Was bietet Taipeh und wie viel Zeit braucht die Stadt?
Taipeh liegt im Taipeh-Becken im Norden Taiwans und hat rund 2.5 Millionen Einwohner, im Grossraum rund 7 Millionen. Drei bis vier Nächte reichen für Stadtzentrum, Palastmuseum, Nachtmärkte und einen Ausflug; mit Jiufen, Beitou und Yangmingshan lässt sich die Zeit auf fünf bis sechs Nächte dehnen.
Die Stadt verbindet dichte Tempelviertel, Hochhäuser, Bergwälder am Stadtrand und eine Esskultur, die rund um die Uhr funktioniert. Laut Wikipedia zählte die Stadt im März 2023 rund 2’494’800 Einwohner auf 271.8 km², der Grossraum rund 7’047’600. Mit dem Taipei 101 steht hier ein 508 m hoher Turm, der von 2004 bis 2010 das höchste Gebäude der Welt war.
Diese Seite behandelt, was in und um Taipeh zählt: Viertel, Nachtmärkte, Museen, Ausflüge, die U-Bahn mit der EasyCard, Ankunft über TPE und TSA sowie Reisezeit und Alltagsregeln. Allgemeine Einreise, Währung und Notrufe stehen auf der Landesseite Taiwan. Den Süden beschreibt die Seite Tainan und Kaohsiung, die Ostküste Hualien und Taroko.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wie ist Taipeh geprägt?
Han-chinesische Siedler liessen sich laut Wikipedia ab 1709 im Becken nieder, 1887 wurde Taipeh Provinzhauptstadt, und von 1895 bis 1945 hiess die Stadt unter japanischer Verwaltung Taihoku. Seit 1949 ist sie Sitz der Regierung der Republik China auf Taiwan; die Mischung aus Hokkien-, Hakka-, japanischen und festlandchinesischen Einflüssen prägt Strassenbild und Küche.
Die Küche spiegelt diese Geschichte: Rindfleischnudelsuppe wurde laut Wikipedia nach der Zuwanderung der Nachkriegszeit populär, Lu Rou Fan hat fujianesische Wurzeln.
Die Stadt ist in zwölf Bezirke gegliedert (seit 1990, zuvor sechzehn). Für Besucher zählen vor allem Zhongzheng (Hauptbahnhof, Gedenkhalle), Wanhua (Altstadt um Longshan-Tempel und Ximending), Datong (Dihua-Strasse), Xinyi (Taipei 101), Songshan und Shilin (Nachtmärkte, Palastmuseum) sowie Beitou im Norden.
Die Stadt ist von Bergen umgeben; der Qixing-Berg auf dem Stadtgebiet erreicht 1’120 m.
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Welche Orte und Viertel sind in Taipeh sehenswert?
Das Stadtzentrum um Hauptbahnhof, Gedenkhalle und Ximending liegt dicht beisammen; Longshan-Tempel und Dihua-Strasse bilden die Altstadt, der Taipei 101 das Geschäftsviertel Xinyi. Palastmuseum, Beitou und Yangmingshan liegen im Norden und sind mit U-Bahn oder Bus erreichbar.
Zentrum: Hauptbahnhof, Gedenkhalle, Ximending
Der Hauptbahnhof ist das Verkehrsdrehkreuz: Taiwan Railway, Hochgeschwindigkeitszug, U-Bahn und die Flughafenlinie treffen sich hier, Letztere über unterirdische Gänge. Das Bahnhofsgebäude misst laut Wikipedia rund 149 × 110 m, sechs Stockwerke über und vier unter dem Boden. Die Station ist die meistfrequentierte der Taipeh-U-Bahn mit 322’380 Fahrgästen am Tag (Dezember 2024).
Die Chiang-Kai-shek-Gedenkhalle wurde am 5. April 1980 eingeweiht, ist 76 m hoch und hat ein blaues, achteckiges Dach. Zwei Treppen mit je 89 Stufen führen zur Haupthalle. Der Platz davor heisst heute Liberty Square und war Schauplatz der Demokratiebewegung der 1980er- und 1990er-Jahre; er wird von Nationaltheater und Nationaler Konzerthalle flankiert.
Ximending im Bezirk Wanhua besitzt laut Wikipedia die erste Fussgängerzone Taipehs und die grösste Taiwans. Der Name geht auf die japanische Bezeichnung Seimon-chō zurück («vor dem Westtor»); in den 1930er-Jahren war das Viertel ein Theaterbezirk. Heute ist es ein Treffpunkt für Mode, Strassenessen und Kino, mit dem historischen Red House Theater als Wahrzeichen.
Wanhua und Datong: die Altstadt
Der Longshan-Tempel wurde 1738 gegründet und ehrt neben der Hauptgöttin Guanyin auch Mazu, Guan Yu, den Liebesgott Yue Lao und weitere Gottheiten. Der Eingang führt traditionell durch das Drachentor, der Ausgang durch das Tigertor; Türschwellen werden nicht betreten.
Die Dihua-Strasse im Bezirk Datong entstand in den 1850er-Jahren als Handelsstrasse von Kaufleuten aus Quanzhou. Gehandelt werden bis heute chinesische Heilkräuter, Stoffe, Räucherwerk und Tee. In den zwei Wochen vor dem Neujahrsfest drängen sich dort laut Wikipedia rund 750’000 Menschen beim Einkauf für die Feiertage; der Termin richtet sich nach dem Mondkalender.
Xinyi: Taipei 101 und die Stadtberge
Der Taipei 101 hat 101 Stockwerke über und fünf unter dem Boden und wurde am 31. Dezember 2004 für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Aussichtsebenen liegen zwischen dem 88. und 101. Stock; Aufzüge fahren laut Wikipedia in 37 Sekunden vom 5. in den 89. Stock. Im Turm hängt ein Stahlpendel von 660 t, das die Schwingungen um bis zu 40 % mindern kann. Die U-Bahn-Station Taipei 101/World Trade Center liegt im Untergeschoss.
Shilin und der Norden: Palastmuseum, Beitou, Yangmingshan
Das Nationale Palastmuseum im Bezirk Shilin besitzt laut Wikipedia rund 699’000 Objekte, von denen gleichzeitig nur etwa 1 % ausgestellt ist. Der Grundstock stammt aus den kaiserlichen Sammlungen in Peking, die im Bürgerkrieg zuerst nach Nanjing und 1948/49 in 2’972 Kisten nach Taiwan gebracht wurden. Eine Südzweigstelle besteht seit 2015 in Taibao (Landkreis Chiayi).
Beitou, rund 20 U-Bahn-Minuten vom Zentrum entfernt (Zweiglinie bis Xinbeitou), besitzt eine der grössten Dichten an Thermalquellen weltweit mit über dreissig Hotelbetrieben. Der Thermal Valley (Heisse-Quellen-Tal), das Beitou Hot Spring Museum und die Thermalbäder bilden die Hauptanziehungspunkte.
Der Yangmingshan-Nationalpark wurde am 16. September 1985 eingerichtet, umfasst 113.38 km² und reicht über Taipeh und Neu-Taipeh. Der Qixing-Berg ist mit 1’120 m der höchste Gipfel und Taiwans höchster ruhender Vulkan. Bei Xiaoyoukeng (805 m) steigen Fumarolen und Schwefeldämpfe auf.
Danshui, Maokong, Nachtmärkte
Danshui (Tamsui) an der Flussmündung ist mit der Tamsui-Xinyi-Linie erreichbar. Die Spanier errichteten dort im frühen 17. Jahrhundert eine Siedlung, 1642 verdrängten sie die Niederländer und bauten über den spanischen Resten das Fort, das heute Fort Santo Domingo heisst. Seit der Eröffnung der Linie 1997 ist der Besucherstrom stark gewachsen.
Die Maokong-Gondel ist 4.03 km lang, braucht rund 12 Minuten und verbindet den Zoo mit den Teehäusern am Berg. Sie wurde am 4. Juli 2007 eröffnet; seit 2010 gibt es dreissig Kabinen mit Glasboden.
Zu den bekanntesten Nachtmärkten zählen Shilin (grösster der Stadt, gegründet je nach Quelle 1899 oder 1913, 539 Stände im Foodcourt), Raohe (rund 600 m lang, im Bezirk Songshan, am Ostende der Ciyou-Tempel von 1753) und weitere Märkte in den Wohnvierteln. Details dazu im Abschnitt Essen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wann ist die beste Reisezeit für Taipeh?
Taipeh hat ein feuchtes, subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchte von rund 75 % im Jahresmittel. Im Winter bringt der Nordostmonsun von November bis März anhaltenden Nieselregen, im Frühsommer folgt die Pflaumenregenzeit (Mai bis Juni), danach die Taifunsaison.
Klima in Taipeh: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag
| Taipeh | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 20 | 21 | 23 | 27 | 30 | 33 | 35 | 34 | 32 | 28 | 25 | 21 |
| Tiefstwert °C | 14 | 15 | 16 | 20 | 23 | 26 | 27 | 27 | 25 | 23 | 20 | 16 |
| Niederschlag mm | 99 | 92 | 131 | 126 | 228 | 262 | 162 | 263 | 252 | 116 | 115 | 100 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SONGSHAN (4 km, 6 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Nach Wikipedia fällt in Nordtaiwan im Winter beständiger Regen, während der Sommermonsun von Mai bis Oktober dort nur rund 60 % des Jahresniederschlags liefert (im Süden rund 90 %). Das Muster der Taifune fassen die Quellen unterschiedlich: Wikipedia nennt Juli bis Oktober mit im Mittel etwa vier direkten Treffern pro Jahr auf der Insel, das Auswärtige Amt Mai bis November, das BMEIA Juni und Juli. Wer in diesem Zeitraum reist, plant flexible Tage und verfolgt die Wetterhinweise der Behörden.
Die Tabelle zeigt die Stationsdaten. Die Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr liegen zwischen Dauerregen und Taifunsaison und lassen sich am leichtesten planen.
Das Laternenfest am 15. Tag des ersten Mondmonats fällt in den Februar oder frühen März. Der siebte Mondmonat gilt als Geistermonat; das Geisterfest am 15. Tag des Monats heisst in Taiwan Pudu. Dann gibt es Opfergaben an Strassenrändern, und manche Taiwaner meiden Schwimmen und nächtliche Ausflüge.
Quellen: Wikipedia (en) · Auswärtiges Amt · BMEIA · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was gilt für die Einreise nach Taipeh?
Deutsche und Österreicher reisen laut Auswärtigem Amt und BMEIA für bis zu 90 Tage visumfrei ein, mit einem mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Vor der Ankunft ist ein digitales Einreiseformular (Taiwan Arrival Card) auszufüllen. Die amtlichen Stellen sind massgeblich.
Für Schweizer verweist das EDA auf die Reisedokument- und Einreisehinweise der Vertretung; die Auswertung der Details steht auf der Landesseite Taiwan. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln: Botschaft oder die taiwanische Einwanderungsbehörde fragen.
Regionale Besonderheiten für Taipeh gibt es kaum: Die Einreise erfolgt fast immer über den Flughafen Taoyuan (TPE) oder, bei Flügen aus Ostasien, über Songshan (TSA). Eintritt ins Stadtgebiet, Tempel und die meisten Parks ist ohne Genehmigung möglich.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Welche Gesundheitshinweise gelten in Taipeh?
CDC und healthytravel.ch empfehlen für Taiwan eine Impfung gegen Hepatitis A; ein Malariarisiko besteht nicht. Dengue wird laut Auswärtigem Amt von Juni bis Oktober durch tagaktive Mücken übertragen, deshalb zählt Mückenschutz.
Die Japanische Enzephalitis wird laut healthytravel.ch von Mai bis Oktober durch nachtaktive Mücken in ländlichen Gebieten übertragen; die CDC rät bei kurzen Stadtaufenthalten davon ab, bei längeren Aufenthalten oder Wandern und Camping sie zu erwägen. Hepatitis B empfiehlt die CDC allen Ungeimpften. Eine Tollwutimpfung kann je nach Aktivität sinnvoll sein; dies klären Reisende vor der Abreise ärztlich ab.
Stadtreisende halten sich an Standardregeln für Essen und Wasser. Die CDC warnt ausserdem nach Starkregen vor Kontakt mit verschmutztem Wasser und Schlamm (Leptospirose). Die medizinische Versorgung in den Städten entspricht laut BMEIA europäischem Standard; da kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich besteht, ist eine Reiseversicherung mit Rücktransport sinnvoll.
Details und individuelle Empfehlungen gibt es bei einer reisemedizinischen Beratung.
Quellen: CDC · healthytravel.ch · Auswärtiges Amt · BMEIA
Wie sicher ist Taipeh?
Die Kriminalität ist laut Auswärtigem Amt insgesamt niedrig; Taschendiebstahl, Handtaschenraub und Kreditkartenbetrug kommen besonders in grossen Städten vor. Strukturelle Risiken sind Erdbeben und Taifune. Die aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen.
Nach dem Auswärtigen Amt liegt Taiwan in einer seismisch aktiven Zone mit tausenden Beben im Jahr, von denen in Taipeh fünf bis sechs deutlich spürbar sind. Der Taipei 101 hält laut Wikipedia Beben eines 2’500-Jahres-Zyklus stand.
Bei Taifunen bleibt man laut BMEIA im Haus, bis die Behörden Entwarnung geben. Das Auswärtige Amt empfiehlt eine lokale SIM-Karte, weil ausländische Netze in Notfällen schwer zu orten sind.
Wer mietet, braucht laut Auswärtigem Amt und BMEIA zum eigenen Führerschein einen internationalen Führerschein. Die gesetzliche Alkoholgrenze beträgt 0.15 %. Das EDA betreibt rund um die Uhr eine Helpline (+41 800 24-7-365).
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · Wikipedia (en)
Wie reist man nach Taipeh und wie kommt man vom Flughafen in die Stadt?
Taipeh hat zwei Flughäfen: Taoyuan (TPE) rund 40 km westlich der Stadt und den stadtnahen Songshan (TSA). Die Express-Linie der Flughafen-MRT fährt vom Hauptbahnhof in 35 bis 37 Minuten zu den Terminals, im 15-Minuten-Takt.
Flughäfen
Taiwan Taoyuan (TPE) liegt im Bezirk Dayuan, rund 40 km westlich von Taipeh, und ist Drehkreuz von China Airlines, EVA Air und Starlux; Cathay Pacific nutzt ihn als Fokus-Station. Der Flughafen hat zwei Terminals (T1 seit 1979, T2 seit 2000), ein drittes ist laut Wikipedia für Ende 2026 angesetzt. Laut Wikipedia ist Hongkong die verkehrsreichste Strecke (4.9 Millionen Passagiere 2025), gefolgt von Tokio, Osaka, Bangkok und Seoul.
Songshan (TSA) liegt im Stadtbezirk Songshan an der Wenhu-Linie. Er spart laut Wikipedia rund 30 Minuten gegenüber Taoyuan und bedient vor allem Tokio-Haneda, Seoul-Gimpo und Shanghai-Hongqiao sowie Inlandsziele wie Kinmen, Penghu und Taitung (2024: 5’429’862 Passagiere).
Vom Flughafen in die Stadt
Die Taoyuan Airport MRT hat zwei Betriebsarten: den Express (nur zwei Zwischenhalte, 35 bis 37 Minuten bis TPE) und den Commuter, der alle 22 Stationen bedient. Beide fahren im 15-Minuten-Takt. Am Hauptbahnhof Taipeh und in Neu-Taipeh Industrial Park kann Gepäck vorab aufgegeben werden. Je nach Quelle liegen die Fahrpreise zwischen NT$30 und NT$160 (distanzabhängig; Stand laut Wikipedia, der Wert wurde nicht auf der Betreiberseite geprüft). Busse, Taxis und Mietwagen ergänzen das Angebot.
Weiterreise im Land
Der Hochgeschwindigkeitszug (THSR) fährt laut Wikipedia etwa 350 km von Nangang an der Westküste bis Zuoying (Kaohsiung) in mindestens 1 h 45 min bei bis zu 300 km/h; er eröffnete am 5. Januar 2007 und hat zwölf Bahnhöfe. Taipeh Hauptbahnhof ist Umsteigeknoten zur Taiwan Railway, zur U-Bahn und zur Flughafenlinie. Die Station Taoyuan der THSR ist mit der Flughafen-MRT verbunden. Reservierte Sitze lassen sich bis zu 28 Tage im Voraus buchen; einige Wagen sind nicht reserviert.
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Wie bezahlt man in Taipeh und was kostet der Alltag?
Die Währung ist der Neue Taiwan-Dollar (TWD, NT$). Gängige Scheine sind NT$100, 500 und 1’000, Münzen NT$1, 5, 10 und 50. Für U-Bahn, Busse und Convenience-Stores genügt die EasyCard.
Die EasyCard ist eine kontaktlose Karte, die seit Juni 2002 im Einsatz ist, bis NT$10’000 aufnimmt und laut Wikipedia in den Metros von Taipeh, Taichung, Taoyuan und Kaohsiung, in Taiwan Railway, Bussen, Fähren und bei über 10’000 Läden wie 7-Eleven, FamilyMart und Starbucks gilt (Stand April 2024). Die Standardkarte kostet NT$100, Guthaben und Pfand sind erstattbar; eine Alternative ist die iPASS.
Die Fahrpreise der U-Bahn liegen laut Wikipedia je nach Strecke zwischen NT$20 und NT$65 (Angabe von 2018, daher ein Richtwert).
Das Fahrradsystem YouBike gibt es seit 2009: In Taipeh ist die erste halbe Stunde dank Subvention kostenlos (Fahrten über 30 Minuten kosten).
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Wo übernachtet man am besten in Taipeh?
Für Reisende ohne Auto zählt die Nähe zu einer U-Bahn-Station mehr als der Stadtteil. Praktisch sind der Hauptbahnhof und Zhongshan (Verbindungen), Ximending (Altstadt, Nachtleben), Xinyi (Geschäftsviertel, Taipei 101) und Beitou (Thermalquellen).
Am Hauptbahnhof treffen Flughafenlinie, Hochgeschwindigkeitszug und mehrere U-Bahn-Linien zusammen; wer weiterreist, spart Wege. Ximending und Wanhua liegen nahe am Longshan-Tempel, Xinyi am Taipei 101. In Beitou haben viele Häuser Thermalbäder, und die Zweiglinie fährt bis Xinbeitou. Preise nennt diese Seite nicht, weil keine geöffnete Quelle sie belegt.
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Was isst man in Taipeh?
Taipeh ist bekannt für Nachtmärkte, Rindfleischnudelsuppe, Schmorschweinefleisch auf Reis, Austernomelett und Bubble Tea. Laut Wikipedia gilt das Austernomelett als beliebtester Snack Taiwans; Taiwan hat zudem rund 6’000 vegetarische Restaurants (Stand 2023).
Zu einem Frühstück in Taipeh gehören Dan Bing (Eierpfannkuchen) und Sojamilch, daneben Nudelsuppen und Congee. Rindfleischnudelsuppe ist ein rot geschmortes Gericht, das nach der Zuwanderung der Nachkriegszeit populär wurde; Lu Rou Fan ist gehacktes Schweinefleisch in Sojasauce auf Reis mit fujianesischen Wurzeln; Gua Bao sind gedämpfte Brötchen mit Schweinebauch, eingelegtem Gemüse und Erdnusspulver.
Bubble Tea entstand in den 1980er-Jahren in Taiwan; Chun Shui Tang in Taichung (1988) und das Hanlin Tea Room in Tainan (1986) streiten um den Erstanspruch, ein Gericht von 2019 sah die Erfindung als nicht patentierbar an. Zucker und Eis lassen sich meist in Stufen von 25 % wählen.
Nachtmärkte
Shilin ist der grösste und berühmteste: Läden öffnen laut Wikipedia gegen 16 Uhr, der Andrang ist zwischen 20 und 23 Uhr am grössten, viele Stände schliessen zwischen 1 und 2 Uhr. Bekannt sind Austernomelett, stinkender Tofu und Papayamilch. Die Gründung nennen die Quellen mit 1899 oder 1913; der erneuerte Standort öffnete 2011.
Raohe ist ein gut 600 m langer, linearer Markt im Bezirk Songshan, 100 m nördlich von Ausgang 5 der Station Songshan; er teilt sich in drei Abschnitte, der Hauptteil mit den Essensständen liegt hinten. Am Ostende steht der Ciyou-Tempel, der 1753 gegründet wurde.
Beim Essen in der U-Bahn gilt: Innerhalb der Bezahlzone sind Essen, Trinken und Kaugummi verboten, rauchen ist im ganzen System untersagt.
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Welche Regeln und Bräuche gelten in Taipeh?
In Tempeln gelten einfache Regeln: durch das Drachentor eintreten, durch das Tigertor verlassen, Schwellen nicht betreten und leise bleiben. Das Neujahrsfest, das Laternenfest und der Geistermonat folgen dem Mondkalender.
Im Longshan-Tempel empfiehlt sich der Rundgang von der Vorhalle zur Haupthalle und zu den hinteren Hallen. Die Tempel vereinen buddhistische, daoistische und volksreligiöse Gottheiten; Besucher verhalten sich leise und stören Betende nicht.
Die Dihua-Strasse ist ein Ort, an dem man das Neujahrsfest erleben kann: Rund 750’000 Menschen kaufen laut Wikipedia in den zwei Wochen davor ein. Das Laternenfest am 15. Tag des ersten Mondmonats beschliesst die Neujahrstage; zu den Bräuchen gehören Laternenumzüge, Rätsel und die gefüllten Reisklösschen Tangyuan.
Im Pingxi-Bezirk steigen zum Neujahrsfest Himmelslaternen mit Wünschen auf; die Pingxi-Linie hat sechs Bahnhöfe von Dahua bis Jingtong.
Im Geistermonat bringt man Opfergaben dar und verbrennt Papiergeld; Taiwaner meiden dann vielfach Schwimmen und Ausflüge in der Nacht.
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Welche Ausflüge und Erlebnisse lohnen sich von Taipeh aus?
Beliebte Tagesausflüge sind Jiufen und Shifen im Nordosten, Beitou und Yangmingshan im Norden, Danshui am Fluss sowie die Maokong-Gondel im Süden der Stadt. Sie alle sind mit U-Bahn, Zug oder Bus ohne Auto erreichbar.
Jiufen, Ruifang und die Pingxi-Linie
Jiufen liegt im Bezirk Ruifang in Neu-Taipeh. Der nächste Bahnhof ist Ruifang an der Yilan-Linie der Taiwan Railway, von dort sind es laut Wikipedia rund 15 Minuten mit dem Bus; die Strassen sind steil und kurvig. Der Name bedeutet «neun Anteile». Nachdem beim Bau der Eisenbahn Keelung–Taipeh Goldflitter gefunden wurden, löste ein Goldrausch aus, der in der japanischen Zeit seinen Höhepunkt erreichte; der Bergbau endete 1971. Heute sind die Gassen von Teehäusern, Cafés und Läden gesäumt. Der Regisseur Hayao Miyazaki bestritt, dass Jiufen «Chihiros Reise ins Zauberland» inspiriert habe.
In Ruifang liegen weitere Bergbau-Orte: das Goldmuseum, der Katzendorf-Ort Houtong am ehemaligen Kohlebergbau und die Kaps Bitou mit Leuchtturm. In Pingxi bilden Shifen und Lingjiao Wasserfälle die Hauptziele; Himmelslaternen steigen dort zum Neujahrsfest auf.
Beitou, Yangmingshan, Maokong
Yangmingshan bietet Wanderwege, Vulkanlandschaften und, zur Blütezeit, Kirschblüten und Calla-Lilien.
Mehrtägige Anschlüsse
Mit dem Hochgeschwindigkeitszug sind Taichung, Tainan und Kaohsiung als Tagesziele oder als Fortsetzung der Reise erreichbar (siehe Tainan und Kaohsiung). Zum Taroko-Nationalpark geht es über Hualien (siehe Hualien und Taroko).
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Wie reist man in Taipeh nachhaltig?
Taipeh ist ohne Auto gut zu bereisen: U-Bahn mit 118 Stationen auf 138.3 km, Busse, YouBike und Züge decken die meisten Ziele ab. Abfall wird in Taipeh getrennt und über kostenpflichtige Müllbeutel entsorgt.
Die Taipeh-U-Bahn eröffnete am 28. März 1996 und hat fünf Linien. Laut Wikipedia fährt sie täglich von etwa 6 Uhr bis Mitternacht, die letzten Züge enden gegen 1 Uhr.
Öffentliche Mülleimer sind rar; Taiwan hat ein System aus Pflicht-Müllbeuteln und Müllautos, die Musik spielen, um auf ihre Ankunft hinzuweisen. Nach Wikipedia reduzierte das Beutelsystem die Haushaltsabfälle in Taipeh um zwei Drittel. Reisende nehmen den Abfall mit zur Unterkunft oder zu Läden, die Recyclingbehälter anbieten.
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Womit lässt sich Taipeh kombinieren?
Taipeh ist der Ausgangspunkt für eine Rundreise im Westen mit Hochgeschwindigkeitszug nach Süden oder für den Osten mit Hualien und Taroko. Auch Kurzreisen nach Tokio, Seoul oder Hongkong sind über TPE und TSA verbunden.
Eine klassische Reihenfolge führt von Taipeh zum Sun-Moon-See, nach Tainan und Kaohsiung und über die Ostküste zurück. Den Süden beschreibt Tainan und Kaohsiung, den Osten Hualien und Taroko, das Land als Ganzes Taiwan.
Vom stadtnahen Songshan (TSA) bestehen Verbindungen nach Tokio-Haneda, Seoul-Gimpo und Shanghai-Hongqiao.
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Für wen eignet sich Taipeh und für wen weniger?
Taipeh passt zu Reisenden, die Stadt, Essen und Tempel mit Naturausflügen verbinden wollen. Weniger geeignet ist die Stadt für alle, die weite Strände, Stille oder trockenes Wetter im Sommer suchen.
Gut passt Taipeh zu Reisenden, die Essen, Kultur und Stadtleben mögen: Die U-Bahn erschliesst fast alle Ziele, und das Strassenessen ist vielfältig.
Weniger passt Taipeh, wenn man Strand oder Ruhe sucht: Das Zentrum ist dicht und laut, im Sommer schwül und im Winter oft grau und nass. Wer nur Natur sucht, ist an der Ostküste oder im Bergland besser aufgehoben;
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)