 | 137 | 77 | 71 | 53 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station HONGQIAO INTL (13 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Nach Wikipedia ist der Sommer in Shanghai sehr warm und feucht, mit gelegentlichen Wolkenbrüchen und Gewittern. Im Winter bringen kalte Winde aus Sibirien die Temperaturen zeitweise unter den Gefrierpunkt, Schnee fällt aber nur an ein bis zwei Tagen im Jahr. Mit der Tabelle oben lässt sich die Reise nach Temperatur und Niederschlag planen.
Die Taifun-Saison reicht nach Auswärtigem Amt allgemein von Juni bis Oktober; das BMEIA nennt für den Süden Chinas Taifune und Überschwemmungen von Juni bis September. Ob ein Sturm Shanghai trifft, lässt sich nur kurzfristig sagen. Flüge und Bahnverbindungen können dann ausfallen; eine Reiseversicherung und etwas Puffer vor dem Rückflug sind in dieser Zeit sinnvoll.
Im Winter nennt das Auswärtige Amt starke Luftverschmutzung in grossen Städten Chinas als Muster. Empfindliche Personen sollten das bei der Planung bedenken.
Die Chinesische Wollhandkrabbe (Haarkrabbe) hat Saison im Herbst: Nach dem Mondkalender reift das Rogen der Weibchen im neunten, das der Männchen im zehnten Monat. Wer die Krabben essen möchte, plant einen Herbstbesuch.
Feiertagswochen wie die Goldene Woche rund um den chinesischen Nationalfeiertag und das Neujahrsfest nach dem Mondkalender (je nach Jahr Januar oder Februar) bringen volle Züge, Sehenswürdigkeiten und Hotels. Tickets für Bahn und Flug früh buchen, Sehenswürdigkeiten ausserhalb dieser Wochen besuchen.
Quellen: Wikipedia (en) · Auswärtiges Amt · BMEIA · Wikipedia (en)
Was ist für die Einreise nach Shanghai zu beachten?
Visa, Einreisekarte und Zollregeln gelten landesweit und stehen auf der Landesseite China. Regional zählen für Shanghai die Transit-Regel von 240 Stunden und die Anmeldepflicht beim Aufenthalt: Hotels melden Gäste in der Regel bei der örtlichen Polizei.
Für Deutsche und Österreicher bestehen laut Auswärtigem Amt und BMEIA befristete Regelungen für visumfreie Aufenthalte bis zu 30 Tagen. Solche Regeln ändern sich; die Landesseite und die Seiten von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zeigen den aktuellen Stand. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, die bei der chinesischen Botschaft zu erfragen sind.
Nach Wikipedia gilt für viele Länder, darunter die Schweiz, Deutschland und Österreich, eine Transit-Regelung von 240 Stunden (10 Tagen) ohne Visum; Shanghai, Jiangsu und Zhejiang gehören zu den Regionen, in denen sie gilt. Voraussetzung ist ein Weiterflug in ein drittes Land oder Gebiet. Details und Voraussetzungen vor der Buchung auf den amtlichen Seiten prüfen.
Das Auswärtige Amt weist auf die Anmeldung binnen 24 Stunden bei der örtlichen Polizei hin; in Hotels übernimmt das die Rezeption. Amtliche Stellen sind massgeblich.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · Wikipedia (en)
Welche Gesundheitshinweise gelten für Shanghai?
Für Shanghai gelten die Empfehlungen für China: Hepatitis A, je nach Reiseart Hepatitis B, Typhus und Tollwut, Japanische Enzephalitis nur bei längeren Aufenthalten oder ländlichen Aktivitäten. Leitungswasser ist laut CDC auch in Grossstädten nicht trinkbar; Flaschenwasser ist überall erhältlich.
Healthytravel.ch empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden, Hepatitis B und Typhus bei erhöhtem Risiko oder längerem Aufenthalt sowie die Tollwut-Impfung vor allem bei Aktivitäten im Freien oder Reisen in abgelegene Gebiete. Japanische Enzephalitis betrifft vor allem Langzeitreisende und Aufenthalte auf dem Land mit der Hauptübertragung von Mai bis Oktober. Die Quelle klassifiziert Shanghai nicht ausdrücklich; Stadtaufenthalte gelten allgemein als risikoärmer.
Die CDC nennt für China Schutz vor Insektenstichen (Dengue) mit langer Kleidung und Repellent. Ob und wo Malaria in China auftritt, geht aus den geöffneten Seiten nicht für Shanghai hervor; wer ländliche Gebiete im Süden besucht, klärt das vor der Reise ärztlich ab.
Das BMEIA hält die medizinische Versorgung in Grossstädten für gut, aber nicht auf dem Stand Europas, und rät zu einer Reiseversicherung; ein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich gibt es nicht. Luftqualität ist ein dauerhaftes Muster, vor allem im Winter. Dosierungen und Medikamente nur mit ärztlicher Beratung.
Quellen: healthytravel.ch · CDC · BMEIA · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Shanghai für Reisende?
Gewaltkriminalität ist laut Auswärtigem Amt in China insgesamt gering, doch Taschendiebstahl, Kreditkartenbetrug und dubiose Angebote kommen in Städten vor. Aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen.
Das BMEIA warnt in Städten vor Diebstahl und Kartenbetrug sowie vor ungebetenen Stadtführern und Kunststudenten, die Gäste in Galerien oder Teehäuser lotsen. Das Muster ist an Touristenpunkten wie dem Bund, der Nanjing Road und dem Yuyuan-Basar verbreitet. Taxis nur von Standplätzen oder per App nehmen.
Im Strassenverkehr herrscht hohes Unfallrisiko; es gilt eine Null-Promille-Grenze. Mit Autofahrten ist als Besucher kaum zu rechnen, die Metro und Hochgeschwindigkeitszüge sind der Normalfall. Das Fotografieren von Militäranlagen ist verboten (BMEIA); das Auswärtige Amt weist auf Internetbeschränkungen hin.
Taifune und Überschwemmungen treten laut den Behörden zwischen Juni und Oktober auf.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Wie kommt man nach Shanghai und weiter in die Region?
Shanghai hat zwei Flughäfen: Pudong (PVG) rund 30 km östlich der Innenstadt für den Grossteil des internationalen Verkehrs, Hongqiao (SHA) rund 13 km westlich vor allem für Inland und wenige Regionalstrecken. Der Maglev fährt in rund 8 Minuten vom PVG nach Longyang Road.
Flughäfen
Pudong (PVG): zwei Hauptterminals und ein Satellitenterminal (seit September 2019). Hauptdrehkreuz von China Eastern und Shanghai Airlines, internationales Drehkreuz von Air China. Direkte Verbindungen aus den Weltregionen bieten die grossen Netzwerk-Airlines; konkrete Nonstop-Strecken in der Flugsuche prüfen.
Hongqiao (SHA): Terminal 1 für internationale Flüge, Terminal 2 vor allem für Inland. Nach Wikipedia bestehen internationale Verbindungen nach Tokio-Haneda, Seoul-Gimpo, Taipeh-Songshan, Hongkong und Macau. Terminal 2 liegt direkt neben dem Bahnhof Hongqiao.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Maglev verbindet Pudong Terminal 1/2 mit der Station Longyang Road in Pudong auf 29.86 km. Fahrzeit 8 Minuten 10 Sekunden bei 300 km/h; Betrieb laut Quelle von 6.45 bis 21.42 Uhr alle 20 Minuten. Preis laut Quelle ¥50 einfach, ¥40 mit Flugticket, ¥80 hin und zurück (Stand Oktober 2026 so abgerufen; vor Ort prüfen).
Die Metro-Linie 2 verbindet Pudong, die Innenstadt und Hongqiao. In Hongqiao halten die Linien 2, 10 und 17. Die Linie 11 führt zum Disney-Resort. Nach Wikipedia hat das Netz 19 Linien mit insgesamt 816 km und bedient 513 Stationen; Betrieb ungefähr zwischen 5 bis 6 Uhr und 22.30 bis 23 Uhr, an Wochenenden auf zentralen Linien länger.
Mit der Bahn
Der Bahnhof Hongqiao wurde am 1. Juli 2010 eröffnet und hat 30 Bahnsteige für die nationale Bahn plus 11 für den Regionalverkehr. Er bedient die Strecken nach Peking, Hangzhou, Nanjing, Nantong und Huzhou. Die Strecke Peking–Shanghai ist 1’318 km lang, mit 350 km/h im Betrieb; die schnellste Fahrt dauert rund 4 Stunden 28 Minuten.
Shanghai–Hangzhou: 169 km, Fahrzeit nach Wikipedia 45 Minuten seit der Eröffnung 2010. Suzhou liegt rund 100 km westlich; die schnellsten Züge benötigen rund 25 Minuten zum Bahnhof Shanghai. Für Zugtickets Pass bereithalten.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wie bezahlt man in Shanghai?
Die Währung ist der Yuan (CNY, Renminbi). Im Alltag wird fast alles per Alipay oder WeChat Pay bezahlt; beide nehmen laut Roam China inzwischen Visa, Mastercard und Amex. Bargeld und eine Kreditkarte bleiben als Reserve nötig.
Die Einrichtung läuft über Passscan und Gesichtserkennung; danach kann eine ausländische Karte verknüpft werden. WeChat Pay begrenzt Auslandskonten auf etwa ¥6’000 pro Monat, Alipay bietet zusätzlich eine «Tour Pass»-Prepaid-Funktion. Mobile Bezahlung funktioniert in Läden, Metro, Taxi-Apps, Leihrädern und Restaurants.
Physische Kartenterminals sind begrenzt: Internationale Karten funktionieren in gehobenen Hotels und bei Ketten, bei kleinen Händlern oft nicht. Die Quelle empfiehlt, ¥500 bis ¥1’500 am Automaten abzuheben. Auswärtiges Amt und BMEIA nennen Bargeld ebenfalls als Reserve. Bei mehr als ¥20’000 besteht Deklarationspflicht (BMEIA).
Quellen: Roam China · BMEIA · Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man am besten in Shanghai?
Wer die Altstadt und den Bund sehen will, wohnt in Puxi, nahe People’s Square, am Bund oder in der French Concession. Pudong eignet sich für Skyline-Blick, Flughafen-Nähe und Messen. Entscheidend ist die Metro-Anbindung.
Der Bund und der Bereich um People’s Square sind für den ersten Besuch praktisch: Fussweg zum Fluss, Metro-Linien 2, 10 und 14 in der Nähe. In der French Concession sind Hotels und Gästehäuser kleiner und ruhiger, mit Cafés und Restaurants vor der Tür; sie liegen nahe an den Linien 1, 9, 10 und 13.
Quellen: Wikipedia (en) · Auswärtiges Amt
Was isst man in Shanghai?
Die Küche von Shanghai ist mild süss und dunkel geschmort: «nóng yóu chì jiàng», viel Öl und Sojasauce. Bekannt sind Xiaolongbao, Shengjianbao, Hongshao Rou und im Herbst die Haarkrabbe.
Xiaolongbao sind Teigtaschen mit Suppe, traditionell mit Schweinefleisch gefüllt, im Bambuskorb gedämpft und mit Zhenjiang-Essig und Ingwer gegessen. Die Shanghaier Form stammt aus Nanxiang im heutigen Bezirk Jiading; Ursprung ist Changzhou in Jiangsu. Zum Essen: Teigtasche auf den Löffel legen, ein Loch beissen, Suppe trinken.
Shengjianbao sind in der Pfanne gebratene Teigtaschen mit Sesam und Frühlingszwiebeln. Hongshao Rou ist geschmorter Schweinebauch in Sojasauce, «Löwenkopf» sind Fleischbällchen mit Gemüse. Die Küche gilt als jüngste der zehn grossen Küchen Chinas, mit über 400 Jahren Geschichte; die Öffnung des Hafens 1843 brachte Einflüsse aus Anhui, Kanton und dem Westen (Haipai).
Die Haarkrabbe aus dem Jangtse-Delta, vor allem vom Yangcheng-See, ist im Herbst eine Spezialität; die Quelle weist auf viele Fälschungen der Herkunftsangabe hin. Restaurants zeigen oft einen QR-Code zum Bestellen und Bezahlen; Karte lässt sich über Übersetzungs-Apps lesen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Roam China
Was sollte man über Kultur und Geschichte Shanghais wissen?
Shanghai wurde 1843 Vertragshafen, die Internationale Niederlassung folgte 1863. Davon zeugen Bund und French Concession; der Ort des ersten Parteikongresses von 1921 liegt in Xintiandi.
Bis in die 1930er-Jahre war der Bund das Finanzzentrum des Handels mit dem Westen. Die jüngere Geschichte ist die von Pudong: Ein Regierungsdokument von 1986 sprach erstmals von der Entwicklung, 1990 folgte der offizielle Start. Heute stehen dort die höchsten Gebäude Chinas.
Tempel wie Jing’an (gegründet 247, an heutiger Stelle seit 1216) und Longhua (242) zeigen die buddhistische Tradition. In Tempeln gelten Zurückhaltung, angemessene Kleidung und Rücksicht auf Betende.
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Welche Ausflüge und Erlebnisse gibt es rund um Shanghai?
Zhujiajiao liegt im Bezirk Qingpu an der Metro-Linie 17; Suzhou mit seinen UNESCO-Gärten ist rund 25 Minuten per Schnellzug entfernt, Hangzhou mit dem Westsee 45 Minuten. Im Stadtgebiet bieten Disney-Resort und Fluss-Fahrten weitere Ziele.
Zhujiajiao
Die Wasserstadt Zhujiajiao ist laut Wikipedia rund 1’700 Jahre alt und hat 36 Steinbrücken sowie zahlreiche Kanäle. Sehenswert sind die Fangsheng-Brücke, der Kezhi-Garten und der Yuanjin-Tempel. Die Station Zhujiajiao der Linie 17 liegt in Gehdistanz. Die Quelle weist darauf hin, dass die Kommerzialisierung die Authentizität bedroht; am besten früh am Tag kommen.
Suzhou
Suzhou wurde 514 v. Chr. gegründet und ist für Kanäle und Steinbrücken als «Venedig des Ostens» bekannt. Neun klassische Gärten stehen auf der UNESCO-Welterbeliste (1997 und 2000): darunter der Garten des bescheidenen Beamten, der Garten zum Verweilen, der Garten des Fischernetz-Meisters und der Löwenhain, entstanden vom 11. bis ins 19. Jahrhundert. Nach Wikipedia sind in Suzhou 69 Gärten erhalten.
Hangzhou
Hangzhou war von 1132 bis 1276 Hauptstadt der Südlichen Song. Der Westsee (6.39 km²) steht seit 2011 als Kulturlandschaft auf der UNESCO-Liste; der Su-Damm wurde 1089 angelegt, die Leifeng-Pagode 975 gebaut und 2002 neu errichtet. Westlich liegen die Longjing-Teeplantagen. Der Lingyin-Tempel wurde um 326 gegründet. Hin und zurück an einem Tag ist machbar, ein Übernachten ist entspannter.
Wuzhen und weitere Wasserstädte
Wuzhen im Norden von Zhejiang geht aufs 7. Jahrhundert zurück und hat die zwei Bereiche Xizha (West) und Dongzha (Ost) sowie die Brücke in der Brücke. Tongli und Zhouzhuang bei Suzhou sind weitere Wasserstädte.
Disney und Stadt
Das Shanghai Disney Resort in Pudong eröffnete am 16. Juni 2016, umfasst 390 Hektar und ist mit Metro-Linie 11 erreichbar.
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Wie reist man in Shanghai nachhaltiger?
Metro, Maglev und Hochgeschwindigkeitszüge ersetzen in Shanghai Flüge und Taxis. Das Metronetz ist mit rund 3.6 Milliarden Fahrten im Jahr 2023 das meistgenutzte der Welt nach Fahrgästen.
Innerhalb der Region sind Züge nach Suzhou, Hangzhou und Nanjing die klimafreundlichere Wahl gegenüber Inlandsflügen. Ab Hongqiao ist die Anbindung an Flughafen und Bahn direkt. Trinkwasser ist nicht aus der Leitung geniessbar; Mehrweg-Flaschen mit Trinkwasser aus Hotels oder Filtern helfen, Plastik zu sparen. Die Wasserstädte leiden unter Besucherdruck, früh am Tag und mit Rücksicht auf Anwohner kommen.
Quellen: Wikipedia (en) · CDC
Wie lässt sich Shanghai mit anderen Zielen kombinieren?
Shanghai passt vor oder nach Peking per Hochgeschwindigkeitszug (rund 4 Stunden 28 Minuten für 1’318 km) oder Flug und wird oft mit Suzhou und Hangzhou verbunden. Von Hongqiao fahren Züge auch nach Nanjing.
Klassische Route: Peking, Xi’an, Shanghai; die Seiten zu Peking und Xi’an beschreiben die anderen Stationen. Wer Süd- und Ostchina verbindet, kann Hongkong anschliessen, siehe Hongkong.
Mit der 240-Stunden-Transitregel lässt sich Shanghai als Zwischenstopp zwischen zwei Flügen nutzen. Für längere Aufenthalte gelten die Regeln der Landesseite.
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Für wen eignet sich Shanghai, für wen weniger?
Shanghai passt zu Städtereisenden, Architektur- und Gartenfans und allen, die mit Metro und Zug unterwegs sein wollen. Weniger passt es zu Reisenden, die Ruhe, Natur oder Strandurlaub suchen.
Gut geeignet für Erstbesucher Chinas, weil die Stadt viel Infrastruktur auf Englisch bietet und alle Wege per Metro lösbar sind. Familien finden mit Disney und Naturkundemuseum Ziele. Weniger geeignet für Reisende ohne Smartphone oder Mobilzahlungs-Setup, weil Bargeld seltener wird.
Quellen: Wikipedia (en)